Exitus Interruptus

Exitus Interruptus – Der Tod ist erst der Anfang

Mit Exitus Interruptus schuf Andreas Bethmann vielleicht eins seiner besten Werke. Auch wenn der Film in der Exportversion viele seiner typischen Merkmale hat, so ist der Director’s Cut doch eher untypisch.

2006 Andreas Bethmann ist in der deutschen Szene bekannt und auch beliebt, durch sein Label X-Rated hat er viele Genreperlen auf DVD veröffentlicht, heute tut er das noch immer nur halt auf Blu-ray und in Mediabooks statt Hartboxen. Doch als Regisseur ist er immer wieder tätigt. Nach dem er schon 2002 den Film Vegetarierinnen zur Fleischeslust gezwungen 2 drehte, ein Gewalt/Folter Porno mit Renee Pornero in der Hauptrolle. Schuf er fünf Jahre später die Fortsetzung. Doch dieses mal sollte es kein Porno werden, sondern ein Horrorfilm. Dabei entstand Exitus Interruptus. Ein Film der sogar in Deutschland ungeschnitten im Director’s Cut auf DVD mit FSK 18/KJ Freigabe erschien. Doch etwas später erschien dann auch die Exportversion,  welche auch die Grundlage für die Review ist.

Die Handlung des Films beginnt mit Manuela die in einem Albtraum nochmal erlebt was vor fünf Jahren war, denn sie war Opfer einer Entführung und wurde von dem Täter sexuelle Missbraucht. Doch sie entkommen und ihn töten. Doch leidet sie immer noch darunter. Auch ihre Freundin Monique kann ihr kaum helfen. Als sie dann mit ihr ausgeht und auf dem Klo Zeugin eines Doppelmordes wird und vom Killer entführt wird, beginnt für Manuela das Trauma erneut. Denn scheinbar hat jemand mit ihr noch eine Rechnung offenen. An der Handlung merkt man schon, dass Exitus Interruptus im verlauf der Handlung immer wieder Genreelemente nutzt um am Ende dann zu einem Serienkiller und Torture Porn Film zu werden.

Slasher, Torture Porn und andere Subgenre des Horrorfilms.

Der Film fängt wie ein Mix aus Giallo und Drama an, man merkt aber auch deutlich das es ein Sequel ist. Denn der Hauptcharakter befindet sich schon in seinem Trauma und durchlebt seine Katharsis im verlauf des Streifens. Dabei hat sie aber schon ein Trauma und erleidet ein neues. Doch bevor Exitus Interruptus soweit ist, lässt sich der Film etwas Zeit und führt uns die Hauptfiguren ein. Das funktioniert erstaunlich gut. So merkt man das Monique Manuela helfen will um zurück ins normale Leben zu finden.

Die Barszene ist der Wechselpunkt der Handlung. Denn hier gibt es den Einschub des Slashers oder auch Giallo, da Andreas Bethmann ja großer Fan des italienischen Films ist. Doch das Plakat auf dem Damenklo deutet Scream an und der Mord durch die Klowand, ist wohl auch eine kleine Hommage an Scream 2. Auch andere Horrorfilme werden in Exitus Interruptus zitiert. Sei es Texas Chainsaw Massarcre, denn das Haus des Killers und andere Elemente die dort vorkommen erinnert stark an den Tobe Hooper Film. Auch Alfred Hitchcocks Psycho findet platz in der Story und es gibt sogar ein Zitat aus dem Film zu hören.

Nach der Barszene wechselt der Film dann in das Torture Porn Genre. Hier zeigt sich aber auch deutlich, das viel mehr um das Foltern geht, als ob um Gewaltexzesse mit viel Splatter. So treibt der Killer sein Spiel mit Manuela, welche auf unterschiedlichen Arten leiden muss. In der Expertversion ist dann auch Porn etwas mehr enthalten und es gibt expilitiere Details zu sehen von Renee Pornero aber auch von Anja Gebel.

Erotik, Pornographisch und etwas Gewalt.

Während der Film in seiner Handlung auch manchmal ins übernatürliche abdrifftet oder warum sollten wir sonst als Zuschauer die Stimme der toten Mutter hören? So gibt es optisch auch immer wieder Szenen die an einem Grusselfilm erinneren. Vor allem das Haus hat seine Wirkung und bietet auch viel Raum für die Atmopshäre,welche Exitus Interruptus versprüht. Doch auch schon am Anfang des Films und der erste Liebesakt zwischen Monique und Manuela wirkt zum Teil zwar erotisch aber die zwischen Schnitte, wie die Leiche des Killers aus Vegetarierinnen zur Fleischeslust gezwungen 2 ausgebraben wird, vermitteln doch etwas unheimliches.

In der Director’s Cut Version ist natürlich alles etwas harmloser als in der Exporversion.Denn hier gibt es dann für Andreas Bethmann und seine Filme typische Aufnahmen vom Sex und so gibt es explizite Bilder beim Liebesakt der Freundinnen zu sehen und auch im Verlauf gibt es immer wieder mehre Detail aufnahmen. Was den Film auch etwas aufwertet aber auch etwas in die länge zieht. So muss man selbst entscheiden welche Version man sehen will oder schaut beide.

Natürlich gibt es auch etwas Gewalt in Exitus Interruptus, hier ist das alles aber sehr sexualisiert und zeigt wohl von den Problemen des Killers. Der scheinbar ein paar Probleme hat. Hier wieder die sprechende Leiche der Mutter, hören nur wir und er das oder auch die anderen Figuren im Film? Jedenfalls ist er wohl der Norman Bates Typ und will aber auch Rache. Jedenfalls sind seine Folterungen an Manuela immer von sexueller Natur.

FAZIT:

Exitus Interruptus ist sicherlich ein Film seiner Zeit, dennoch gelang es Andreas Bethmann etwas für sein sonstiges schaffen ein untypischen Film zu drehen. Der Film bietet Spannung und Erotik. Renee Pornero kann zeigen das sie auch Schauspielen kann.

  • 6/10
    Handlung - 6/10
  • 7/10
    Schauspiel - 7/10
  • 7/10
    Regie - 7/10
  • 6/10
    Erotik - 6/10
  • 5/10
    Spannung - 5/10
6.2/10
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Handlung:

Manuela ist in psychischer Behandlung weil sie vor 5 Jahren Opfer eines sexuellen Gewaltverbrechens war. Ihr einziger Halt ist allerdings ihre beste Freundin Monique. Als die beiden Frauen von einem kranken Psychopathen in eine alte Villa entführt werden, beginnt für beide eine Zeit unvorstellbaren Grauens! Doch das Haus birgt noch mehr Geheimnisse als den beiden Frauen lieb ist!

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