Exitus 2

Exitus 2 – House of Pain

Zwei Jahre nach dem Erfolg von Exitus Interruptus drehte Andreas Bethmann Exitus 2 – House of Pain. In welche Richtung würde der Film dieses mal gehen?

Exitus Interruptus brachte Andreas Bethmann einiges an Respekt für sein Schaffen, nicht nur bei den üblichen verdächtigen. Da im Abspann schon der zweite Teil angekündigt wurde, war es nur eine Frage der Zeit bis dieser auch realisiert wird. Dies passierte im Jahr 2008 und hieß Exitus 2 – House of Pain. Dieses mal sollte die Handlung aber weg vom Torture Porn und mehr hin zu einem Horrorfilm mit Gruselelementen. Was ja schon bei dem Vorgänger angedeutet wurde. Dazu ist Renee Pornero auch wieder mit dabei. Doch hier gibt es einige Wendungen in der Handlung. Dabei fällt auf, dass der Streifen fast nur mit Frauen besetzt ist.

Spielte der Vorgänger schon ungefähr nach dem Zeitraum es dauerte das er entstand, so ist es auch bei Exitus 2 – House of Pain, denn zwei Jahre sind vergangen, seit dem Manuela dem Killer entkam. Doch sie konnte das alles nicht mehr ertragen und nahm sich das Leben. Sophie die Schwester von Monique leidet noch immer, dass man die Leiche ihrer Schwester nicht gefunden hat. Zusammen mit ihrer Freundin Lena gehen sie in das Haus wo alles passiert ist, um Antworten zu finden. Doch hier lauert etwas was beide sich nie vorstellen konnten. Auch der Zuschauer nicht, jedenfalls beim ersten Mal anschauen des Films. Denn es gibt eine Wendung im Film, die auch das Genre wechselt. Denn von der Grusel Handlung mit übernatürlichen Touch, wechselt Exitus 2 – House of Pain dann doch wieder in das Torture Porn Genre.

Wie bei seinem Vorgänger wechselt Exitus 2 – House of Pain das Genre. Doch hier nimmt man etwas weg, was eigentlich eine interessante Idee war. Denn der ganze Aspekt mit den Geistern, die im Haus des Killers rum spuken und Rache wollen, ist ein guter Ansatz. Er funktioniert in der Handlung sogar sehr gut und bietet wirklich Grusel. Doch die große Wendung in der Handlung, zerstört das und man bekommt zwar auch ein paar gute Ideen geboten. Doch ist die Luft auch raus.

Horror, Torture Porn und warum diese Wendung?

Wir hatten ja schon öfters das Thema, dass die Handlung den Figuren dienlich sein muss und das immer. Das trifft zwar auch im Fall von Exitus 2 . House of Pain zu. Dennoch wirkt es so, als ob die erste hälfte nur existiert, damit diese Wendung einen größeren Effekt hat. Das funktioniert auch, ruiniert aber auch die Atmosphäre des Films und man merkt deutlich, das auch hier wieder SAW und Co. mit schwingen in der zweiten hälfte des Films. Dabei kommen aber auch noch andere Dinge zum Vorschein.

Interessant ist natürlich auch die zweite hälfte und welcher Charakter eigentlich dahinter steckt. Auch wenn der Film es nie wirklich erklärt warum eigentlich, kann man sich das zusammen Reimen. Denn ein paar Informationen gibt es schon und aus diesen ergibt sich dann ein Bild. Dennoch versagt die Handlung hier und wiederholt eigentlich nur dinge aus dem ersten Teil. Das kann natürlich auch der Figur liegen, die hinter allem steckt. So ist Exitus 2 – House of Pain nicht der cleverste Film mit dieser Idee und Handlung sie funktioniert dennoch.

Auch wenn die Torture Porn Elemente im Sequel zurück geschraubt sind. So muss Sophie doch einiges durchstehen und auch hier ist zu erkennen das an vielen Stellen der Vorgänger etwas kopiert wird. Es wirkt fast schon so als ob es gewollt ist und man so den Bezug der Figur zu Exitus Interruptus schlägt.

Hardcore-Gore und andere Dinge

Wie schon bei Exitus Interruptus gibt es auch von Exitus 2 – House of Pain eine Exportversion, dies wird auch als Hardcore-Gore version bezeichnet. Sie bietet etwas mehr schauwert. Da das Sequel aber etwas mehr auf das Tempo drückt, sind viele Stellen kürzer als noch bei seinem Vorgänger. Doch auch hier gibt es explizite Details zu bestaunen. Dabei gibt es sogar ein paar Nekrophileszene zu sehen. Denn alles ist in diesem Haus möglich.

Da hier die Gewalt auch immer sehr sexualisiert ist, wirkt es fast schon befremdlich, dass es nur Frauen sind im Cast. So ist das vielleicht nur ein Zufall aber wer hier was analysieren will, wird sicher seine Freude dran haben. Denn vor allem ab der zweiten Hälfte und der Charakter der für alles zuständig ist. Liefert sicherlich genug Stoff für dies. Dabei fällt aber auch auf, dass der Film zwar in der Gewalt etwas mehr bietet als sein Vorgänger aber die Damen nicht so hübsch sind.

Bei der Kamera merkt man das Andereas Bethmann von Film zu Film dazu lernt und er wirklich gute Bilder liefert. Denn Exitus 2 – House of Pain kann wirklich Grusel und Horror vermitteln vor allem am Anfang. Das Haus ist ein gut gewählter Ort für die Handlung und die Bilder erzeugen eine spannende Atmosphäre, dabei gibt es auch keine Jumpscars, sondern ein paar gute Horrormomente.

FAZIT:

Exitus 2 – House of Pain fängt gut an aber die erste Wendung in der Handlung zerstört viel von der Atmosphäre. Man bekommt zwar eine Fortsetzung geboten, die immer noch unterhält und ganz klar das Thema des Vorgängers fortsetzt. Dabei aber auch ein paar Probleme hat.

  • 6/10
    Handlung - 6/10
  • 6/10
    Schauspiel - 6/10
  • 7/10
    Regie - 7/10
  • 5/10
    Spannung - 5/10
  • 5/10
    Erotik - 5/10
5.8/10
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Handlung:

2 Jahre sind seit den schrecklichen Ereignissen in dem Exitus-Haus vergangen. Sophie, die Schwester der getöteten Monique, leidet darunter, dass man die Leiche ihrer Schwester nie gefunden hat. Zusammen mit ihrer Freundin Lena stellt sie eigene Nachforschungen an und entdeckt in dem ehemaligen Mordhaus ein schreckliches Geheimnis!

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