Angel of Death 2

Ein langerwartetes Sequel, das war Angel of Death 2. Dazu wurde es auch Kontrovers diskutiert.

Schon im original Abspann von Der Todesengel gab es die Information, dass es einen zweiten Teil geben sollte. Dieser lies aber auf sich waren und erschien neun Jahre später. Denn Angel of Death 2 war drei in der Produktion, gedreht von 2004 bis 2006. Andreas Bethmann sollte damit seinen bis zu dem Zeitpunkt aufwendigsten Film drehen. Mit dieser Fortsetzung zeigte er neben seiner Liebe für die 70er Jahre auch das die Mischung aus Exploitation und Porno immer noch funktioniert. Jedenfalls in diesem Mikrokosmos. Denn für den Mainstream ist der Streifen immer noch nichts.

Schon die Handlung von Angel of Death 2 zeigt deutlich, das man hier einen Women in Prison Film vor sich hat. Denn die Hauptfigur, die aber bald schon eher zur Nebensache wird. Denn irgendwie ist alles andere im Film immer etwas wichtiger und ihre Handlung ist nur ein Strang von vielen. So geht es viel mehr um das Gefägnis, was auf einer Insel ist. Der Film nutzt wirklich alle typischen Genreelemente für sich. So gibt es neben einer sadistischen Direktorin und ihrer Helferin. Auch noch Wärter und die typischen weiblichen Insassen. Im Grunde lässt die Handlung kein Klischee der WiP Filme aus.

Auch wenn die Charakterentiwcklung wie immer schwach ist. So werden manche Figuren etwas besser gezeichnet und bekommen sogar eine Backstory. Dabei sind aber die meisten Charaktere Unsympathisch oder sie sind einem einfach egal, weil die Charakterbindung immer noch fehlt. So erlebt man als Zuschauer einen Film der wohl bewusst auf diese Punkte verzichtet und einfach das abliefert, was man erwartet. Obwohl so recht wusste man das nicht, nach dem Vorgänger und seinem Genremix, so ist Angel of Death 2 doch viel mehr einem Genre treu.

Jess Franco, Lina Romay und so einiges typisches in Angel of Death 2.

Schon in Rossa Venezia hat Andreas Bethmann Jess Franco und Lina Romay besetzt. Doch bei Angel of Death 2 spielt Lina Romay als Gefägnischeffin Ms. Steel. Was natürlich auch passend ist, war sie doch in Zahlreichen Sexploitationsfilmen in den 70er Jahren vertreten, viele davon von ihrem Ehemann Jess Franco. Es gibt sogar ein sehr offensichtliche Anspielung an einen Jess Franco Film. So gibt es ein Schild wo drauf steht Cellblock 9. Franco drehte eins den Film Frauen für Zellblock 9. Ein typischer Women in Prison Film. Der hier wohl auch etwas als Vorlage diente.

Doch wie schon in den Filmen davor, gibt es hier auch wieder ein paar Hardcoresexszenen, zwar nicht so viele und auch besser Plaziert als bei anderen Filmen von Andreas Bethmann. Dazu gibt es auch eine Szene, die als der Film erhältlich war, für Kontroverse sorgte. Denn gleich zwei mal gibt es auch Sex unter Männern. Dabei wird ein Blowjob auch als Folter eingesetzt. Das ist schon etwas fragwürdig aber in einem Sexploitationfilm sollte man wohl so manches lieber nicht hinterfragen.

Von Der Todesengel gibt es eine Final Cut Version, diese entsprach aber nie dem Wunsch des Regisseurs und darin waren Szenen, die für den zweiten Teil geplant waren. Ein paar davon fanden ihren Weg dann auch in Angel of Death 2 und sogar eine Brücke zu dem Vorgänger wird geschlagen, was zwar in ein paar Sätzen abgehandelt wird. Dafür hat man daran gedacht.

Sex und Splatter

Neben der vielen Nacktheit in Angel of Death 2, obwohl hier manche Damen dann doch etwas mehr an hat und Lina Romay nackt vielleicht doch eher was für GILF Fans ist. So gibt es auch ein paar Splatterszenen im Film. Hier kommen die speziellen Effekte wieder einmal von Olaf Ittenbach und das merkt man auch. Die Folterszene sieht wirklich gut aus. Obwohl die Skalpierung wohl die Frage offen lässt, kann das Messer wirklich den Knochen so durchschneiden oder sieht es nur aus als ob etwas Gehirn mit dabei ist. Jedenfalls hat Andreas Schnaas in der Szene auch einen Auftritt und darf foltern.

Auch von der Kamera merkt man natürlich wieder einen Fortschritt und so gibt es ein paar nette Aufnahmen von der Insel und auch der Dschungel. Die Konferenzszene hat sogar die Kamera auf schienen und so gibt es ein paar Kamerafahrten. Auch gibt es Luftaufnahmen. Hier zeigt sich das Angel of Death 2 das Niveau der deutschen Independent Film Szenen deutlich angehoben hat. Auch der Schnitt ist besser, so gibt es weniger Fehler bei den Szenen. Obwohl eine Szene zeigt wie eine Person mehrmals an der selben Stelle getroffen wird. Meisterschütze oder Filmfehler?

FAZIT:

Angel of Death 2 ist wohl einer der bessern älteren Filme von Andreas Bethmann, dabei versucht er eine Hommage an die 70er Jahre. Das gelingt ihm auch, dabei bietet der Film auch ein paar Anspielungen an andere Filme. Dennoch hat er immer noch seine längen.

  • 5/10
    Handlung - 5/10
  • 6/10
    Schauspiel - 6/10
  • 7/10
    Regie - 7/10
  • 6/10
    Erotik - 6/10
  • 4/10
    Spannung - 4/10
  • 5/10
    Unterhaltung - 5/10
5.5/10
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BastitheEnd

Filmfan, Autor dieser Seite.

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