Death Race 2050

Death Race 2050

Death Race 2050 Reboot, Remake oder Fortsetzung? Egal besser als der Paul W.S. Anderson Film ist der Streifen alle mal. Warum?

1975 produzierte Roger Corman den Film Death Race 2000, welcher zu einem Kultfilm wurde und leider 2008 ein Remake von Paul W.S. Anderson bekam, zwar mit Jason Statham in der Hauptrolle, war es doch kein guter Film. Dennoch war der Streifen erfolgreich und bekam zwei DTV Fortsetzungen. 2016 produzierte Roger Corman dann das Reboot mit den Namen Death Race 2050, was wieder mehr an den alten Kultfilm erinnen soll. Natürlich nicht fürs Kino, sondern direkt für den Heimkino Markt.

Die Handlung von Death Race 2050 spielt in einer Zukunft, Die Welt gehört der UCA und 99,9% der Bevölkerung ist arbeitslos. Damit die Menschen sich nicht langweilen und von ihrem Leben abgelenkt werden, wird das Death Race veranstaltet. Der Held dieses blutigen und tödlichen Veranstaltung ist Frankenstein. Doch viele wollen ihn an den Kragen. So startet der Wettbewerb. Das ist der Ausgangspunkt der Story des Films und wie man erwartet, geht es hier direkt von A nach B, ohne Umwege. Das verleiht der Handlung natürlich auch Tempo. Dabei bleiben aber andere Dinge auf der Strecke.

Auch wenn man versucht den Figuren etwas Hintergrundgeschichte zu geben. Zu bleiben doch viele sehr ein Dimensional. Selbst Frankenstein ist ein Mysterium, das macht den Charakter zwar auch Großteils aus, dennoch fehlt etwas. So bleibt er für den Zuschauer als Held doch etwas blass. Andere Figuren bekommen zwar etwas mehr Informationen. Dennoch sind sie einem egal. Als Highlight kann man schon das AI Auto ABE sehen, welches hier auch etwas frischen Wind in die Sache bringt.

Sozialkritik und Humor.

So ernst nimmt sich Death Race 2050 nicht. Das merkt man schon direkt am Anfang des Films, wenn einem die Moderatoren alles erklären und die Fahrer vorgestellt werden. Erinnert es etwas an Die Tribute von Panem, was vielleicht auch der Frisur von Malcolm McDowell liegen könnte, der hier den Chairman verkörpert und natürlich der Böse in der Handlung ist. Dazu gibt es eine gläubige Terroristen und Sektenanführerin und einen perfekten Menschen. eine schwarze Rapperin, ein Auto mit AI und natürlich Frankenstein. Fertig ist der bunte Mix aus Fahren und Charakteren.

Immer wieder wird aber bei Death Race 2050 deutlich, das man doch auch gern uns etwas sagen will. Dabei ist das alles natürlich nicht so verdeckt, sondern schon eher Holzhammermethode. Wenn man als Zuschauer sieht was aus der Welt wurde und alle von den Medien und den VR-Brillen kontrolliert werden. Die Rebellen auch eher unfähig sind. Hier wird kräftig an den modernen Medien und der Politik kritisiert. Was man bei so einem Film vielleicht am wenigsten erwartet. Es ist zwar nur eine Randnotiz, dennoch sind interessante Ansätze dabei, natürlich wird der Streifen niemals die Welt verändern.

Was natürlich die dsytopische Welt verkörpert und  zeigt was aus den USA geworden ist, sind die Namen der Bundesstaaten. Hier ist von Humor bis Kritik alles dabei. Man sollte als Zuschauer also genau drauf achten wie mancher Staat heißt. Denn hier gibt es auch Bezüge zur realen Welt.

Action und Gewalt.

Daffür das der Film sich um ein Rennen dreht, gibt es wenig Action. Jedenfalls ist das meiste eine Verfolungsjagd. Doch hier kommt selten das Gefühl von Action auf. Zwar gibt es auch Szenen wo dies passiert, doch das ist eher selten der Fall.Hier merkt man aber auch deutlich, das Death Race 2050 billig produziert wurde. Zwar sind die CGI Effekte nicht so mies wie bei Ayslum, dennoch erkennt man viele auf den ersten Blick. Was manchmal störend ist. Dafür gibt es natürlich ein paar gut gemachte Momente.

Da der Film sich nicht so ernst nimmt und vieles überspitzt dargestellt wird, so ist es auch bei der Gewalt. Denn die ist wirklich übertrieben und es gibt geteilte Körper und Innereien die rumfliegen. Dazu aber auch hier CGI Blut, was auch immer sehr auffällig ist. Auch hier stört es wieder. Es macht aber auch etwas den Charm des Films aus. Denn wirkt er doch so, als ob teile davon in den 70er Jahren gedreht wurden.

Kameraführung und Schnitt von Death Race 2050 erinneren immer wieder an einen B-Film aus den 1960ern. Auch wenn der Look digital ist, so hat man doch beim schauen das Gefühl, das man entweder einen Film von Troma sieht oder ein Film der aus einer anderen Zeit kommt. Das wertet natürlich den Film auf und zeigt das man hier versucht zwar ein Reboot zu machen aber da Roger Corman wieder mit dabei war bei der Produktion, schwingt doch ein Hauch alter Schule mit.

FAZIT:

Death Race 2050 ist ein unterhaltsamer B-Action Film, der zwar einige schwächen hat und im Mittelteil sich etwas zieht. Dabei wirkt er wie aus einer anderen Zeit und hat den Vibe alter Schule. Dazu gibt es Sozialkritik und etwas Humor. Am Ende bekommt man einen typischen modernen Trashfilm,der weiß was er ist.

  • 6/10
    Handlung - 6/10
  • 7/10
    Schauspiel - 7/10
  • 7/10
    Regie - 7/10
  • 5/10
    Action - 5/10
  • 7/10
    Unterhaltung - 7/10
6.4/10

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Handlung:

In einer dystopischen Zukunft bilden die größten Konzerne des Landes die skrupellose Regierung der USA. Mit Virtual Reality-Unterhaltung soll die Bevölkerung beschwichtigt werden. Den Höhepunkt bildet das jährliche Death Race. In einem martialischen Autorennen quer durch das Land, versuchen die Fahrer ihre Kontrahenten und möglichst viele nichtsahnende Passanten aus dem Weg zu räumen.

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