Passengers

Warum Passengers gut Anfängt und durch die Genre schwimmt und dennoch manchmal nicht so ganz überzeugen kann.

Da SciFI aktuell wieder In ist in Hollywood, bekommt man auch wieder mehr Filme in diesem Setting zu sehen. Dabei wird einem alles geboten und auch Genremixe sind dabei, so wie Passengers. Ein Film der vor allem durch seinen Trailer und Chris Pratt in der Hauptrolle das Interesse weckte. Denn die Grundhandlung ist viel versprechend und bietet eigentlich interessante Ansätze. Doch wie ist der intergalaktische Trip, zweier Menschen die gestrandet sind auf einem Raumschiff.

Die Handlung von Passengers fängt sehr viel versprechend an. Das Raumschiff Avalon fliegt durch das Weltall um 5000 Menschen auf einen neuen Planeten zu bringen. Die Reise dauert 120 Jahre und alle sind im Hyperschlaf, doch durch einen Zwischenfall wird Jim aufgeweckt. Er ist der einzige der Wach ist und er hat 90 Jahre vor sich alleine auf dem Raumschiff. Nach und nach findet er sich mit seiner Lage ab. Doch nach über ein Jahr ist da auf einmal Aurora. Hier gibt es schon den ersten Punkt der im Trailer zwar angedeutet wird aber hier für diesen Handlungsabschnitt eigentlich wichtig ist. Denn warum wacht Aurora auf einmal auf.

Im Verlauf des Films wird der Zuschauer auf eine Probe gestellt, denn die Handlung wird von einem spannenden SciFi Thriller oder Abenteuerfilm zu einer schrecklichen Romanze zwischen Jim und Aurora, als einzig beiden auf dem Raumschiff. Dies zieht den Film in die Länge, denn es gibt da noch das Geheimnis und das wird natürlich gelüftet. Wie ist zwar eine interessante Idee aber es ist klar, das dieser Zeitpunkt kommt. Das führt zum nächsten kurzen zwischen Stück, dem Drama. Bevor der Film im Finale nochmal spannend  wird aber das Ende alles wieder zerstört.

Romantik im Weltall, niemand hört dich weinen.

Einsamkeit kann einen Menschen in den Wahnsinn treiben, das merkt man am Anfang des Films. Auch wenn man versucht das mit etwas Humor aufzulockern, was natürlich vor allem an dem Charm von Chris Pratt liegt. So zeigt Passengers doch wie sich Jim fühlt und was er vorhat. Das geht sogar soweit, das an Selbstmord denkt. Doch dann kommt die Wendungen und nicht mehr Jim leidet, sondern der Zuschauer. Was einen dann erwartet ist so typisch Hollywood kitsch. Natürlich verlieben sich beide und haben eine Romanze. Sie sind auch die einzigen beiden die gerade Wach sind.

Ab diesen Zeitpunkt verschwendet der Film viel Potenzial. Denn die Frage was würde passieren, wenn Aurora Jim nicht mag oder umgekehrt. Was dann passieren würde und die Frage wie man zusammen lebt für den Rest seines Lebens. Doch der Film verfällt dem typischen Muster und wir bekommen eine lahme Liebesgeschichte serviert. Die zwar von Jennifer Lawrence und Chris Pratt gut gespielt wird. Dennoch ist es einfach nichts besonderes und wirkt wie ein Fremdkörper in dem Film.

Auch wenn der nächste Twist kommt und der Film hier zu einem Drama wird und vor allem Aurora leidet, durch das was passiert. Dabei wirkt der Film auch in seiner Bildsprache wie die beiden zu zerfallen. Denn immer wieder gibt es Störungen und diese werden nach der Trennung schlimmer. Dann kommt auch schon die nächste Wendung und wir sind im Finale und bekommen endlich einen Grund, warum Jim wach ist. Hier nimmt Passengers nochmal fahrt auf und kann mit viel Spannung punkten. Wär da nicht das Finale, denn hier setzt man auf eine Art Happy End, als mal Eier zu beweisen und etwas zu machen, was man eh schon angedeutet hat.

Der Weltraum ist Wunderschön, wie Jennifer Lawrence.

Womit Passengers punkten kann, ist die Optik. Denn schon am Anfang sieht man wunderschöne CGI Bilder des Weltraums, wie die Avalon durch das Weltall schwebt und auch der Metroidenschauer. Alles sieht wunderschön aus und ist wirklich gut gefilmt. Das geht auch so weiter, wenn Jim erst mal wach ist und wir mit ihm das Raumschiff erkunden. Hier sieht man eine Welt, die fast komplett am PC entstand und durch so realistisch aussieht. Das geht aber noch weiter, denn durch die Störungen des Raumschiffs und die Probleme die Entstehen gibt es ein paar optische Highlights.

Denn wie schon erwähnt, hat Passengers auch eine gute Bildsprache. Denn wie die Beziehung von Jim und Aurora auseinanderbricht, so zerfällt auch das Raumschiff. Je mehr die beiden Streit haben und das auch auf die Bilder auswirkt. Denn immer mehr geht kaputt und wie die Probleme sich Hochkochen und sich die Gefühle entladen. So passiert das auch im Finale. Das erzeugt die Spannung und man merkt das der Regisseur wirklich zeigen will, was er kann. Dabei ist aber immer noch der Mittelteil, der wirklich wie ein romantischer Film wirkt. Man vergisst sogar das beide alleine auf der Avalon sind.

Auch das 3D des Films ist gelungen und man kann vor allem am Anfang, doch auch sonst sind die Effekte wirklich gelungen im Film. Hier kann Passengers überzeugen, genauso auch die Regie. So bekommt man einen optisch wunderschönen Film geboten und Jennifer Lawrence im Badeanzug.

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FAZIT:

Passengers fängt stark an und lässt dann leider sehr stark nach. Denn der romantische Part im Film wirkt wie ein Fremdkörper und stört eigentlich nur. Das FInale kann da etwas retten und bietet auch Spannung aber das typische Happy End ruiniert dann den Film wieder. So bekommt man einen optisch wunderschönen Film, zwei Schauspieler die tolle miteinander agieren. Doch der Mittelteil ruiniert es mit der Liebesgeschichte.

 

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Handlung:

Auf einer Routine-Weltraumreise zu einem neuen Zuhause werden zwei Passagiere, die im Kälteschlaf liegen, 90 Jahre zu früh geweckt, als es bei ihrem Raumschiff zu einer Fehlfunktion kommt. Jim und Aurora müssen sich der Aussicht stellen, dass sie den Rest ihres Lebens an Bord verbringen werden, mit jedem Luxus, den sie sich nur wünschen können. Sie fangen an, sich ineinander zu verlieben, zu stark ist ihre gegenseitige Anziehungskraft. Bis sie herausfinden, dass das Schiff in großer Gefahr schwebt. Das Leben von 5.000 schlafenden Passagieren steht auf dem Spiel, und nur Jim und Aurora können sie alle retten…

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