Rocky Handsome

Rocky Handsome ist ein Remake aus Indien.

2010 entstand in Südkorea der Film The Man from Nowhere, ein düsterer und knallharter Actionthriller. Der ein Beispiel, für das Unterkühlte Kino aus Südkorea ist. Der Film erlang viel Beliebtheit und es wird wohl ein Remake aus Hollywood kommen. Doch in Indien war man schon schneller und so entstand 2016 mit Rocky Handsome das Remake von The Man From Nowhere. Natürlich denken viele bei Indien immer an Indien und dem Bollywood Film. Doch hier zeigt das Remake, das es doch anders ist und vielseitiger als das Klischee es glauben lässt.

Die Handlung hält sich natürlich an die des Originals. So geht es hier auch um einen schweigsamen Pfandleiher, der sich im Haus mit einem kleinem Mädchen anfreundet. Die Mutter des Mädchen ist Drogenabhänig und zieht Probleme an. So steht Handsome eines Tages vor einer Aufgebrochenen Tür und das Mädchen wurde entführt. Doch was steckt dahinter? In einer längeren Rückblende erfahren wir mehr über die Bösen. Während sich Rocky Handsome, viel Zeit und immer wieder in kurzen Rückblenden uns die Vergangenheit der Hauptfigur erzählt. So bleibt er fast über den ganzen Film mysteriös. Genau das treibt die Spannung aber auch voran.

Im Grunde lebt der Charakteraufbau von dem Mysterium der Hauptfigur, denn alle anderen Charaktere sind doch eher flach aufgebaut. Zwar erfährt man ein paar Informationen über die Figuren, doch viele sind einfach nur die Bösen und die Polizei ist auch hintern den Bösen her. Nur bei Handsome gab man sich mehr mühe, hier geht man sehr sorgsam mit seiner Hintergrundgeschichte um. Alle andere Charaktere sind im Grunde aber auch Egal. Denn der  Film dreht sich um ihn und die Suche nach dem kleinen Mädchen. Denn wie erwähnt baut man hier nach und nach auf, warum er hier Gefühle zeigt und warum er so handelt.

Typisch Bollywood?

Ok, Rocky Handsome ist ein Film aus Indien und er hat mit John Abraham einen bekannten Star aus Bollywood dabei. Doch der Film ist anders, wie viele Filme aus Indien. Dabei spielt er auch in Goa und zeigt uns die düsteren Seiten der Stadt. Denn nicht die Touristenorte bekommt man zu sehen, sondern Ort wo es Verbrechen gibt, arme Menschen und Drogen genommen werden.  Hier ist nichts fröhlich und bunt. Auch die Handlung ist sehr düster und das Ende des Films ist sicherlich alles andere als ein Happy End. Es ist vielleicht ein kleiner Lichtblick am trüben Himmel. Dennoch bekommt man hier kein Friede, Freude Eierkuchen Film, der immer wieder auf die Tränendrüsen drückt. Rocky Handsome ist ein düsterer Action Thriller.

Dennoch hat Rocky Handsome auch etwas typisch Bollywood haftes. Denn es gibt ein paar Gesangs- und Tanzeinlagen. Doch auf ein Minimum reduziert und gut in den Film eingebaut. Die erste Szene nutzt man als Vorspann, andere für Tanzeinlagen im Club und benutzt sie um die Handlung weiter zu erzählen. Auch eine wird genutzt um die größte Enthüllung um Handsome zu zeigen. So ist es mehr eine Untermalung mit Popmusik wie es Hollywood tut. In Rocky Handsome wird also das typische für Bollywoodkino, was das Publikum auch erwartet, genutzt und man macht es sich zu eigen.

Der einsame Held

Die Hauptfigur in Rocky Handsome ist natürlich der typische einsame Held der über dem Gesetzt handelt. Das liegt natürlich auch dem Original. Obwohl man hier doch etwas anders an die Sache geht. Denn der Film ist nicht so unterkühlt, wie seine Vorlage aus Südkorea. So ist Handsome zwar immer noch fast emotionslos und agiert einfach schnell und ohne Gnade. Dennoch wirkt das Schauspiel von John Abraham anders, er ist etwas menschlicher geworden und strahlt etwas wärme aus und ist kein totaler Eisglotzt. Dennoch ist er der einsame Held.

Was natürlich sehr offensichtlich ist bei Rocky Handsome und The Man from Nowhere ist das man sich viele Anleihen bei leon – Der Profi genommen hat. Denn die Beziehung von der Hauptfigur zu dem jungen Mädchen, erinnert stark an den Klassiker von Luc Beson. Zwar ist die Handlung komplett anders aber das Verhalten der Charakter ist sehr ähnlich. Nur lässt man natürlich die unterschwellige Romanz weg.

Die Action ist anders

The Man from Nowhere überzeugte viele Fans vor allem durch seine Action und kompromisslosigkeit. Doch in sechs Jahren hat sich einiges geändert. Zwar ist Rocky Handsome in den Actionszenen auch brutal und Kompromisslos. Dennoch hat sich einiges getan und ein Film hat die Actionwelt beeindruckt und verändert. Die Rede ist natürlich von The Raid. So merkt man den Actionszenen stellenweise an, wenn es in den Nahkampf geht. Das die Hauptfigur hier manchmal mal Muay Thai nutzt aber auch Silat. Es gibt sogar eine Szene die wohl als Hommage an The Raid gedacht ist.

Diese Szene gehört zum Finale, hier kämpft Handsome mit zwei Messer gegen eine Horde Gegner und er nutzt Silat. Das ist auch die Szene im Film, die am blutigsten ist. Hier wird geschlitzt und gestochen. Es ist auch diese Sequenz die am meisten überzeugt bei der Action. Hier sieht man das Talent des ganzen Teams, natürlich dank The Raid. Doch damit hebt man sich vom Original. Wa sim FInale zwar auch ein Messerkampf hatte und ein paar interessante Kameraeinstellungen. Dennoch liefert man mit diesem Kampf eine verdammt gute Actionszen ab. Auch was danach folgt kann überzeugen und man weiß dafür hat es sich gelohnt den Film zu schauen.

Natürlich ist die restliche Actuon in Rocky Handsome nicht schlecht. Es gibt Schießereien und prügellein. Doch man baut es nach und nach auf. Es steigert sich, bevor es im Finale dann explodiert. So steigert es natürlich auf die Neugier, ob es schon alles war was man sah oder ob da noch etwas kommt.

Ein Buntermix bei den Bildern.

Ein Vergleich bleibt auch bei dem look nicht aus. War The Man from Nowhere auch bei den Bildern ruhig und unterkühlt mit ein paar interessanten Kameraeinstellungen bei der Action, so ist Rocky Handsome doch anders. So bald die erste Rückblende los geht. Gibt es Splitscreens und auch das Bild wird anders eingefärbt, wie bei einem coolen Gangsterfilm. Das verändert auch etwas die Stimmung des Films. So ist dieser Teil  unterhaltsamer. SO lernen wir die Bösen kennen, welche hier aber noch Harmlos wirken. Was sich aber bald schon ändert und so schwingt auch die Stimmung der Bilder wieder um. Es regnet mehr und es ist auch düsterer überall.

Man nutzt auch andere Farben als das Original. So wirkt das Bild wärmer aber nicht freundlicher. Interessant ist der Einsatz des Regens. Zwar schon fast überdramatisch und an dem Punkt starten wenn der Film wirklich los geht. Dennoch verstärkt er die Stimmung und zeigt die Gefühle der Hauptfigur.

Zwar hat Rocky Handsome einen Vorspann, doch der Name des Films wird nicht eingeblendet. Im Verlauf des Films merkt man, das hat einen Grund. Dennoch nach knapp einer Stunde ist dann Rocky Handsome zu lesen. Hier ist dann auch der Punkt erreicht, wo man mehr informationen über die Hauptfigur bekommen hat.

FAZIT:

Rocky Handsome ist zwar ein Remake, dennoch hebt er sich von seiner Vorlage ab. Zwar ist die Handlung immer noch die Selbe. So ist der Film nicht unterkühlt und bei der Action hat man auch einige Sachen neu gemacht und orientiert sich mehr an The Raid als dem typischen Actionkino. So kann dieser Film aus Indien überzeugen.

OFDb.de:

  • 7/10
    Handlung - 7/10
  • 8/10
    Schauspiel - 8/10
  • 8/10
    Regie - 8/10
  • 7/10
    Action - 7/10
  • 7/10
    Spannung - 7/10
7.4/10

BastitheEnd

Filmfan, Autor dieser Seite.

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