Undertaker

Nein, in dieser Review geht es nicht um den Wrestler the Undertaker. Sondern um einem japanischen Zombiefilm.

Japan, ein Land das viel bietet sei es Musik, Essen, Kultur und natürlich auch Filme. Es gab eine Zeit da wurden sehr viele japanische Filme in Deutschland veröffentlicht. Vor allem im Horrorbereich, doch auch andere Genres wurden abgedeckt. Aktuell bessert sich die Lage etwas. Das liegt auch an Midori Impuls, dieses Label bringt nach und nach Perlen auf den Heimkinomarkt. Einer dieser Perlen ist Undertaker. Ein Zombiefilm, der aber anders ist als man denkt.

Der Film beginnt mit einem Jungen, der sich von seiner Mutter verabschiedet. Denn seine Stadt wird evakuiert. Warum erfährt man erstmal nicht. Seine Freundin verhält sich aber komisch und dann schläft er ein. Als er aufwacht hatte das Auto einen Unfall. Seine Freundin ist verschwunden. Doch schnell findet er sie, sie hat sich in einen Zombie verwandelt. Eine mysteriöse Person taucht auf und nimmt ihn mit. Jahre später ist er zu einen Untertaker geworden. Der in Auftrag von überlebenden sich auf die Suche macht. Er soll Returner finden, Menschen die Zombies wurden, doch ihre Angehörigen wollen nicht das sie ein Dasein als Zombies fristen und vielleicht andere töten. So soll er sie umbringen und einen Körperteil zurück bringen damit die Person beerdigt werden kann.

Auch wenn der Film gerade mal 65 Minuten geht, bietet er doch vielHandlung. Jendenfalls kommt es einem beim Zuschauen so vor. Denn auch wenn es kaum Dialoge gibt, so sind die wenigen wichtig und erklären uns viel von der Welt. Für den Rest nutzt Regisseur Naoyoshi Kawamatsu die Bildsprache. Wir sehen alles und merken nach und nach in was für einer Welt wir uns befinden und was der Undertaker eigentlich macht.

Einsamkeit

Die Welt in Undertaker ist Einsam. Das merkt man nach der Einführung immer wieder sehr deutlich. Die Hauptfigur läuft Minuten lang, durch eine verlassene Welt. Es braucht keiner Erklärung, damit wir verstehen das die Menschheit am Aussterben ist und die Zombieseuche überhand genommen hat. Doch das besondere bei dem Film ist. Die Zombies sind keine Monster oder eine große Bedrohung. Denn sie interessieren sich selten für den Undertaker, er läuft ruhig an ihnen vorbei. Selten kommt es zu einer Konfrontation. Sie wirken auch Menschlicher und gehen immer noch bestimmten Bedürfnissen nach.

Wir erleben als einen Film, der uns eine ganz andere Seite von Zombies zeigt. Denn versuchte George R. Romero in seinen Filmen zu zeigen, das die Menschen langsam zu Monstern werden und die Zombies menschlicher. Auch seine Sozialkritik in Dawn of the Dead, die Zombies als Symbol für willenlosen Menschen, die dem Kaufrausch verfallen sind.  Doch immer waren die Zombies wenig menschlich, wenn dann nur einzelne wie Bub in Day of the Dead. Bei Undertaker sind die Zombies einsame Seelen, die ein Leben als Untoter führen. Es gibt kein entkommen mehr, ausser sie werden erlöst.

Diese Einsamkeit vermittelt der Film immer wieder. Es gibt ja nicht mal eine Erklärung, warum das alles passiert, also Genre typisch. Dennoch ist einiges anders. Manche Zombies bitten sogar darum getötet zu werden, sie reagieren auch auf ihre Namen. Wenige wollen wirklich jemanden töten, zwar fressen sie noch Menschen, doch dies ist wohl nur ein Urinstinkt.

Zombies sind auch nur Menschen

Es ist die ewige Frage: Was macht uns Menschlich? Auch bei Undertaker geht man der nach. Doch hier zeigt man das Zombies nicht die bösen Monster sind, welche nur Menschen töten wollen. Nein, sie sind auch nur Menschen, zwar untot und nicht mehr so Menschlich wirekdn auf den ersten Blick. Doch sie sind Menschen. Das wird in der Handlung sehr deutlich. Vor allem bei der Szene, in dem Kaufhaus. Hier trifft der Undertaker auf verschiedene Zombies und alle wirken doch immer noch Menschlich, getrieben von etwas. Das ist sehr unterschiedlich. So zeichnet man hier eine ganz andere Art von Zombies.

So zeigen die Zombies mehr Emotionen als die Hauptfigur. Er läuft mit einer Seelenruhe durch die Welt. Lässt sich kaum etwas anmerken. Wär da nicht sein Trauma, das immer wieder ausgelöst wird. Hier sieht man, dass das ereignis in seiner Kindheit tiefen spuren hinterlassen hat. Kennt er doch die Welt vor den Zombies noch aus seinen erinnerungen. Immer wieder kommt seine Kindheitsfreundin zum Vorschein in seinen erinnerung. Eine Person die er nicht retten oder erlösen konnte. Auch die Ausbildung zum Undertaker war traumtisierend.

So zeigt uns Undertaker eine Welt voller Einsamkeit. Hier suchen Menschen nach einem Abschluß für ihren liebsten, die nicht sterben können aber es vielleicht wollen. Dzau die Frage, was ist wenn Menschen nach dem sie zom Zombie wurden immer noch menschlich sind? Denn immer nur werden sie zu Monstern, das Böse, wofür es keine Lösung gibt außer man tötet es nochmal.

Symbole und ruhige Bilder

Da der Film kaum Dialoge hat, erzählt er seine Geschichte in den  Bildern und hier bekommt man viele ruhige Einstellung präsentiert. Man sieht verlassene Orte und es gibt keine Menschen in der Stadt, nur noch Untote. Das alles löst das Gefühl der Einsamkeit aus. Immer wieder gibt es aber ein paar Rückblenden in die Vergangenheit. Immer dann wenn das Trauma bei dem Undertaker ausbricht. Eine Szene erinnert ihn an das Kaufhaus, wo noch Menschen waren und nun lebt niemand mehr. Er kommt auch an Orten vorbei wo er schon als Kind war.

Interessant ist auch, das viele Szenen wirken als seinen sie nur mit natürlichen Licht gedreht. Das fällt vor allem bei den Szenen im Kaufhaus auf. Denn es ist alles düster und erst als der Undertaker ein Fenster kaputt macht,kommt etwas mehr Licht rein. So wird diese düstere Welt und Stimmung etwas aufgehellt. Doch nur damit wir sehen, das es keine Hoffnung an diesem Ort gibt. Es löst aber auch Emotionen aus, denn dieser Teil des Films, bietet die meiste Spannung, denn als Zuschauer fragt man sich, wird er sein Ziel finden. Dazu gibt es hier auch etwas Action.

Die Action bei Undertaker ist auch anders gefilmt und geschnitten. Denn ist der Film sonst ruhig und die Bilder langsam. Kommt hier Tempo ins Spiel und auch der Schnitt wird schneller. So merkt man deutlich als Zuschauer, hier passiert etwas und die Zombies sind zwar Menschen, dennoch besteht in diesem Moment eine Bedrohung für den Hauptcharakter. So fiebert man mit, was als nächstes passieren wird.

Der verzicht von Splatter

Denkt man an einen Zombiefilm, hat man auch immer viel Blut und Gewalt vor Augen. Lassen wir mal die PG-13 Filme die mit Zombies zu tun haben aussen vor, auch World War Z. Dazu TV-Serie wie Z-Nation und The Walking Dead. Vor allem TWD ist ein Beispiel für das Zombie Genre, immer wieder gibt es harte Effekte und Gewalt. Doch bei Undertaker ist das anders. Zwar gibt es ein paar Effekte, doch die sind sehr rar und sollen nur etwas verdeutlichen. Ein Effekt dient auch nur für den Horror und Schockmoment.

So verzichtet der Film auf Splatter und beim schauen fällt es nicht mal auf. Denn die Welt gibt auch keine Hinweise, das man Gewalt zeigen muss. Zwar töten die Hauptfigur auch zombies, doch das passiert unblutig. Zwar gibt es ein paar Fresseszenen, diese sind aber nicht explizit, sondern nur angedeutet. Der Film will kein blutiges Zombiewerk sein, sondern sich abheben. Als Zuschauer soll man über das gesehene Nachdenken.

FAZIT:

Undertaker ist ein ruhiges Drama in einer Welt voller Zombies und die Frage, was macht uns Menschlich? Die Zombies im Film wirken auch sehr menschlich und wie Monster. Es ist ein Film voller Einsamkeit, die in vielen ruhigen Bildern gezeigt wird. Dabei verzichtet man auf Blut und Splattereinlagen. So bekommt man einen außergewöhnlichen Zombiefilm zu sehen.

  • 8/10
    Handlung - 8/10
  • 8/10
    Schauspiel - 8/10
  • 8/10
    Regie - 8/10
  • 7/10
    Spannung - 7/10
  • 7/10
    Drama - 7/10
7.6/10
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Handlung:

Die Toten kehren als grausame Raubtiere zurück ins Leben – die sogenannten „Returners“ haben sich auf der ganzen Welt ausgebreitet. Nur wenigen Überlebenden gelang die Flucht aus diesem Wahnsinn. Sie sind in abgelegenden Gegenden untergetaucht, denn die Städte wurden komplett von den Returners besetzt. Es gibt nur eine Person, die sich noch in die Städte traut: Der Undertaker. Ein dunkler Held, kampferprobt und gerüstet für die Welt nach der Apokalypse, startet seinen ganz persönlichen Rachefeldzug.

BastitheEnd

Filmfan, Autor dieser Seite.

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