Angriff der Lederhosenzombies

Angriff der Lederhosenzombies

Angriff der Lederhosenzombies ist ein Zombiefilm aus Österreich.

Zombies gehören zu den beliebtesten Horrorfiguren und der Zombiefilm ist ein Subgenre was einfach nicht tot zu kriegen ist. Dabei wirkt das Genre aber selbst etwas Blutleer, es scheint als hätte man alles gesehen und man zitiert sich immer wieder. Dazu gibt es mit The Walking Dead eine Serie die das wöchentlich zeigt. So ist es wohl fraglich ob ein neuer Zombiefilm noch etwas beitragen kann. So hat es ein Film wie Angriff der Lederhosenzombies von Anfang schwer. Denn selbst wenn das Setting etwas neues ist, so müssen auch andere Dinge stimmen.

Die Handlung wirkt fast so, als ob man sehr viele Zombiefilme zitiert. Das geht mit der grünen Flüssigkeit los, welche das ganze auslöst. Hier schwingt wohl etwas Return of the Living Dead und Re-Animator mit. Doch auf der Skihütte geht es dann bald los, jedenfalls denkt man das als Zuschauer. Doch man konzentriert sich mehr auf die Charaktere die noch nicht zum Zombie geworden sind und haut Humor ein. Dabei fällt aber auf, das dies zwar eine nette Idee ist, doch nicht immer funktioniert das. So fängt die Gruppe an ums überleben zu kämpfen.

Man merkt deutlich, das Regisseur Dominik Hartl ein Fan von Shaun of the Dead ist. Denn der Humor und auch wie der Film in Szene gesetzt ist, erinnert stark an die britische Zombiekomödie. Dazu kommt natürlich auch andere Einflüsse und der Metahumor ist wahrscheinlich schon Standard für einen modernen Zombiefilm. Das den Figuren im Film bewusst ist, das es andere Zombiefilme gibt und was die Figuren dort in der selben Lage wohl machen würden.

Sympathische Charaktere sind wichtig!

Es kommt natürlich darauf an, was für einen Zombiefilmman drehen will und was am Ende der Zuschauer empfinden soll. Bei Angriff der Lederhosenzombies soll der Zuschauer die Charaktere mögen. Doch genau dies macht der Film dann doch schwer. Zwar hat man ein paar Figuren die sympathisch sind und man nicht hofft das sie sterben. Dennoch sind sie einem egal. Zu wenig erfährt man über sie und sie entwickeln sich kaum weiter. Zwar wird immer wieder etwas angedeutet. Am Ende sind es aber nur Personen die gerade vor Ort waren.

So Trotte die Gruppe durch den Zombieausbruch und irgendwie wird auch nicht ein funken Gefahr versprüht. Es wirkt nie wirklich bedrohlich. Natürlich muss es das auch nicht, denn Angriff der Lederhosenzombies ist auch mehr eine Komödie, als ein knallharter Survival Zombie Horrorfilm. Dennoch würde dem Film mehr Spannung gut tun. Denn die Charaktere tragen kaum den Film und man hat das Gefühl, das es ihnen auch egal ist was gerade passiert.

So bekommt man als Zuschauer also immer wieder halbgar Charaktere serviert. Die zwar etwas sympathisch sind, manchmal aber nerven können und irgendwie will der Funke nicht immer übergreifen. Am Ende sind sie einem Egal und was mit ihnen passiert. Zwar sind es keine modernen Poserkiddies und man hofft das sie sterben. Dennoch ist ihr Ableben auch egal.

Zombies als Metapher für Schnapsleichen

Der Apres-Ski eine Art Ballermann für den Winter, Menschen feiern auf Hütten und trinken. Am Ende torkeln sie wie Zombies durch die Gegend. Was liegt also näher die Zombies in Angriff der Lederhosenzombies als Metapher dafür zu nehmen. Genau das tut Regisseur Dominik Hartl. Doch nicht immer fällt es so auf. Dabei ist man stehst bemüht das irgendwie ein zu bauen in den Film. Sei es mit der Musik worauf die Zombies reagieren. Auf belanglosen Schlager, das ist das einzige was sie ruhig stellt. Hier merkt man deutlich die Kritik an diese Personen. Es gehört auch zum Humor des Films, der zwar nicht immer funktioniert. Doch diese Form der Sozialkritik funktioniert gut.

Natürlich sind die Zombies alle in Skioutfits oder Trachten, denn wir beifnden uns auf einem Berg. Dazu ist noch letzter Tag der Saison. So kommt einiges zusammen bei Angriff der Lederhosenzombies. Dabei sind es erstaunlich wenig Menschen, die man sieht. Es wirkt fast wie ausgestorben. Scheinbar ist dieser Ort nicht so gut besucht und der Zombie ausbruch, wirkt dadurch auch etwas Harmloser. Denn stark ausbreiten tut er sich im Verlauf des Films nicht. Es spielt sich alles auf dem Berg ab.

Effekte und irgendwie hat man sich mehr erhofft.

Zugegeben bei einem Zombiefilm erwartet man eigentlich immer das es blutig und brutal wird. Außer der Film gehört zu den PG-13 Zombiefilmen oder es ist wie Undertaker, eine Sinnbild für die Einsamkeit und das wir Menschen langsam zu Zombies werden. Doch Angriff der Lederhosenzombies ist nichts davon. Es ist eine Zombiekomödie und bietet einige härten. Dennoch hätte man mehr erwartet, denn der Film teast es an um nur dann zu enttäuschen. Das kann natürlich auch absicht sein und man spielt mit dem Zuschauer und hat sich bewusst dagegen entschieden.

Die Effekte die es in dem Film gibt, sind daüfr wirklich gut gemacht und alles ist Handgemacht. Es gibt aber ein paar Ausnahmen, eine Montage, wo zwei Charaktere mit Snowboard durch das Bild fliegen, gibt es ein paar digitale Blutspritzer. Die Szene ist auch recht lustig, weil die Musik, ein Walzer (An der schönen blauen Donau) den auch schon Kubrik für 2001 nutzte, das ganze ins Absurde zieht und man eine Stereotypische Dinge ins Bild wirft.

So bekommt man als Zuschauer ein paar wirklich gute und harte Effekte geliefert am Ende ist man dennoch enttäuscht. Es fehlt irgendwie eine Szene wo ein paar mehr Zombies getötet werden. Das enttäuscht etwas. Dennoch gibt es genug kreative Kills, denn man nutzt alles was es so auf einem Berg gibt wo Ski gefahren wird.

Angriff der Lederhosenzombies sieht echt gut aus.

Eins haben die Östtereicher den deutschen immer voraus, ihre aktuellen Filme sind immer besser gefilmt. Es gibt zwar auch ausnahmen. Dennoch hat Angriff der Lederhosenzombies optisch ein sehr hohes Niveau und wird gut produziert. Es sieht nicht billig aus und die Kameraarbeit und der Schnitt sind wirklich gut. Hier kann der Film wirklich punkten. Es gibt tolle Landschaftsaufnahmen und auch der Anfang mit der Abfahrt  vermittelt Action. Hier merkt man das fähige Leute am Werk waren.

Auch der Sountrack funktioniert gut. So gibt es eine Mischung aus Synthiesounds die perfekt zu dem Zombiesetting passen. Es gibt aber auch stellen da wirkt die Musik wie aus den 80ern und ist in einer typischen Komödie aus dem Jahrzehnt.

FAZIT:

Angriff der Lederhosenzombies ist einer der besseren modernen Zombiefilme. Er kann durchaus unterhalten und bietet ein paar nette Splattereffekte. Am Ende fehlt es ihm aber an Handlung und Spannung.Dazu sind die Charaktere zwar nicht nervig, dennoch sind sie einem Egal. Dafür sieht der Film wirklich gut aus und der Soundtrack kann auch überzeugen.

  • 6/10
    Handlung - 6/10
  • 8/10
    Schauspiel - 8/10
  • 8/10
    Regie - 8/10
  • 8/10
    Effekte - 8/10
  • 6/10
    Unterhaltung - 6/10
  • 5/10
    Spannung - 5/10
6.8/10
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Handlung:

Als wahres Wundermittel preist der geldgeile Hotelier Franz (Karl Fischer) dem Investor Chekov (Kari Rakkola) das Solanum +10 , seine Allzweckwaffe für Immerschnee, an, kurz bevor dem Russen die grüne Wunderbrühe ins kantige Gesicht spritzt. Schnell schlägt seine Haut Pusteln, während das Reden zum Grunzen verkommt. In Ritas Gaudihütte fällt solch exzentrisches Verhalten am letzten (Sauf-)Tag der Saison aber kaum auf: In der rustikalen Stub n stranden auch drei Profi-Snowboarder, die gerade einen lukrativen Sponsoring-Deal in den Sand gesetzt haben, und während die Bierseligen auf der Tanzfläche zu Dödelschlagern schunkeln, mischt sich der inzwischen untote Russe Chekov unter sie und verwandelt die Schnapsleichen in Zombies. Auf dem Berg ist bald die Hölle los: Gemeinsam müssen die Anwesenden einen Ausweg aus der Zombie-Apokalypse finden und dazu sind ihnen alle Waffen, von Bierbänken über Snowboards bis hin zu Schneefräsen, recht!

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