Groper Train – Der Grapscher-Zug

Groper Train ein Pinku Eiga aus den 1980ern.

Der Pinku Eiga ein rein japanisches Genre und war hier auf der Seite schon ein paar Mal Thema (Twilight Dinner, Tsugumi, Guts of a Virgin, Guts of a Beauty). Dabei stellt man fest, jeder Film ist anders und es gibt keine festen Konventionen für das Genre, außer das Sex ein großer Bestandteil des Films ist. Bei Groper Train hat man es mit eine Art Krimi zu tun, der dabei aber auch andere Filme parodiert. Dabei merkt man aber auch sehr deutlich aus welchem Jahrzehnt der Film ist. Denn die 80er Jahre sind überall zu sehen.

Die Handlung dreht sich um einen Ring, an diesem ist die Black Pearl, die größte Perle der Welt. Diese verschwand 1929 in China, ein japanischer Soldat nahm sie an sich. 1984 in Tokyo der Soldat ist nun ein alter Mann und hat eine junge Ehefrau. Doch er liegt im Sterben bei seinem letzten sexuellen Akt mit seiner Frau stirbt er. Kurz davor sagt er ihr noch wo die Black Pearl ist. Er deutet auf einem Muschi abdruckt. Doch die Inhaberin fehlt. So wird der Privatdetektiv Kuroda angagiert um die Dame zu finden.

Das die Handlung von Groper Train an Citizen Kane erinnert,ist wahrscheinlich kein Zufall. Denn es gibt ja den Mythos das die Person auf die Kane basiert, die Möse seiner Freundin Rosebud nannte. So ist es hier bei Groper Train die logische weiter Entwicklung. Das man hier nach einem Muschi Abdruck sucht. Auch wenn am Ende nach einigen Wendungen alles anders ist. So wie bei der Vorlage. Dennoch ist der Pinku natürlich anders als das Meisterwerk von Orson Wells. Dennoch kann man die Parallelen zu dem Film nicht verneinen.

Krimi trifftauf Pinku in Groper Train

Würde man den Sex aus Groper Train schneiden, so hätte man einen Krimi, dabei wär die Handlung auf einem sehr durchschnittlichen TV-Krimi der im Vorabendprogramm der öffentlich Rechtlichen laufen könnte. Bedenkt man aber das er von 1984 ist, so ist das Niveau doch gut und manches erinnert an Serien wie Columbo. So ist Kuroda doch eher trottelig und braucht etwas um alles zu begreifen. Dennoch löst er den Fall. Egal wie unmöglich das ganze am Anfang doch erschien. Dabei verkommt das ganze aber nie zur Nebensache und man will den Sex nicht in der Vordergrund rücken.

Dennoch ist für uns als Zuschauer das Rätsel nach ein paar Minuten gelöst, wo sich die Black Pearl befindet. Das könnte auch an der Kamera liegen, welche uns einen Hinweis liefert. Dabei ist das dann doch egal. Es gibt auch bald zwei Morde die auch gelöst werden müssen. Dazu kommt auch noch ein paar andere Dinge, welche für etwas Spannung sorgen. Wie das Brechen der Metaebene und eine Figur spricht zu uns und erklärt uns was gerade passiert ist. Es zeigt sich mal wieder, dass der Pinku Eiga mehr ist als nur Ficken.

Natürlich gibt es auch Sex in dem Film und man deckt so einiges ab. Dabei ist aber deutlich, das man in den 80ern noch etwas Harmloser war, als andere Pinku Eigas, die Jahre später folgen. Dabei fällt aber auch auf. Das man hier Sex auch manchmal einsetzt um die Handlung voran zu bringen, vor allem im Finale, wenn man Flashdance parodiert, dann hat das alles sogar einen Sinn. Der kurze Zeit später erklärt wird.

Sex, Sex, Fetisch

In Groper Train dreht es sich alles darum einem Muschi Abdruck zu finden. Dabei bewegt man sich in der U-Bahn von Tokyo. So kommt hier das grabschen zum Einsatz. Frauen wird unter den Rock gefasst und man befummelt sie. Was natürlich im echten Leben eine Straftat wär. Dennoch kommt dies in Japan öfters vor und es gibt sogar Bordelle die diesen Fetisch bedienen mit extra Räumen. Im Film selbst ist das immer wieder Thema. Schon der Vorspann zeigt es, wie eine Frau befummelt wird, dabei gibt es groß aufnahmen von ihrem Höschen und eine Hand tastet sich langsam vor und streichelt sie. Dann wird es heftiger und der Mann kommt auch zum Orgasmus.

Die Szenen im Zug kommen im ganzen Film drin vor, dabei setzt man auch auf Humor. Vor allem wenn Kuroda ermittelt. Mit seinem eigenwilligen Outfit und Atemmaske macht er sich auf die Suche. Dabei gibt es auch Fäkalhumor. So gibt es einen witz zu einem feuchten Furz und auch Menstruation ist dabei. Das passt perfekt zu einer Sexkomödie und auch in den Kontext des Films passt es. Ansonsten bietet Groper Train auch normale Sex Szenen. Obwohl eine Vergewaltigung dabei ist, wo man wieder sehr kontrovers ist oder es ist wieder typisch japanisch und die Frau tut nur so als ob sie es nicht will. Dennoch eine Szene über die man diskutieren kann.

Ausgerwöhnliche Kameraeinstellungen und wie filmt man eigentlich Sex.

Wie filmt man eine Sexszene? Das ist eine Frage die viele Filme versuchen zu beantworten. Es gibt soviele Arten und wie es wirken soll. Natürlich soll es meist stimulierend und erregend wirken. Dabei kann man natürlich auch nur den Akt an sich Filmen und zwei nackte Menschen zeigen. Bei Groper Train gibt es neben den Fetisch Szenen und die Schlüpfer aufnahmen auch ganz normale Sexszenen. Diese sind auch ansprechenden gefilmt, obwohl man natürlich merkt das man in Japan den Schambereich nicht zeigen darf oder man will es nicht. In diesem Fall lotet man die Grenzen nicht aus.

Dafür bietet Groper Train ein paar sehr interessante Aufnahmen. So sieht man Oralsex aus dem inneren der Vagina heraus. Das wirkt vielleicht etwas billig gedreht, ist aber ein eine interessante Idee und erinnert an andere Filme, wo man versucht hat abgefahrene Kameraeinstellungen zu finden. Eine ähnliche Aufnahme gibt es im Finale noch einmal, nur kommt hier ein Finger zum Einsatz. Das ganze ist mit der Szene davor verbunden. Wo man Flashdance parodiert und es schafft, das getanze und das Outfit noch erotischer darzustellen.

FAZIT:

Groper Train ist ein unterhaltsamer Pinku Eiga, der wohl einen auf Citizen Kane macht und dabei auch andere Filme parodiert. Die Mischung aus Krimi, Komödie und nackter Haut funktioniert gut. Dabei  bekommt man auch ein paar interessante Kamera Einstellungen zu Gesicht. Dennoch hat der Film auch seine schwächen und ist manchmal etwas Spannungsarm und vor allem am Anfang kommen zu viele Sexszenen kurz nach einander, so das die Handlung hier doch etwas in den Hintergrund gerückt wird.

  • 5/10
    Handlung - 5/10
  • 7/10
    Schauspiel - 7/10
  • 8/10
    Regie - 8/10
  • 7/10
    Erotik - 7/10
  • 6/10
    Unterhaltung - 6/10
  • 5/10
    Spannung - 5/10
6.3/10
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Handlung:

1934 verschwindet die größte Perle der Welt, die legendäre Black Pearl, während Japans militärischer Besetzung der Mandschurei.

50 Jahre später: Kurz vor seinem Tod verrät der ehemalige Soldat Gohei seiner jungen Frau Matsuko, dass er das Versteck der Black Pearl kenne. “Muschi Abdruck”, sind Goheis letzte Worte, während er mit dem Finger auf ein Bild an der Wand deutet, das den Abdruck einer Vagina zeigt. Matsuko folgert sofort: Die unbekannte Frau, die die intime Druckvorlage lieferte, ist der Schlüssel zum Versteck der Black Pearl! Also engagiert Matsuko den Meisterdetektiv Kuroda, der sich eifrig an die Arbeit macht. Um die unbekannte Muschi zu finden, begibt er sich in die öffentlichen Verkehrsmittel Tokios. Im dichten Gedränge der Rush Hour gilt es, durch geschicktes Grapschen möglichst viele Muschi Abdrücke zu sammeln…

BastitheEnd

Filmfan, Autor dieser Seite.

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