31

31 – A Rob Zombie Film

Rob Zombie gehört zu den kontroversesten modernen Regisseure, eckt er mit seinen Werken immer wieder an. Zu Brutal, zu Anders und niemals das selbe. Dazu drehte er auch noch das Remake zu Halloween und wollte damit auch andere Wege gehen. Kam natürlich bei den Fans nicht so besonders an. Danach kam mit Lords of Salem sein Horrorfilm zum Thema Hexen, auch hier war alles anders. Doch danach klappte es nicht mehr so mit den Filmen. Denn er bekam kein Geld von den Studios für seine Projekte. Doch wir leben in einer Zeit wo man mit hilfe von Cforwfunding seinen Film finanzieren kann. So wand er sich an seine Fans und bekam genug Geld zusammen um seinen Film 31 zu drehen. Ein Horrorfilm, der wieder einmal anders ist.

Die Handlung von 31 ist eine Mischung aus The Hunger Gamers und The Purge. Eine Gruppe von Schaustellern wird entführt und muss 13 Stunden lang ums überleben kämpfen. Dabei haben sie es mit psychopathischen Clowns zu tun. Die Handlung von dem Film scheint auf dem ersten Blick anders zu sein. Dennoch merkt man schnell, das man es hier wohl einen wilden Mix aus bekannten Filmen hat. Das stört am Ende weniger. Denn Rob Zombie schafft es Spannung auf zu bauen.

Interessant wird es bei 31 immer wenn neue Killerclowns auftauchen, denn hier steckte Rob Zombie viel liebe ins Detail. Denn bei den Hauptcharakteren tat er dies nicht. Zwar sind die sympathisch und man lässt sich viel Zeit für die Einführung, doch kommt es dann zu dem Spiel, so wirken viele doch am Anfang eher so als wären sie da und das zieht sich leider durch den ganzen Film. Natürlich darf seine Ehefrau Sheri Moon Zombie wieder glänzen als Finale Girl.

Charaktere, Clowns und ist das typisch Rob Zombie?

Was ist eigentlich typisch Rob Zombie? Der Musiker der mit Haus der 1000 Leichen sein Debütfilm ablieferte und einen harten und fiesen Horrorfilme dem Publikum vorwarf. Danach folgte ein Sequel,was aber mehr ein Roadmovie war, was auf dem Terrorfilm trifft. Doch eins fällt auf auch hier war Sheri Moon Zombie in einer Hauptrolle zu sehen und das zieht sich durch seine Filme. Seine Ehefrau ist auch immer wieder dabei. Dazu auch der Look und die 70er Jahre sind wichtig. Das andere ist immer der Genremix, bei Rob Zombie kann immer alles passieren und das ist auch bei 31 der Fall.

Was auch typisch für Rob Zombie ist, seine Charaktere, denn die guten sind niemals so gut gezeichnet wie die Bösen. Bei 31 sind auch die Killer Clowns am interessantesten und die eigentlich Helden des Films sind zwar da und bekommen etwas Story. Doch wenn einer das Zeitliche segnet, so ist es einem als Zuschauer egal. Man will eigentlich mehr über die Bösen wissen, vor allem auch was noch mehr hinter dem 31 steckt. Hier macht Zombie viel richtig, denn er baut einen Mythos auf, der eigentlich gengu Stoff liefert, für ein paar weitere Filme.

Doch als Zuschauer soll man natürlich mit den Hauptcharakterne mitfiebern, ob sie überleben. Das ganze ist bei 31 immer sehr gemischt. So steht klar Sheri Moon Zombie im Mittelpunkt und wird als Finale Girl aufgebaut. Davon weicht der Film auch nicht ab und somit sind alle anderen Charaktere zwar da und man lernt sie etwas kennen. Dennoch sind sie einem am Ende egal. Ihr überlebenskampf funktioniert nur bedingt. Dennoch schafft es der Film immer wieder Spannung aufzubauen.

Die 70er mal wieder

Rob Zombie hat einige filmische Vorlieben, das eine wär der Film Nosferatu, welcher bei 31 auch kurz zusehen ist. Das andere wärn die 70ern, Großteil seiner Filme spielt auch in diesem Jahrzehnt, oder fängt dort an. Es gibt natürlich ausnahmen. Doch auch 31 spielt in den 1970ern und das merkt man wieder sehr deutlich. Obwohl der Look  dieses mal doch etwas anders ist. Man merkt immer wieder deutlich das 31 Digital gedreht worden ist.

Auch sonst gibt es überall die 70er, die Musik und die Outfits. Man merkt das Rob Zombie hier viel liebe ins Detail gesteckt hat. Es macht natürlich auch Sinn einen Film wie 31 in die 1970er zu spielen lassen. In der modernen Zeit mit Smartphones würde so ein Film weniger funktionieren. So ist die Lage noch aussichtsloser und das tut der Spannung und Atmosphäre gut.

Clowns töten und sind abgefahren

Die Clowns in Rob Zombies 31 sind das böse und das zeigt schon der erste. Denn das ist ein Zwerg, der spanisch spricht und in Nazioutfit herumläuft. Also wenn man provozieren will, so ist es hier gelungen, obwohl das alles natürlich sehr absurd ist. Doch zeigt er deutlich in welche Richtung es gehen wird. Dabei wird auch deutlich, 31 zeigt seine Liebe für den Exploitationsfilm. Die nächsten Clowns erinneren dann eher an Texas Chainsaw Massacre 2 und den Wahnsinn den Tobe Hooper damals produziert hatte. Doch Rob Zombie hält auch drauf und so kommen hier ein paar harte Szene zum Einsatz.

Auch die Clowns die Sex und tot darstellen sind ein unglaublicher Kontrast. Sex ist eine kleine hübsche Frau und tot ist eine Hüne der deutsch spricht. Man merkt hier also wirklich sehr deutlich, dass Rob Zombie bei den Bösen alles abfeuert was nur geht. Es passieren dinge, die man nicht erwartet hätte. Dennoch dauert es bis die Clowns auftauchen.

Dau kommt auch noch der Leiter der Spiele, welcher immer wieder die Wettquoten einsetzt und sich über die Charaktere unterhält. Das wirkt am Anfang etwas befremdlich, denn es ist eine andere Ebene, fast so als ob der Zuschauer hier sich über den Film unterhält und darüber rätselt wer am Ende überleben wird.

FAZIT:

31 zeigt das Rob Zombie auch unabhängig von Studios einen Film produzieren kann. Dabei zeigt er was er kann und bleibt seiner Linie treu. Obwohl er eigentlich keinen Horrorfilm mehr drehen wollte. Dabei wirkt der Film aber wie ein Mix aus The Hunger Games und The Purge, die sich in den 70er treffen und zu einem Exploitationsfilm gemacht werden.

  • 6/10
    Handlung - 6/10
  • 8/10
    Schauspiel - 8/10
  • 8/10
    Regie - 8/10
  • 7/10
    Spannung - 7/10
  • 8/10
    Atmosphäre - 8/10
7.4/10
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Handlung:

1976: In der Nacht vor Halloween werden fünf abgebrannte Jahrmarkts-Mitarbeiter von einer Bande sadistischer und spielsüchtiger Hinterwäldler entführt und zu einem mysteriösen, schrecklichen Ort gebracht: der “Murder World“. Dort haben sie 12 Stunden Zeit, ein mörderisches Spiel namens “31“ zu überleben. Eine Gruppe von Psychopathen alle als Clowns maskiert – wird auf sie gehetzt und hat nur eine Aufgabe: die fünf Gefangenen zu töten. Das Spiel kennt keine Regeln, was zählt, ist der pure tierische Überlebensinstinkt. Wer bis um Punkt Mitternacht überlebt, ist frei. Das ist 31. Lasset das Spiel beginnen!

 

BastitheEnd

Filmfan, Autor dieser Seite.

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