The Doll House

In The Doll House treffen Pinku Eiga und J-Horror aufeinander.

Der Pinku Eiga ein rein japanisches Genre, hier ist alles möglich, wie andere Reviews immer wieder zeigen (Groper Train, Tsugumi, Twilight Dinner). Anfang der 200er war international der japanische Horrorfilm total angesagt. Dank des US Remakes von Ringu. Eine andere Art von Horror eroberte die Herzen der Filmfans auf der ganzen Welt. Ruhig, mit viel Atmosphäre und am Ende gab es einen großen Schockmoment und einige Wendungen. Das war das Konzept des J-Horrors. Natürlich kann man dies auch in einem Pinku Eiga verpacken, jedenfalls versucht man es. Einer dieser Versuche ist The Doll House.

Die Handlung dreht sich um ein Paar was in ein neues Haus einzieht. Doch irgendwas stimmt nicht. Während der Mann sich immer mehr verändert, sieht die Frau einen Geist im Haus. Dazu ist da die unheimliche Puppe. Man merkt schnell, die Handlung von The Doll Housr ist etwas dünn. So zieht der Film viele Szenen in die länge und hier funktioniert, das langsame Tempo nicht wirklich. Denn man merkt deutlich, dass die Macher hier immer wieder versuchen Sex einzubauen und am Ende ist die eigentliche Handlung egal. Denn man setzt auf die typischen Elemente eines J-Horrorfilms.

Als Zuschauer bekommt man also zwei Charaktere serviert, der Mann wirkt immer sehr teilnahmslos, was auch an seiner Besessenheit liegt. Dennoch ist er eine Figur von der wir am meisten Erfahren und dennoch nutzt man seine Situation und was in seiner Vergangenheit passiert ist nicht. So erfahren wir nur bruchteilhaft was vorgefallen ist. Dazu kommt das die Hintergrundgeschichte des Hauses und der Puppe auch kaum erklärt wird. Das unbekannte funktioniert hier aber nicht wirklich.

Horror und Sex passen doch zusammen oder?

In Horrorfilmen gibt es auch immer wieder etwas Sex. Thanatos und Eros gehen gern Hand in Hand in der Genrefilm Welt. Denn es befriedigt auch die gelüste des Publikums. Auf der anderen Seite kann man es auch für die Moralkeule nutzen, wie in einem Slasher. Sex kann aber auch ein Akt der Befreiung sein, der Höhepunkt kann auch gleichzeitig der Höhepunkt in einem Mord sein. So kann man beide Elemente gut miteinander verbinden. Doch bei The Doll House will beides nicht so fruchten.

Man nutzt im Film zwar immer wieder ein paar kurze Momente des Schocks im Sex um etwas Horror zu erzeugen. Doch so richtig funktioniert das nicht. So ist es weder gruselig noch erotisch. Es wirkt schon mehr befremdlich, weil man nicht genau weiß was das soll. Ist der Geist vielleicht nur etwas notgeil und schaut dem Paar beim Sex zu um Freude zu haben oder soll er erschrecken? Manchmal wirken diese Szenen auch wie aus eine Parodie. So ist The Doll House in diesem Moment eher wie Scary Movie als Ringu.

Man nutzt die erste Sexszene auch um uns Arthur näher zu bringen. Seine Freundin erzählt uns aus dem Off etwas mehr über ihn und was passiert ist. Ein Stilmittel was nur in dieser Szene vorkommt und dann nie wieder genutzt wird. So  baut man etwas Hoffnung auf, dass The Doll House wie andere Pinku Eigas eine unkonventionellen Weg gehen wird. Doch weder beim Sex oder beim Horror passiert was außergewöhnliches.

Das Problem mit den Hauptcharakteren

Der Mann, der Arthur heißt ist eine unsere Hauptfiguren und er läuft viel durch dem Film oder wartet. Dann hat er auch noch Sex und das nicht nur mit seiner Freundin. Denn er wartet noch auf die Scheidung, dabei er auch gern mal Sex mit anderen Frauen. Wahrscheinlich hier schon getrieben von der Puppe oder dem Geist des Hauses. Vögelt er sich durch den Film. Das macht ihn aber nicht wirklich sympathisch, weil er so teilnahmslos ist und irgendwie nur da ist und langsam wahnsinniger wird. Das aber so das man als Zuschauer kein Interesse daran hat.

Da wär da noch seine Freundin, die manchmal auch einfach nicht da ist, immer wenn Arthur fremdgeht im Haus. Sie hört immer wieder etwas und sieht was. Zugegeben sie hat eine der besten Szenen im Film, die dann auch etwas Horror zeigen. Doch sonst ist sie auch nur da um etwas zu bemerken. Dabei wissen wir über sie nicht viel, nur das was sie uns im off erzählt hat.

Da wär natürlich noch das Haus und der Geist, doch hier wird einem nicht wirklich was erklärt. Was auch etwas Gutes sein kann. Doch es kommt keine Stimmung von dem unbekannten und am Ende ist man genauso schlau wie am Anfang. So ist die letzte Wendung im Film, sehr vorhersehbar und sehr typisch für den J-Horror und es funktioniert einfach nicht, weil wir nichts über den Mythos wissen, nur das der Mann gern Sex hat.

Druschnitt und nix besonderes bei der Cinemathographie.

Bei Pinku Eiga kann alles passieren und auch bei der Cinematographie kann alles passieren. Dabei merkt man natürlich immer wieder,wie sehr man versucht die Zensurbestimmung in Japan zu umschiffen. Das zeigen von Schamhaar ist nicht erlaubt im Film, jedenfalls war es das mal. Es gibt ja immer wieder Filme die es dennoch tun. Doch der Schambereich wird dann gern auch mal zensiert. Das ist bei The Doll House nicht der Fall. Denn man geht hier auf Nummer sicher, obwohl es eine kurze Szene gibt, man die Frau auch von vorne sehen kann.

Doch der Sex im Film ist normal gefilmt, es gibt keine interessanten Kameraeinstellungen oder sonstige kreative Ideen. Auch wirkt das alles meist nicht erotisch oder anregend, wenn sich in The Doll House gepaart wird. So bekommt man sehr durchschnittliche Dinge zu sehen. Man setzt auf ruhige und langsame Bilder. Manchmal ist dass aber zu wenig,weil nichts passiert und man so in auch die Langweile der Personen zeigt. Das kann natürlich auch ein Stilmittel sein und auch etwas bewirken. Doch im Fall von The Doll House funktioniert es einfach nicht.

FAZIT:

The Doll House versucht Pinku Eiga mit J-Horror zumischen, was auf dem Papier nach einer interessanten Idee klingt, ist am Ende eine Enttäuschung.  Denn nichts funktioniert so wirklich und der Sex ist auch uninteressant. Der Horror ist kaum vorhanden und man erfährt zu wenig um Spannung aufzubauen.

  • 4/10
    Handlung - 4/10
  • 6/10
    Schauspiel - 6/10
  • 6/10
    Regie - 6/10
  • 5/10
    Erotik - 5/10
  • 3/10
    Spannung - 3/10
  • 3/10
    Atmosphäre - 3/10
4.5/10
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Handlung:

Kurz nach dem Einzug in ihr neues Haus bemerken Yoko und Arthur dort bizarre und unheimliche Geschehnisse. Vor allem beim Sex fühlt sich das Paar heimlich beobachtet. Aber von wem? Yoko ist überzeugt, dass sich ein Geist in dem Gebäude versteckt. Sie engagiert einen Detektiv. Dieser findet bald heraus, dass das Haus eine grauenvolle Vergangenheit besitzt…

BastitheEnd

Filmfan, Autor dieser Seite.

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