Sweet Prudence und die erotischen Abenteuer des Bigfoot

Sweet Prudence und die erotischen Abenteuer des Bigfoot

Sweet Prudence und die erotischen Abenteuer des Bigfoot lässt die Softcore Filme der 90er wieder aufleben.

Wer in den 90ern groß geworden ist, kennt die Softerotikfilm noch die auf ProSieben, Vox oder RTL 2 in der Nacht liefen. Es waren moderne Produktionen und nicht die typischen Sexploitationsfilme aus den 70ern. Alles war darauf angelegt ein paar nackte Frauen zu zeigen, der Sex war immer gestellt und es gab eine unterhaltsame Handlung. Dabei legt man aber auch nie wirklich Wert auf gutes Schauspiel, viele waren billig produziert und am Ende war dies auch egal. 2011 schuf Regisseur William Burke mit Sweet Prudence und die erotischen Abenteuer des Bigfoot einen Film der genau an diese Zeit erinnert. Dabei zeigt der Film auch sehr deutlich, das für diese Art von Produktion immer noch Platz ist in der Filmsammlung.

Die Handlung von Sweet Prudence und die erotischen Abenteuer des Bigfoot ist so Banal und dennoch funktioniert sie, obwohl viele Teile nur da sind, damit man eine Sexszene einbauen kann. Doch es geht um Bigfoot der wird in der Nähe eines Resorts gesehen und so macht sich Prudence samt Freundin und Freund auf Bigfoot zu finden. Denn sie will ihren Abschluß machen und dazu braucht sie ein Foto von dem mystischen Wesen. Man merkt sehr schnell, die Handlung ist nicht wirklich die Beste und macht daraus aber auch keinen hel. Denn immer wieder erinnert uns Sweet Prudence und die erotischen Abenteuer des Bigfoot daran das es nur ein Film ist. Dabei versucht man dennoch die Charaktere einzuführen und ihnen etwas Tiefe zu verleihen. So ist Prudence interessanter als mancher Hollywood Blockbuster Charakter.

Die Kunst der Softsex Handlung

Ähnlich wie beim Sexploitationsfilm hat sein Nachfolger der Softsexfilm nur eins im Sinn, die Bedürfnisse des meist männlichen Zuschauer zu befriedigen. Anders als im Porno legt man hier nicht so viel Wert auf explizite Details, sondern auch auf eine Handlung, die versucht irgendwie zu erklären warum jemand gerade Sex hat. Das funktioniert natürlich immer nur bedingt und je nachdem wie kreativ der Drehbuchautor war. Bei Sweet Prudence und die erotischen Abenteuer des Bigfoot hat man es zwar versucht, doch manche Sexszene wirkt doch zu aufgesetzt und es macht keinen Sinn war sie nun passiert. Dabei geht man aber mit dem Genre auch anders um als seine Vertreter.

Denn der Film nimmt sich nicht so ernst, das geht schon bei der Rückblende los, welche in Schottland spielen soll. Hier in den Texteinblendungen macht man sich auch darüber lustig, das die Gegend genauso aussieht wie das restliche Setting des Films, denn es kommt nach Schottland, die Einblendung, Wirklich und darauf die Frage warum sie lügen sollten? Die Antwort wär, es ist ein Film und meist spielt ein Film nie da wo er gedreht wird. Es ist ein netter Gag der aber auch zeigt, das sich Sweet Prudence und die erotischen Abenteuer des Bigfoot nicht ernst nimmt und nur unterhalten will.

Die Handlung des Films ist dabei natürlich sehr einfach gestrickt, obwohl die Wendung am Ende rund um Bigfoot, doch gelungen ist. Dabei spielt das Monster natürlich nur eine kleine Nebenrolle und es geht mehr darum wie man Menschen zeigen kann, wie sie kopulieren. Dennoch ist die Story von Sweet Prudence und die erotischen Abenteuer des Bigfoot da und liefert ab. Auch wenn es natürlich keine Handlung ist, die irgendwas von dem Zuschauer verlangt. Selbst wenn man den Raum verlässt und nach fünf Minuten wieder kommt, so verpasst man vielleicht eine Sexszene.

Das Schauspiel und die Nackheit

Es ist natürlich klar, das keiner der Darsteller in Sweet Prudence und die erotischen Abenteuer des Bigfoot irgendwo wirklich Talent für sein Fach hat, so wirken viele Reaktionen sehr gestellt und man erkennt das manche echt noch nie geschauspielert haben vorher. Doch auch das macht den Charm des Films aus, wenn Angie Bates als Prudence so tut als wär sie auch Schockiert und hätte keine Ahnung und niemand im echten Leben würde ihr das abkaufen. Dabei verkörpert sie das naive Blondchen aber perfekt, durch ihr fehlendes Schauspieltalent.

Auch die anderen Schauspieler im Film versuchen ihr bestes und für das was sie machen, ist es gelungen. Es ist zwar nie wirklich überzeugend und man sieht auch bei den Sexszenen, dass diese immer wieder gestellt sind. Dafür gibt es durch die Kameraeinstellung ab und an etwas mehr zu sehen, als in anderen Softcore Filmen, es ist aber noch weit entfernt von einem Tinto Brass Film. Dafür bietet Sweet Prudence und die erotischen Abenteuer des Bigfoot sehr viel Nachtkeit und man wird in diesem Bereich gut unterhalten.

FAZIT:

Sweet Prudence und die erotischen Abenteuer des Bigfoot ist ein unterhalsamer Softcore Film. Der auch mit seiner Handlung punkten kann und auch etwas Retrocharm verspürht, weil man solche Filme seltener sieht. Dabei gibt es natürlich auch viel Sex und manchmal wirkt das doch zu aufgesetzt, dennoch funktioniert das gut und auch der Humor im Film kann überzeugen.

  • 5/10
    Handlung - 5/10
  • 5/10
    Schauspiel - 5/10
  • 7/10
    Regie - 7/10
  • 7/10
    Erotik - 7/10
  • 7/10
    Unterhaltung - 7/10
6.2/10

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Handlung:

Im idyllischen Cottontail Feriencamp ist die Hölle los, seitdem das mysteriöse Bigfoot Monster dort gesichtet wurde. Ausgerechnet beim nächtlichen Nacktbaden im See wurden zwei hübsche Girls von dem haarigen Riesen überrascht. Zwar verschwand die mysteriöse Kreatur sofort wieder im Wald, aber der Auftritt hat dennoch für gewaltige Schlagzeilen gesorgt. Die attraktive Kryptozoologie-Studentin Prudence will das Geheimnis des Bigfoot lüften. Gemeinsam mit ihrer besten Freundin Veruca und ihrem Kumpel Mike quartiert sie sich im Cottontail Camp ein, wo das Konzept der „freien Liebe“ gepflegt wird. Schon bald werden Prudence und ihr Gefolge in allerlei erotische Abenteuer verwickelt. Diese werden von Bigfoot mit lüsternen Blicken aus dem Wald verfolgt…

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