Yoga Hosers

Mit Yoga Hosers dreht Kevin Smith seine Version eines Teeniefilms.

Kevin Smith einer der Regisseure, der zwar einen großen Fankreis hatte und vor über 20 Jahren auf dem Sundance Film Festival mit seinem Film Clerks einen Kultfilm erschuf, wollte vor ein paar Jahren aufhören mit dem Filmedrehen. Doch dann folgte Red State und nach dem er in einem seiner Podcast die Idee für Tusk hatte, war der Plan da für die True North Trilogie, der zweite Teil dieser Reihe ist Yoga Hosers. Damit wollte Kevin Smith einen PG-13 tauglichen Young Adult Film drehen oder anders gesagt, seine Version von einem John Huges Film. Doch natürlich angepasst an die Vorlieben der Teenager, so gibt es auch einen Fantasy Einschlag und am Ende kam dann doch wieder ein Film raus, der für seine Fans ist. Sollte man das nicht sein, wird man knapp 90 Minuten die Hölle auf Erde erleben.

Die Handlung von Yoga Hosers spielt in einem kleinen Supermarkt irgendwo in Montreal oder in der Kevin Smith Version von Kanada, wo jeder Aboot und Ey sagt. In diesem Shop arbeiten Colleen und Colleen, beste Freundinnen und Smartphonesüchtig, wie alle Jugendliche. Beide wollen eigentlich auf eine Party mit älteren Jungs, doch dann müssen sie arbeiten. Dann passiert das schreckliche, die beiden Jungs wollen die beiden Colleens eigentlich den kanadischen Satan opfern. Doch sie haben die Rechnung ohne die Bratzis gemacht kleine Bratwurst Nazis, welche die Stadt unsicher machen. Nur die beiden Teenagerinnen können die Bedrohung aufhalten.

Wie Ihr merkt, die Handlung von Yoga Hosers klingt nach einem typischen Kevin Smith Film, der entstand als er gerade mal wieder das machte, was er am liebsten macht, Kiffen. Dabei entwickelt die Handlung aber eine eigen Dynamik, doch liegt auch daran, dass große Teile der Story aus Clerks und Mallrats stammen. Dazu mischt Smith auch noch Teeniefilme ein und wie immer gibt es viele Popkulturelle Anspielungen.

© 2015 – SModcast Pictures

Yoga Hosers ist ein Familienfilm.

Schon bei Tusk traten Harley Quinn Smith und Lily-Rose Melody Depp auf, dort entstand dann auch die Idee für Yoga Hosers. Denn beide waren ein Highlight im Film und eine Clerks Kopie geht immer,noch dazu wenn sie direkt von Kevin Smith kommt. Das interessante dabei sit auch, Harley Quinn Smith ist die Tochter von Kevin Smith und Lily-Rose Melody Depp ist auch im echten Leben eine Freundin von ihr, sie gehen auch auf die selbe Schule. Dazu kommt das Lily-Rose die Tochter von Johnny Depp und Vanessa Paradis ist. Beide haben auch einen Auftritt in Yoga Hosers. Genauso wie Kevin Smith, welcher die Bratzis spielt. Auch die Motter von Harley Quinn hat einen Auftritt. So verbaut Kevin Smith alle Person die damit etwas zu tun haben.

Auch gibt es einen Auftritt von Jason Mewes und Haley Joel Osment, der Hauptdarsteller aus Tusk, hat einen kleinen Auftritt in einer anderen Rolle. Im Grunde sind alle Schauspieler aus Tusk auch wieder in Yoga Hosers vertreten. Dazu auch noch ein paar andere bekannte Namen, wie Stan lee. Auch Ralph Garman, dieser macht mit Kevin Smith zusammen den Podcast Hollywood Bable-On. Er macht im Film genau das selbe wie in dem Podcast. Nur das in Yoga Hosers den Bösen spielt. Seine Szenen gehören aber zu den Highlights im Film, das liegt an seinen Stimmimitationen und den Dialogen. Justin Long als Yoga Lehrer Yogi Bayer ist definitiv ein Highlight des Films.

Sollte man das Smodcast Universum nicht kennen, versteht man wohl Großteils des Films nicht, denn Kevin Smith hat so viele Anspielungen an seine Podcast untergebracht. Dabei aber auch an seine alten Filme. Es gibt das Legendäre Zitat aus Clerks zu hören und die Tatsache das der Film auch in einer Supermarkt spielt.

Aboot die Handlung, Ey.

Die Handlung von Yoga Hoser, sie ist schon fast eine Parodie, der ganzen Klischees  rund um jugendliche, vielleicht ist das auch Absicht. Denn Teile des Films nehmen sich nicht ernst, vor allem immer dann wenn Johnny Depp auftaucht. Auch sonst merkt man dem Film an, dass Kevin Smith irgendwie versucht hat einen Film zu drehen der Teenager ansprechen soll. Dabei entstand aber eher eine PG-13 Version von Class of Nuke’em High, denn der ganze Film versrpüht ein Troma Feeling. Vielleicht ist das auch unbeabsichtigt. Doch je länger der Film läuft, desto wahnsinniger wird er. So ist der Anfang noch eine Teenie Version von Clerks, am Ende geht es um Nazis, verrückte Wissenschaftler und ein Hockeymonster.

So vergeht der Film aber auch wie im Flug und man wird gut Unterhalten. Dabei ist aber auch Auffällig, dass Kevin Smith ein paar Themen in seinen Filmen immer wiederholt. Wahrscheinlich liegt ihm das Thema und es passt in sein Filmuniversum. Die Frage ist natürlich, wie passt dieses Clerks 3.0 in die heutige Zeit. Denn die Filme haben sich verändert und jede Serie hat Popkulturelle Anspielungen, das Nerdtum ist In und man ist nicht mehr unbedingt ein Außenseiter, spricht man über Star Wars. Hat sich Tarantino in seinen Filmen immer weiter entwickelt und seine Popkulturellen und Filmischen Referenzen immer passend zu dem Genre was er gerade im Film verarbeitet. So bleibt bei Kevin Smith die Welt stehen. Zwar gibt es auch ein paar moderne Anspielungen. Doch die Schulszenen aus Yoga Hosers wirken als wären sie aus einem John Huges Film der 2016 spielt.

Auch weitere Szenen im Film und vor allem bei den Dialogen merkt man, das Kevin Smith ein Nerd ist und das seine Figuren immer wieder seine Meinung wiederspiegeln. Was natürlich vollkommen OK ist, dennoch scheint sich nie viel zu verändern. Nur ein paar Themen wirken anders, doch die Dialoge aus Yoga Hosers könnten auch so bei Clerks statt finden.

© 2015 – SModcast Pictures

Colleen und Colleen

Eins muss man Kevin Smith lassen, mit Harley Quinn Smith und Lily-Rose Melody Depp hat er ein Glücksgriff gelandet. Denn die beiden Mädels haben definitv Talent und verkörpern die beiden Colleens perfekt. Sie sind die Teenager die sie darstellen. Eingeführt werden sie mit einem Song. Denn die modernen Clerks spielen kein Hocky mehr auf dem Dach, sondern jammen im Lager mit einem älteren Typ, der Schlagzeug spielt. Der Song spiegelt auch beide Charaktere wieder. Während die Colleen die von Lily-Rose dargestellt wird etwas schlauer ist, verkackt Harley Quinns Colleen immer den Songtext und reimt merkwürdig.

Zwar werden sie nie das Sprachrohr einer ganzen Generation. Doch sind sie auch die perfekt Parodie auf die Millenials. Dabei haben sie ein Zynismus eines alten Mannes, der alles erlebt hat, kommentieren sie alles was sie sehen. Dabei haben sie aber das Unverständnis, von bestimmten dingen. Dies ist ihnen aber egal. So sind sie Sympathisch und sprechen dem Zuschauer doch immer wieder aus der Seele.

Auf die Spitze treiben es beide dann im Finale, wo sie manches nicht so verstehen was Ralph Garman als Böser von sich gibt und Johnny Depps Charakter versucht es zu erklären. Dabei ist die ganze Szene aber so absurd. Es wirkt fast wie eine Nerdversion der Tischszene aus Texas Chainsaw Massacre.

So Many Neins it must be a 10.

Der Humor im Film ist natürlich sehr typisch Kevin Smith. So sind die Bratzis und ihr deutsch, so voller Stereotypen wie es nur gut und an die Germans aus dem HBO Podcast angelehnt. Das merkt man natürlich und auch andere Witze versteht man nur, kennt man Smith und sein Universum. Da kann schon mal ein Film erwähnt werden, als ein Satz. Siehe Johnny Depps Figur und seine Erwähnung von Children Shouldn’t Play with Dead Things. Das zieht sich durch den ganzen Film und die Anspielungen an Filme nehmen im Verlauf von Yoga Hosers immer mehr zu, obwohl beide Colleens viele davon gar nicht kennen. Das wirkt schon fast wie eine Abrechnung mit den Teenagern und ihrem Filmgeschmack.

Dennoch liefert der Film einige Absurde Ideen, wie kanadische Nazis. Was einfach sehr lustig ist, im Grunde ist der letzte Akt des Films eine Parodie auf so manchen SciFi Film mit bösen Nazis, nur halt im Kevin Smith Stil. Interessant dabei ist, dass Smith zwar nie der beste Regisseur sein wird. Dennoch schafft er es die Actionszenen, wenn beide Colleens die Bratzis erledigen, gut in Szene zu setzen. Beide machen auch eine gute Figur. Der Yoga Stil, eignet sich erstaunlich gut für eine Actionszene.

FAZIT:

Yoga Hosers ist der Versuch von Kevin Smith einen PG-13 Film zu drehen für ein jüngeres Publikum, das schafft er nicht. Dabei entstand aber ein sehr unterhaltsamer Film, der einen zynischen Blick auf die moderne Jugendkultur wirft. je länger der Film läuft desto abgefahrener wird er und erinnert an einen Troma Film. Dabei muss man sagen das Yoga Hosers nur für Kevin Smith Fans ist, wer nichts mit dem Regisseur und Podcast Anfang kann, sollte einen großen Bogen um dem Film machen.

  • 6/10
    Handlung - 6/10
  • 7/10
    Schauspiel - 7/10
  • 7/10
    Regie - 7/10
  • 8/10
    Unterhaltung - 8/10
7.0/10

 

 

BastitheEnd

Filmfan, Autor dieser Seite.

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