Die Brut des Teufels

Die Brut des Teufels

Die Brut des Teufels ist etwas besonderes, ist er nicht nur das Ende einer Ära, sondern ist der Film auch anders.

1975 die Welt ist immer noch im Wandel, die Welt hat eine Ölkriese und die Menschen wollen im Kino etwas anderes sehen, als sie zu Hause im TV können. Nach dem Godzilla vs. Mechagodzilla (King Kong gegen Godzilla) so ein Erfolg war, entschied man sich eine Fortsetzung zu Produzieren. Diese erschien 1975 in den japanischen Kinos und floppte. Damit war es erstmal vorbei mit Gojira. Es dauerte bis 1984 eh Toho wieder einen Godzilla Film produzieren sollen. Doch warum war Die Brut des Teufels ein Flop? Gehen wir auf die Spurensuche. Dank Anolis gibt es den Film im schicken Metalpak mit sehr vielen Extras, natürlich auch wieder sehr Informative Audiokommentare.

Die Handlung setzt direkt nach dem Ende von King Kong gegen Godzilla an, die Menschen versuchen die einzel Teile von Mechagodzilla zu finden. Doch am Grund des Meeres stoßen sie auf Titanosaurus, welcher das U-Boot angreift. Zur selben Zeit arbeiten die Aliens an der Rache. So arbeiten sie mit Dr. Mafune zusammen, der mit seiner Tochter dabei helfen will, sich an der Menschheit zu rächen. Doch auch Interpool will wissen was los ist. Ein Ermittler trifft auf Mafunes Tochter, er verliebt sich in sie. Doch er will auch wissen was es mit Titanosaurus hat. Doch es gibt ein Geheimnis, was alles auf den Kopf stellen könnte.

Schon bei der Handlung von Die Brut des Teufels wird klar, hier ist doch einiges anders. Ein weitere Ausbrecher der alten Godzilla Filme. Denn der Fokus ist am Anfang nicht auf der Monsterechse, sondern auf die Menschen und was die Aliens planen. Dabei gibt es viel Kritik an das System und auch an die Menschheit. Interessant dabei ist, dass der Film seiner Zeit wohl voraus war oder genau im Trend der SciFi Filme der 70er lag. Etwas düstere, ernster und zeigt eine Dystopie.

Alles ist etwas anders!

Bei Die Brut des Teufels ist alles etwas anders. Das geht schon dabei los, das eine Frau hier das Drehbuch schrieb, als einzige bis jetzt in der ganzen Reihe. Yukiko Takayama gewann mit ihre Geschichte den Wettbewerb, als Toho einen neuen Autor für seine Gojira Drehbücher suchte. Man merkt dem Film an, dass er eine Femineseite hat. Denn es stehen die Beziehung der Menschen im Fokus. So geht es um die Beziehung von dem Vater zur Tochter aber auch von der Tochter zu dem Ermittler. Dazu kommen die Aliens,welche hier nicht ihre schrecklich entstelle Fratze zeigen. Sondern wie Menschen aussehen und die Erde übernehmen wollen, weil die Menschen sie eh zerstören.

So baut der Film nach und nach die Handlung auf, ist dabei aber auch noch verschachtelt. Denn Teile der Handlung werden in Rückblenden erzählt. Denn die Tochter von Mafune hütet eine Geheimnis, welches sie selbst vergessen hat. Sie wird zum Spielball der Aliens und ist hin und her gerissen, zwischen ihrer Liebe zu ihrem Vater und zu dem Ermittler/Wissenschaftler. Dabei kommt ihr Geheimnis aber bald zu Tage und wird für die Aliens nützlich, dies führt aber zu einem tragischen Ende. All das funktioniert auch ohne Godzilla. Denn dieser taucht nach einem Rückblick auf dem Vorgänger, erst nach über 40 Minuiten wieder auf. Vorher sieht man ab und Mechagodzilla 2 rumstehen und Titanosaurus, welcher aber am Meeresboden lebt, bis Mifune ihn kontrolliert und Tokyo angreifen lässt. Hier gibt es dann auch das Auftauchen von Godzilla.

Im Film selbst ist Godzilla nur eine Nebenfigur, er ist der Gute, der Held, dabei ist er aber auch Egal. Denn er wird nur gebraucht, damit jemand Mechagodzilla aufhält. Hier scheint dann auch der Kern des Pudels zu sein, denn es fehlt etwas. Zwar bietet die zweite Hälfte von Die Brut des Teufels sehr viel Action und man arbeitet auch dahin. Doch davor fehlt der Charakter einfach.

Alles ist etwas anders! Part 2

Durch das Fehlen von Godzilla baut der Film auf der einen Seite natürlich die Spannung auf, wann wird das Monster auftauchen auf der anderen Seite nimmt er sich aber auch selbst etwas die Existenz. Würden die Aliens nicht immer wieder über ihn Reden, so hätte man das Gefühl es geht bei Die Brut des Teufels um Mechagodzilla 2 und Titanosaurus. Diese beiden Monster sind es, um die es in dem Film geht. So ist Gojira hier nur Retter in der Not und darf zum letzten Mal bis 2004 den Helden spielen. Es wirkt auch wie ein Abschied eines Helden, denn das Drehbuch scheint hier zu zeigen, das die Welt vielleicht auch andere Helden braucht und Godzilla ist veraltet, denn die Menschheit geht auf ihren Abgrund zu und die Zeiten der Verarbeitung von den Atombomben der 40er sind vorbei, es gibt neue Feinde und Probleme.

Der Film zeigt immer wieder deutlich, das die Regierung mit Menschen schlecht um geht und dieses das nicht mehr dulden. Mifune ist hier das Sinnbild dieser Menschen, er ist irgendwo zwischen Gut und Böse, man versteht warum er dies tut, er wurde verraten und verkauft. Die Aliens benutzen ihn auch nur, denn sie wollen Godzilla vernichten, damit sie die Erde übernehmen können. Er hilft ihnen, ohne dabei zu wissen was er eigentlich macht. Zwar gab es bei den Godzilla Filmen immer wieder böse Aliens, welche Menschen ausnutzen ohne ihr Wissen, doch immer wenn sie es heraus fanden, wechselten sie die Seiten. Mifune ist hier anders, ihm interessiert das nicht, er ist nur noch getrieben von Rache, wo er selbst seine Tochter opfert.

Noch etwas ist anders, Die Brut des Teufels zeigt ganz kurz Brüste. So hielt hier auch etwas Nacktheit ein in dem Kaiju. Dabei ist es aber keine erotische Szene, sondern zeigt die Operation von der Tochter und was die Aliens mit ihr machen. Denn ihr Vater liebt sie und könnte nicht ohne sie Leben. Dennoch ist ihm egal, was die Aliens vom Black Hole Planeten mit ihr machen.

Die Action und das Finale.

Auch wenn es lange dauert bis Die Brut des Teufels los legt mit seiner Zerstlrungsorgie, so zeigt er doch wieder eindrucksvoll,warum die alten Kaiju Filme so beliebt sind. Denn mit viel liebe zum Detail, werden hier Miniatur Häuser und Straßen zerstört, das es eine wahre Freude ist dabei zu zuschauen. So geht der Film in der zweiten Hälfte in die vollen und die Action zeigt hier was die drei Monster können.So zerstört Mechagodzilla 2 gleich mal eine Straße mit Raketen aus seinen Fingern. Dabei ist die große Explosion sogar etwas verzögert, was die Spannung steigert und für einen zusätzlichen WOW-Effekt sorgt. Doch auch Titanosaurus zeigt sein können, der mit seinem Schwanz starke Winde hervorrufen kann. So prügeln sich die Monster durch die Stadt und manchen dann kurz Pause.

Hier gibt es dann auch das Motiv der Wiederauferstehung, denn Godzilla kommt aus der Erde und tritt zur zweiten Runde an. Dazu kommt das Militär und schießt auch mit Lasern und Waffen auf die Monster. Ein letzter Kampf steht an und hier geht man in die Vollen.Auch wenn man merkt das Toho Geld sparen wollte und die Monster auf einem leeren Feld kämpfen. So kann dsieser doch überzeugen. Das liegt aber auch an den Menschen, denn hier wird es dramatisch und es gibt dieses mal kein Happy End. So geht Godzilla dem Sonnenuntergang entgegen ins Meer, wie ein alter Westernheld, der seine letzte Schlacht geschlagen hat.

FAZIT:

Die Brut des Teufels ist anders und auch ein Ende einer Reihe. Dabei zeigt der Film das er seiner Zeit voraus war und aktuelle Hollywood Remakes von Godzilla greifen einige Themen des Films auch wieder auf. Dabei hat er aber auch einige Probleme, wie das Fehlen von Godzilla und das er fast bedeutungslos ist. Dennoch unterhält der Film gut und man sieht das die Ansätze mit einer Drehbuchautorin gut sind und bringt frischen Wind in die Reihe.

  • 6/10
    Handlung - 6/10
  • 7/10
    Schauspiel - 7/10
  • 7/10
    Regie - 7/10
  • 6/10
    Unterhaltung - 6/10
  • 6/10
    Action - 6/10
6.4/10
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Handlung:

Der erste Versuch Außerirdischer, die Erde mit Hilfe ihres Roboters Mechagodzilla zu erobern, schlug fehl. Nun haben sich die Invasoren mit den brillanten Wissenschaftler Dr. Mafune verbündet, der als Ausgestoßener der Gesellschaft auch noch eine Rechnung mit seinen Mitmenschen zu begleichen hat. Mit dem neuen Roboter Mechagodzilla 2 und dem im Meer lebenden Titanosaurus geht es zum Angriff. Ein junger Wissenschaftler verliebt sich in Mafunes Tochter, ohne zu wissen, dass sie mehr Maschine als Mensch ist und die Steuereinheit Mechagodzillas im Körper trägt. Soll Mechagodzilla besiegt werden, muss sie sterben. Als schließlich auch Godzilla eingreift, kommt es zur alles entscheidenden Schlacht.

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