Karate Kill

Karate Kill ist eine Hommage an das Action kino der 80er Jahre und auch etwas der 70er aber vor allem an den Werken der Cannon Films.

Regisseur Kurando Mitsutake hat eine Vorliebe für das Exploitationskino, wie er es mit seinem Film und Remake Lone Wolf: The Samurai Avenger schon unter beweist stellte. Danach folgte der Action Film Gun Woman, welcher ein Wunschtraum von Darstellerin Asami war. Sein neuster Film Karate Kill hat wieder Asami dabei, dieses mal aber nur in einer kleinen Nebenrolle. Dafür drehte er wieder einen Actionfilm, doch dieses mal mit Martial Arts im Fokus. Dabei nimmt er sich Anleihen bei den Karate Film aus den 70ern, vor allem mit Sonny Chiba und den Actionfilmen der 80er Jahre, hier stehen die Cannon Films Produktionen Pate. Das ganze bekommt noch einem Hauch des Western und am Ende entstand ein Werk, was die Hoffnung weckt auf einem tollen Martial Arts Film, doch am Ende ist es wie bei den echten Cannon Films Filme, die Trailer und Poster versprechen mehr als der Streifen halten kann.

Die Handlung von Karate Kill dreht sich um Kenji, dessen Schwester ist in den USA um Schauspiel zu lernen. Doch er hört nichts mehr von ihr und macht sich so auf dem Weg sie zu suchen. In L.A: angekommen muss er feststellen das Mayumi verschwunden ist. Sie wurde entführt von einer Sekte, die auch Online Snuff Filme dreht. So macht er sich los sie zu befreien.

Die Geschichte von dem Film schreit schon danach, das sie so geradlinig ist, das man als Zuschauer von kaum einer Wendung überrascht wird. So gibt es die typische Kost. Dabei versucht man zwar verschiedene Genre zu verbinden. Das funktioniert aber nur bedingt, da diese Genre alle im Grunde gleich aufgebaut sind.

Genrefilm Handlung wo man nur hinschaut

Es ist ja nichts schlechtes, wenn ein Genrefilm sich auch bei Handlungselementen des Genres bedient und für sich nutzt. Nur ist das bei Karate Kill auch immer wieder zu viel des guten. Was in den 80er Jahren auch nur bedingt funktioniert hat, wenn Muskelmänner sich auf die Rettungsmission begeben haben. So funktionierte es damals schon mehr schlecht als recht und  es lag auch immer an den Machern und den Darstellern. Bei Karate Kill hat man mit Kurando Mitsutake einen Regisseur der sein Handwerk versteht und auch das Drehbuch schrieb. Nur versagt er bei der Geschichte immer wieder, es wirkt manchmal leer und als ob er nur eine Hommage eine Bauen wollte aber nicht immer wird der Grund klar.

Dennoch schaffte es die Handlung etwas Spannung aufzubauen, obwohl dem erfahrenen Zuschauer klar ist, wo die Reise hin geht und wie sie Enden wird. So ist der Überraschungsfaktor gering.Das einzige ist sind die Momente mit Asami, hier funktioniert die Handlung und ihr Charakter hat mehr Hintergrundgeschichte als Kenji, von dem man nur weiß das er Karate gelernt hat um seine Schwester zu beschützen. Doch wo hat er es gelernt und warum ist er so gut darin? Da seine Schwester die einzige Motivation ist im Film, fehlt etwas. So wird der Zuschaue etwas unterfordert,kennt er halt die Genrefilme und vor allem den typischen 80er Jahre Actionflick.

Natürlich ist da nichts falsches dran und die Handlung funktioniert, dennoch ist es halt schade. Das man hier nicht mehr daraus gemacht hat. Alleine die Sekte und Kenji hätten mehr Informationen gut getan. Denn hier steckt viel Potenzial in der Geschichte von Karate Kill. Am Ende ist es natürlich ein Actionfilm und hier sollte man immer bedenken, das man halt immer einen Grund braucht, warum der Held die Bösen verhaut.

Blut und Titten

Nach dem Regisseur Kurando Mitsutake in Gun Woman Asami im Finale nackt kämpfen gelassen hat. Ist natürlich klar, das bei Karate Kill es bestimmt auch wieder Brüste zu sehen gibt. In diesem Punkt wird man nicht enttäuscht. Schon am Anfang gibt es Brüste zu sehen und auch Mayumi gibt es immer wieder oben Ohne zu bestaunen. Natürlich dürfen die von Asami auch nicht fehlen. Diese gibt es in einer echt schnulzigen Liebesszene zu sehen, welche wirklich auch aus den 80ern hätte sein können. Ausser der Charakter von Asami haben die Frauen im Film auch nicht viel zu tun, als gut aus zusehen. Was etwas schade ist,passt aber auch in den Exploitationsstil des Films. Das man etwas Sex mit in einem Martial Arts Film bringt.

Dazu bietet der Film auch immer wieder blutige Effekte, welche man so sicher nicht unbedingt bei diese Art von Film erwarten würde. So Spritzt das Blut immer wieder und Menschen sterben blutig. Auch gibt es eine Art Hommage an Bloodsport, auch wenn hier der Knochen aus der Hand heraus schaut am Ende. Dazu gibt es auch etwas Action mit einer Schrotflinte und hier gibt es auch einige blutige Treffer. So hat der Film einen gewissen Härtegrad, was auch in das Genre passt, überschattet manchmal aber auch die gut gemachten Martial Arts Szenen.

Karate

Wenn der Film schon Karate Kill heißt, erwartet man als Zuschauer auch Karate Action und die bekommt man auch. Hauptdarsteller Hayate macht hier eine wirklich gute Figur. So sind diese Szenen das Highlight des Films, schon am Anfang macht er keine Kompromisse mit den Gegnern. Dabei merkt man auch, das der Stil wohl etwas angelehnt ist an dem vom Sonny Chiba. So sind Bewegungen und manche Moves von der japanischen Action Film Legende übernommen. Auch gibt es eine Hommage an Bruce Lee, obwohl es auch eine Parodie sein könnte, denn in Bruce Lee Filmen und vor allem in Fist of Fury kommen die Karate Kämpfer nicht besonders gut weg. Bei Karate Kill ist das dann doch etwas anders.

Im Film gibt es immer wieder ein paar Martial Arts Szenen, dabei findet man die Highlights direkt am Anfang. So zeigt man hier direkt was Hauptdarsteller Hayate alles kann und einen Gegner auch schon mal mit einem Schlag erledigt. Dabei wirkt der Rest des Films dann doch etwas schwächer, auch wenn das Finale schon vor dem eigentlichen Finale passiert. Der Fight gegen den japanischen Schwertmeister lohnt auch. Hier gibt es auch wieder eine Szene, welche sehr typisch für 80er Jahre Martial Arts Filme ist und auch für Animes oder Mangas. Es wirkt in Karate Kill aber auch etwas unpassend.

Die Cinematographie von Karate Kill

Optisch kann Karate Kill auch immer wieder beeindruckend. Ein Highlight ist eine Vertikale 360 Grad Drehung der Kamera bei einer Actionszene. Das sah man so noch nie, funktioniert auch erstaunlich gut, vor allem da die Szene auch ein One Take ist. Viele Martial Arts Szenen im Film sind länger und kommen  mit wenigen Schnitten aus. Das verleiht dem Film und den Szenen auch eine Intensität und zeigt das Können der Macher vor und hinter der Kamera. Nur schafft es der Regisseur manchmal nicht das die Action so richtig überzeugen kann. Zwar wirkt alles gut aber manchmal fehlt halt immer noch etwas der Drive.  Am Ende kann aber Hayate vor der Kamera mit seinen Karatekünsten überzeugen, welche von Kurando Mitsutake gut eingefangen wird.

Sonst sieht der Film in seinemCinemascope Format an manchen stellen, etwas zu billig aus. Was aber auch der Umgebung liegen kann. Die triste Wüste von Texas und das Gelände der Sekte, sehen nicht besonders gut aus und verleihen dem Film so einen billigen Look. Natürlich passt die Umgebung zu dem Westernton, welcher im Film auch vor kommt. Hier gibt es auch typische Aufnahmen für dieses Genre und die sehen wieder gut aus.

FAZIT:

Karate Kill ist eine Hommage an die Cannon Films Produktionen und dem Karate Film der 70er Jahre. Dabei kam ein Testosteron getränkter Martial Arts Film, der ganz klar auch aus den 80er hätte kommen können. Leider funktioniert nicht alles im Streifen. Dennoch wird man als Zuschauer unterhalten und man bekommt ein paar gute Martial Arts Szenen zu sehen.

  • 4/10
    Handlung - 4/10
  • 7/10
    Schauspiel - 7/10
  • 8/10
    Regie - 8/10
  • 7/10
    Action - 7/10
  • 6/10
    Unterhaltung - 6/10
6.4/10
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Handlung:

Kenji ist ein Karate-Meister, mit welchem man sich besser nicht anlegt. Diese Erfahrung müssen auch all jene machen, die für das Verschwinden seiner Schwester Mayumi verantwortlich sind. Auf der Suche nach seiner Schwester durchstreift Kenji die Unterwelt von Amerika und hinterlässt dabei eine Spur aus gebrochenen Knochen. Dabei kommt er einer fanatischen Sekte auf die Spur, deren Mitglieder alsbald ebenfalls seine tödlichen Karatekünste zu spüren bekommen. Es entbrennt die totale Auseinandersetzung, an deren Ende es nur einen Überlebenden geben kann.

BastitheEnd

Filmfan, Autor dieser Seite.

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