Re:Born

Re:Born ist das Actionhighlight aus Japan.

Die Geschichte von Regisseur Yûji Shimomura und Schauspieler Tak Sakaguchi reicht bis zu dem Kulthit Versus zurück aus dem Jahr 2000. Im Jahr 2005 drehten sie den Film Death Trance, welcher in Deutschland auch als Versus 2 vermarktet worde aber mehr eine Art Remake von Django war. Im Jahr 2016 schaftte es Shimomura den Schauspieler wieder zurück zum Film zu bringen. Zusammen haben sie mit Yoshitaka Inagawa für Re:Born eine besondere Art des Martial Arts erfunden. Das ZERO RANGE COMBAT. So zeigt sich das der Film nach einer ruhigen Einleitung auf Spannung und Action setzt und so zu einem Highlight wird.

Die Handlung von Re:Born dreht sich um Toshiro, welcher als Ladenbesitzer ein ruhiges Leben führt, seine Nichte Sachi kommt ihn jeden Tag besuchen und träumt von Helden. Doch Toshiro hat ein Trauma vom Krieg, er war einst eine Killermaschine und hat ohne mit der Wimper zu zucken seine Gegner ausgeschaltet. Aus bestimmten Gründen, die auch ein Teil der Handlung spoilern würden, hat er damit aufgehört. Denn sein alter Auftraggeber sinnt immer noch Rache und setzt alles dran, Toshiro um die Ecke zu bringen. Doch so einfach gibt er nicht auf. Selbst als Sachi entführt wird, bleibt er Cool und begibt sich auf seine letzte Mission sie zu retten…

Mit der Story von Re:Born bekommt man alt bekanntes neu Verpackt. Doch das stört nicht weiter, auch wenn der Film sich seine Zeit nimmt und uns den Hauptcharakter vorzustellen und seine Beziehung zu den einzelnen Figuren, dazu baut er auch einen Legendenstatus der Figur auf. Ähnlich wie bei John Wick hört man über Toshiro so einiges, er wird Ghost genannt und scheint unaufhaltsam zu sein im Kampf. Dies wird im Verlauf des Films uns dann auch sehr deutlich gezeigt. Doch bis dahin, muss man als Zuschauer die typische Action Handlung durch stehen, wird aber dafür sehr gut belohnt und auch der erste Akt bietet schon Action.

Ein letztes Mal

Viele Actionfilme setzen auf einem Helden der eigentlich schon aufgehört hat, vor allem in den 80er Jahren war das Mode, man denke nur an Phantom Kommando oder auch leathal Weapon und dem Satz „Ich bin zu alt für den Scheiß“. Im modernen Actionkino hat man das auch immer wieder, vor allem bei den B-Action Filmen oder in Christopher Nolans The Dark Knight Rises. Auch bei Re:Born ist das der Fall. Toshiro hat aufgehört eine Killermaschine zu sein und will nur noch normal Leben. Jedenfalls so normal wie das geht, mit seinem PTS und auch den Besuchen bei der Psychiaterin wird klar, der Krieg hat ihn zerstört, doch er kennt nichts anders. Ähnlich wie Rambo, nur wird er hier gezwungen wieder zu handeln. Da man ihn töten will.

Die Handlung von Re:Born wirkt dennoch immer etwas anders, da die Hauptfigur längst weiß das sie wieder agieren muss und nicht erst die Entführung seiner Nichte alles auslöst, die Probleme beginnen schon früher und es zeigt das dieser kleiner Story Twist der Handlung gut tut. Denn am Anfang erleben wir immer wieder wie sich der Held im Alltag schlägt. Seinen Freund Kenji besucht, der für ihn sterben würde und auch im Einsatz schwer verletzt wurde. Doch die Feinde wollen immer noch Rache, hat Toshiro doch das Projekt zerstört. Das alles gehört zu einer Wendung im Film, die der erfahrene Zuschauer zwar schon schnell erahnen kann, dennoch funktioniert sie und verleiht dem Film etwas mehr tiefe und Drama. Dazu wirkt der Hauptcharakter doch etwas menschlicher.

Alles läuft natürlich auf ein Finale hin, wo die Hauptfigur mit der Geschichte abschließen kann. Hier kann der Film punkten, wenn man nach knapp 40 Minuten los legt, geht die Spannungskurve steil nach Oben und die Action wird immer mehr. Dennoch nimmt man sich immer wieder Zeit um noch etwas die Handlung zu erzählen.

Der Hauptdarsteller

Tak Sakaguchi ist ein Kultschauspieler, der durch Versus sehr bekannt wurde. Seine Filme danach konnten auch immer wieder überzeugen. Er führte auch bei einigen Filmen Regie, bekannteste ist wohl Mutant Girl Squad, wo er sich den Regie Stuhl mit zwie anderen teilte. Doch auch im Actionbereich ist er immer wieder dabei. Auch wenn es in den vergangenen Jahren ruhig um ihn wurde. Mit Re:Born kam er zurück und es ist wohl sein letzter Film. Doch er zeigt nochmal was er kann. Dabei sind aber ein paar typisches Trademarks von Ihm in dem Film. So raucht er immer wieder, immer sehr Cool. Nur halt nicht so übertrieben wie bei Deadball.

Auch seine Martial Arts Fähigkeiten stellt er sehr gut zur schau in Re:Born. Er hat wie in der Einleitung schon erwähnt an dem Kampfstil des Films mit gearbeitet und das merkt man auch. Er geht voll über und in den Actionszenen überzeugt er komplett. Dazu aber gleich mehr. Auch in dem Dramaanteil kann er überzeugen. Er mimt den Helden der aufgehört hat, weil es nicht sein Krieg ist. Natürlich ist der Film kein tiefgehendes Drama über den Krieg und was er aus den Menschen macht, doch er zeigt auch deutlich das Soldaten nach dem Einsatz meist nicht mehr wissewn wohin und lieber auf dem Schlachtfeld sterben würden, als weiter zu leben.

Die Action

Lange muss man bei Re:Born nicht auf die Action warten, man bekommt schon bei der Eröffnungsszene einen kurzen Einblick in das was einem in den nächsten 100 Minuten erwarten wird. Dabei nimmt der Film aber langsam fahrt auf und zeigt uns den Stil des ZERO RANGE COMBAT auch sehr deutlich, vor allem bekommen wir alle aspekte dieser neu erfunden Kampf Kunst gezeigt, Das geht von einem Kampf in einemPlatz in einer Menschenmenge, in einem Fahrstuhl und einer Telefonzelle, dazu auch der Supermarkt. Man merkt das diese Kampfkunst sehr nah an dem Nahkampf des Militärs dran ist, dabei auch den ein oder anderen Trick dabei hat. Alleine der Kampf in der Telefonzelle zeigt diesen Stil perfekt, es wirkt auch wie ein tödlicher Tanz.

Nach ungefährt 40 Minuten geht es richtig los und man erlebt unglaubliche 20 Minuten, bevor der Film erst mal eine kurze Pause macht. In einem Wald kämpft sich der Held durch unmengen an Gegner und es ist schier unglaublich was man zu sehen bekommt. Wer glaubt John Wick mit mit dem Kugelschreiber sei schon ein Highlight, der darf in Re:Born zuschauen wie Tak Sakaguchi als Toshiro mit einer Schaufel Gegner erledigt. Auch etwas Silat ist dabei, wenn man mit Sichelartigen Messern kämpft. So istman gefesselt und traut seinen Augen nicht, was man hier zu sehen bekommt. Die Action und Spannung steigert sich immer weiter.

Die Cinematographie

Bei einem Actionfilm ist die Kamera natürlich wichtig. Wenn man an moderne Actionfilme wie The Raid 1 und 2 denkt, wo die Kamera immer mitten drin ist und man alles sehr gut sieht, auch bei John Wick 1 und 2 ist das der Fall. Es gibt natürlich auch die Wackelkamera und der schnelle Schnitt, der bei den Bourne Filmen sehr gut funktioniert. Bei Re:Born setzt man aber auch eher auf die ruhige Kamera und lässt viele Kämpfe in längeren Einstellungen passieren. Dabei nutzt man aber immer wieder den Schnitt um manchen Schlag oder Kampf mehr drive und Impact zu verleihen.

Dazu kommen auch dinge die man in manchen modernen Actionfilmen vermisst und aus John Woo Filmen kennt und man ab und an in einem Martial Arts Film sieht, wie bei Ong Bak oder High Kick Girl. Mancher Schlag wird aus verschiedenen Einstellungen gezeigt oder nochmal in Zeitlupe, das verleiht dem natürlich mehr Wichtigkeit und zeigt wie stark der Charakter ist, das wird vor allem im Finale genutzt.

Der Kampf in der Telefonzelle, welches das erste Highlight im Film ist und das ZERO RANGE COMBAT in Perfektion, denn die enge der Telefonzelle und die zwei Personen die da drin kämpfen. Hier zeigt der Film was später noch kommen mag aber nie wieder diese Enge und was man alles kann. Dazu aber auch die Kamera die immer nah dabei ist und jedes Detail des Fights perfekt zeigt.

FAZIT:

Re:Born ist ein Actionfilm Highlight aus Japan, was locker mit der Konkurrenz mit halten kann. So reiht sich der Film im Stil von John Wick und The Raid ein und zeigt mit einer eigenen Kampf Kunst auch etwas neues auf der Leinwand. Tak Sakaguchi gibt den grimmigen Helden, der aber auch sehr sympathisch wirkt.

  • 6/10
    Handlung - 6/10
  • 7/10
    Schauspiel - 7/10
  • 8/10
    Regie - 8/10
  • 8/10
    Action - 8/10
  • 7/10
    Spannung - 7/10
7.2/10
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BastitheEnd

Filmfan, Autor dieser Seite.

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