Savage Dog

Savage Dog ist einer der neusten Actionfilme mit Scott Adkins.

Regisseur Jesse V. Johnson hat schon einige B-Actionfilme gedreht und auch schon mit Scott Adkins zusammen gearbeitet. Dieses Jahr führt er Regie bei Triple Treat, einen Film wo viele Martial Arts Fans geträumt haben. Doch vorher erschien Savage Dog, ein Actionfilm der auf biegen und brechen anders sein will. Das merkt man dem Film auch an. doch leider hat er dabei auch so einige Probleme. Diese zeigen sich im Verlauf des Films und irgendwie hat man als Zuschauer das Gefühl, man sieht mehr als einen Film und Savage Dog kann sich nicht entscheiden welches Genre er nun sein will. Das alles lässt den Film am Ende nicht so gut aussehen. Dabei sind die Ansätze interessant und der Film ist auch brutal, vielleicht auch manchmal unpassend.

Die Handlung von Savage Dog spielt in Indochina im Jahr 1959, ein Ort wo keine Gesetze herschen. Unser Held Martin ist gerade im Knast und muss dort immer wieder Kämpfe austragen und versuchen zu überleben. Als er sich verlassen wird, trifft er auf Isabelle und verliebt sich in sie. Doch die Gegenseite will nicht auf seine Kampfkünste verzichten und so wird ein Komplott gegen Martin geschmiedet, die alle in den Abgrund reisen soll. Danach kennt er nur noch eins: Rache. Was wie ein typischer 80er Jahre Actionfilm klingt, ist Handlungstechnisch auch einer, nur versucht Regisseur Jesse V. Johnson immer wieder ein paar Handlungswendungen einzubauen. So erlebt man als Zuschauer einige Wendungen, viele davon sind aber unnötig und führen nur zu Logiklöchern, wie der Erzähler aus dem Off.

Die Charakterentwicklung von Savage Dog versucht auch die Bösen etwas menschlicher zu zeigen. Dabei ist ein geflohener Nazi, eine Killermaschine und korruptes Militär,nicht wirklich sympathisch, egal was man versucht. Die Menschlichkeit die sie bekommen soll, scheitert in der nächsten Szene wieder. Auch Martin ist so wechselhaft in seinem Charakter, das er am Anfang des Films jemand komplett anderes ist als am Ende, dabei macht er kein Wandel durch, sondern muss in jedem Akt einfach anders sein. Einzig was immer gleich bleibt ist die Rache.

Welches Genre hätten sie gern?

Ein Genrefilm springt ja gern mal durch die Genre oder versucht einem Genre treu zu bleiben. Doch immer versucht der Film deutlich zu zeigen, das er nicht Mainstream ist und als Zuschauer kann man deutlich erkennen, ob es nun Horror, Action, Thriller oder Sexploitations ist. Natürlich können Filme Genrelemente aufgreifen und etwas anderes daraus machen, man nehme nur The Guest oder Amer. Was aber Savage Dog macht ist dennoch etwas anderes. Die Handlung ist in drei Akte unterlegt und das merkt man als Zuschauer deutlich, es wirkt so als ob jeder Akt ein anderes Genre und auch eine Stimmung haben soll. Der erste Akt ist die Geschichte unseres Helden, wie er glücklich ist und Erfolg hat. Doch der Fall folgt natürlich, was in dem Film in einer Wiederauferstehungsszene endet.

Der zweite Akt wirkt wie eine Version von The Crow, wo unser Held seine Rache bekommt, alles ist düster und dramatischer. Hier ist die Gewalt auch härter davor. Unser Held gibt sogar seine Liebe auf, nur damit er Rache finden kann. Er ist gebrochen und hat nichts mehr zu befürchten. Das zeigt uns der Film auch deutlich. Das passt nur irgendwie nicht, zwar deutet die erste Szene im Film das alles an. Doch die Wendungen und was darauf folgt passen nicht zu dem was man vorher gesehen hat. Erinnert auch an Pit Fighter von Jesse V. Johnson wo Scott Adkins auch die Hauptrolle hatte.

Im Finale von Savage Dog wird Martin dann zu Rambo und meuchelt sich durch eine Horde von Gegnern. Immer noch will er Rache und alles zu einem Abschluss zu bringen. Dabei gibt es am Ende auch noch ein paar Wendungen und man versucht einen der Bösen, echt noch menschlicher zu machen, was nicht funktioniert. Zwischen durch wird der Film auch etwas zum Western, doch Großteils des Finales ist ein reinrassiger blutiger Actionfilm.

Die Action

Der Film ist voller Action,doch nicht das was man erwartet. So kann Scott Adkins kaum sein Martial Arts Talent zeigen. Auch im finalen Kampf gegen Marko Zaror nicht, welche beide schon in Undisputed 3 zusammen trafen. Es ist mehr Boxen und etwas treten, zwar gibt es auch den typischen Scott Adkins Move, doch das war es dann schon mit dem Martial Arts. Alles andere ist wie gesagt Boxen und hier wird brutal auf ein ander eingeschlagen. Im Verlauf von Savage Dog gibt es dann auch immer mehr Waffengewalt und so wird geballert was das zeug hält. Im Finale gibt es auch einen typischen Rambo Move, welcher aber immer noch sehr unrealistisch ist, wenn jemand im Stehen mit einer MG feuert, der Rückstoß würde das unmöglich machen. Außer man ist The Rock, doch es ist ein Actionfilm, hier sollte man nicht auf realismus setzen.

Der Film ist auch sehr blutig und brutal. Zum Teil ist Savage Dog sogar zu übertrieben das es lachhaft wirkt. Wenn hier Menschen Bluten, das aus Wunden das Blut nur so spritzt, noch nicht so übertrieben und leider nicht so stilvoll, wie in einem japanischen Samurai Film. Sondern eher auf die billige Splatterfilm variante. Das ist auch ein Punkt des Films. Diese Effekte wirken fast schon unnötig, denn wirken sie zu billig und schocken können sie auch nicht. Dafür ist das alles irgendwie alles ziemlich deplaziert. Am Ende übertreibt man es dann so, das es den Film sogar schadet.

FAZIT:

Savage Dog versucht zu viel und scheitert daran. Alleine das der Film sich in jedem Akt neu erfindet und nicht weiß was er am Ende sein will, bricht ihn fast das Genick. Dazu die unnötigen Splattereinlagen, welche eher lachhaft wirken, als zu schockieren. So bekommt man zwar einen blutigen und brutalen Film geboten. Am Ende kann er kaum überzeugen. Scott Adkins wird auch fehl eingesetzt und kann kaum zeigen was er kann.

  • 5/10
    Handlung - 5/10
  • 6/10
    Schauspiel - 6/10
  • 7/10
    Regie - 7/10
  • 5/10
    Action - 5/10
  • 5/10
    Spannung - 5/10
5.6/10
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Handlung:

Indochina – 1959. Eine heruntergekommene Stadt wird von vietnamesischen Warlords und europäischen Kriegsverbrechern kontrolliert. Fünf solcher gefährlichen Männer leiten das Arbeitslager Den-Dhin-Chan. Gefangen an diesem grausamen Ort, hat sich der frühere Preisboxer Martin Tillman (Scott Adkins) einen Namen im Turnierkampf gemacht und die wohlhabendsten Gefangenen haben hohe Summen auf ihn gesetzt. Als Tillmans Entlassung naht, möchte er eigentlich nur nach Hause. Aber die korrupten Gefängnisbosse tun alles, um seine Freilassung zu verhindern. Nachdem Tillman auf brutale Weise alles entrissen wird, was ihm lieb und teuer war, sieht er sich zur Konfrontation mit den fünf Aufsehern gezwungen und nimmt Rache.

BastitheEnd

Filmfan, Autor dieser Seite.

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