Dead Sushi

“When there is no more room in Sushi-ya, the Sushi will walk the Earth”  passend abgewandelt für Dead Sushi

Noboru Iguchi ist einer der japanischen Regisseure, die vielleicht nie so erfolgreich und bekannt werden, wie Sion Sono, Takashi Miike oder Takeshi Kitano. Dennoch schaffte er es mit seinem Film Machine Girl eine neue Welle des japanischen Underground Films los zutreten, so folgten ihm andere Wegbegleitert und seit knapp 10 Jahren gibt es in Deutschland auch immer wieder Highlights von ihm zu bestaunen. Auch wenn seine neusten Filme meist nur noch auf Festivals laufen und manche leider nur in Japan veröffentlicht werden. So Schaffen es einige Highlights es immer noch nach Europa, wie Dead Sushi. Ein abgefahrener Film über Killer Sushi. Dazu Rina Takeda in der Hauptrolle die ihre Karate Künste zeigen darf.

Die Handlung von Dead Sushi dreht sich um Keiko, eine junge Frau die bei ihrem Vater die Kunst des Sushi machen lernt. Doch da sie eine Frau ist, ist sie unwürdig Sushi zu zubereiten, denn ihr weiblicher Geruch würde den Geschmack verändern. So haut sie von zu Hause ab und fängt in einem Spa an, dort kommt eine kleine Firma unter. Doch während man sich streitet wie Sushi zubereitet wird. Plant ein irrer Wissenschaftler seine Rache und erschafft Sushi was Menschen tötet und in Zombies verwandelt.

Zugegeben die Handlung des Films ist sehr abgefahren, dafür funktioniert sie in dem Film aber erstaunlich gut und man nimmt sich auch Zeit die Charaktere zu zeigen und Keiko darf sich sogar etwas weiter entwickeln. Auch andere Charaktere kommen nicht zu kurz und manche haben sogar überraschende Wendungen parat. Dafür lernen wir als Zuschauer auch eine Menge über das Sushi machen, denn auch wenn Sushi hier das Böse ist, so hat man viel Respekt vor der Herstellung.

Sushi machen ist wie eine Kampfkunst.

in Dead Sushi ist einiges anderes, hier wird Sushi machen wie eine Kampfkunst präsentiert und Keiko muss am Anfang dies auch immer wieder trainieren und ihr Lehrmeister ist sehr streng, nebenbei ist er auch noch ihr Vater. Das hat natürlich den Hintergrund, dass man Rina Takedas Karate Künste zeigen will. Denn sie muss im Verlauf des Films sich nicht nur mit Zombie Sushi prügeln, sondern auch mit Menschen und zu einem Thunfisch mutierten Mann. So hat man natürlich eine Erklärung warum sie so gut in dem ist was sie macht. Dazu kann man auch gleich noch seinen Respekt für Sushi zeigen. Denn Dead Sushi macht sich zwar auch über das Thema lustig, doch geht auch mit viel Respekt an diese Art der Zubereitung von Essen.

Dabei macht es die Handlung des Films dem Zuschauer es aber auch leicht, denn man zeigt uns auch wie es nicht geht und wie manche Sushi Köche so veranstalten aber auch beim Essen kann man Fehler machen. Hier gibt es sogar eine Lernkurve im Film und geht vielleicht am Ende etwas schlauer aus dem Film raus. Was bei einem Film wie Dead Sushi doch überraschend ist. Natürlich steht der Spaß im Vordergrund. So unterhält der Film auch prächtig und zeigt viel Humor. Dieser ist natürlich sehr japanisch. So gibt es immer wieder sehr schräge Szenen und man bricht auch ab und an die vierte Wand, ohne uns dem Zuschauer es direkt zu zeigen.

Es gibt eine Szene im Film wo einer der Charakter sagt, dass das alles keinen Sinn mehr ab diesem Punkt macht. Damit spricht er natürlich auch für den Zuschauer, denn Dead Sushi wird immer absurder und abgefahrener und zeigt dies auch sehr deutlich. Alles ist am Ende so Over the Top, das ein riesige fliegende Sushirolle, die aus sieht wie ein japanisches Kriegsschiff, gegen ein Eisushi kämpft.

Blut, Titten und Sushi

Bei einem Film von Noboru Iguchi erwartet man auch immer wieder sehr übertriebene Splattereffekte, welche ihm auch berühmt gemacht haben. Dies bietet auch Dead Sushi, auch wenn der Film etwas harmloser ist als andere Werke. So gibt es doch immer wieder blutige Effekte zu bestaunen. Dabei ist alles natürlich sehr übertrieben, so fängt das Sushi auch schon mal an zu singen oder sie mobben das Eissushi. Auf der anderen Seite spritzt das Blut natürlich nur so. Dazu gibt es auch Humor. Wie in einer Szene die nur Brüste zeigen soll, die Dame sah man sonst nicht im Film und danach nicht wieder. Einer der Hotelgäste flieht vor dem mutierten Thunfischman und landet in einem heißen Bad und taucht unter. Eine nackte Frau betritt den Raum und redet mit sich selbst, das sie in ruhe Baden kann und kein perverser sie beobachtet. Hier bricht natürlich der Film die vierte Wand, der Mann ist hinter ihr im Wasser. Dann kommt der Killer in den Raum und köpft den Mann und das warme Blut spritzt auf die Frau, die sich ber die wärme freut. Ende der Szene.

Es gibt natürlich noch viel mehr Effekte im Film, Großteils der ganzen Spezial Effekte im Film sind auch Handgemacht. Dies sieht man auch im Abspann des Films, welcher einen kurzen Einblick in die Entstehung gibt. So funktioniert das Sushi ganze Simpel, mit Angeldraht wird es bewegt. Dazu gibt es aber auch ein CGI Effekte, vor allem im Finale, diese erkennt man aber immer wieder, da man für Dead Sushi nicht soviel Geld hatte. Dennoch können die Effekte überzeugen, kommen sie auch von Yoshihiro Nishimura.

Im Grunde ist Dead Sushi aber sehr übertriebener Spass, dies merkt man den Film an, auch mit der ganzen Gewalt, es ist alles so übertrieben und auf lustig getrimmt, das alles sehr Comic oder in dem Fall Mangahaft wirkt und so lacht man eher über die Ideen die man sieht, als das man schockiert ist.

Karate Sushi Martial Arts mit Rina Takeda

Rina Takeda, ist eine der Martial Arts Hoffnungen der neuen Generation, auch wenn ihr Auftritt in dem Live Action Film zu Attack on Titan, reine Verschwendung von Talent war. So konnte sie mit High Kick Girl und Karate Girl überzeugen, zwei Film die Karate und Japan zurück auf die Martial Arts Weltkarte brachten. Dazu spielte sie auch sofort mit in der kleinen Riege an Damen in Martial Arts Filmen. Nach den beiden Filmen, wurde etwas ruhig um sie, zwar spielt sie immer wieder in Actionfilmen mit,doch auch in anderen Filmen. In Dead Sushi kann sie aber zeigen das sie auch Schauspieltalent hat und ihre Karate Künste.

Neben der obligatorischen Hommage an Bruce Lee, welche wohl in vielen Filmen mit dabei sein muss. Zeigt Rina Takeda auch ihr können mit einem Sushinunchaku. Dazu hat sie auch ein paar Gegner, welche Talent haben. Alleine ihr Kampf gegen Asami, bietet Martial Atrs und Humor. Das Finale in der scheuen erinnert in seinen besten Momenten auch an einem Jackie Chan Film, wenn Keiko gegen den Axt schwingenden Thunfischmann kämpft. Beide kämpfen auch um die Axt auf einer Treppe. Das sieht wirklich gut aus.

Noboru Iguchi schafft es auch die Martial Arts Szenen gut in Szene zu setzen, was man bei einem Film wie Dead Sushi nicht erwartet hätte. So haben die Szenen Tempo und auch Drive, alles wirkt gut rübergebracht und überzeugend. Erlässt Rina Takeda gut aussehen und auch die Gegner, man merkt den Spaß den alle hatten beim drehen, auch immer wieder deutlich.

FAZIT:

Dead Sushi ist ein sehr unterhaltsamer Film, mittollen Martial Artseinlagen,viel Humor und einigen blutigen Effekten. Rina Takeda zeigt ihr Talent in den Karate Szenen aber auch im Bereich Humor kann sie punkten, genauso wie Asami, welche hier für einige Lacher sorgt. Auch wenn Dead Sushi sehr abgefahren klingt und es auch ist, so macht der Film sehr viel richtig und unterhält prächtig.

  • 6/10
    Handlung - 6/10
  • 7/10
    Schauspiel - 7/10
  • 8/10
    Regie - 8/10
  • 6/10
    Action - 6/10
  • 7/10
    Effekte - 7/10
  • 8/10
    Unterhaltung - 8/10
7.0/10
Sending
Your rating:
User Rating 0/10 (0 votes)

OFDb.de:

 

BastitheEnd

Filmfan, Autor dieser Seite.

Kommentar verfassen