Kinder Des Zorns 3 – Das Chicago-Massaker

Kinder Des Zorns 3 – Das Chicago-Massaker ist der dritte Teil einer Horrorreihe, ob man hier versucht auf Nummer sicher zu gehen oder geht man neue Pfade?

Stephen King und seine Bücher, liefert er doch immer wieder Stoff für Filme. In den 80ern war er auch schon In und so einige Geschichten von ihm wurden verfilmt. Darunter auch die Kurzgeschichte Kinder Des Zorns (Im Original Children of the Corn), dies war so beliebt, dass es weitere Fortsetzungen gab. Doch dies dauerte, denn 1992 kam nach acht Jahren das erste Sequel. 1993 drehte man Kinder Des Zorns 3 – Das Chicago-Massaker, welcher erst 1995 erschien. Somit befand man sich mitten in den 90ern, die große Flaute der Horrorfilme im Kino aber auch im Heimkinomarkt, während billig produzierte Actionfillme die Videotheken füllten, waren Horrorfilme rar gesät. Doch es gab auch immer wieder Film, welche einem den Samstagabend versüßen sollten. Dieser Film ist dazu auch ein Kind der alten deutschen Zensurpolitik, war er einst ab 18 und zensiert, dazu noch indiziert. Doch im Jahr 2017 hat sich alles geändert, nun ist Kinder des Zorns 3 ab 16und unzensiert.

Die Handlung von Kinder Des Zorns 3 – Das Chicago-Massaker beginnt in einem Maisfeld und einem betrunkenen Mann, der seinen Sohn sucht. Doch Joshua ist mit seinem jüngeren Bruder Eli auf der Flucht und wollen abhauen. Doch noch etwas ist in dem Maisfeld. Eli kontrolliert es und tötet den Vater. Sie landen in Chicago bei ihren neuen Adoptiveltern. Doch Eli will seine Sekte neu auferstehen lassen und pflanzt Mais in einer leeren Lagerhalle an. Joshua dagegen entdeckt das normale Leben und wendet sich von seinem Bruder ab.

Diese Fortsetzung bietet alles, was ein klassischer Bibelstoff so hergibt. Bruderstreit, Die frage nach Gott, einen neuen Garten Eden, der aber vom Bösen kontrolliert wird. Dazu baut man auch wieder das Sektenthema mit ein und die Kritik an der Kirche, die man in fast jedem Stephen King Roman findet. Man merkt aber auch, das wir in den 90ern sind und die Produzenten, keinen typischen Horrorfilm mehr haben wollen.

Der, der hinter den Reihen geht…

Die Idee von Stephen King ist sehr einfach gewesen, ein kleines Dorf irgendwo im nirgendwo. Kinder übernehmen die Macht und alle die über 19 sind müssen sterben bzw. werden geopfert für eine mysteriöse Gottheit, welche hinter den Reihen geht und einen kleinen Jungen als seinen Sprecher hat. Es ist klassischer Horrorstoff, dazu die typische King Kritik an der Kirche. Erfolg hatte der Film und zog Fortsetzungen mit sich. Da man schon öfters bei dem dritten Teil einer Horrorreihe etwas anderes machen wollte. Verfrachtet man hier zwei Kinder aus der Sekte in die Großstadt. Das bietet natürlich neue Möglichkeiten, nur werden die in der Handlung kaum genutzt. Man geht hier auch etwas auf Nummer sicher und kopiert die Dinge, welche in den ersten beiden Filmen schon funktioniert haben.

Man hat immer noch den Mythos um diesen Gott, welcher für gute Ernte sorgen soll. Dabei merkt man aber auch das man sich in den 90ern befindet und manches aus den 80ern nicht mehr funktioniert. Der Adoptivvater arbeitet für eine Firma die mit Aktien handelt, was zwar immer noch sehr 80er ist aber auch schon in den 90ern übegeht. Denn wenn er den Mais findet, wittert er eine menge Geld. Auch bei den Jugendlichen und der Mode, merkt man es sind die 1990er, dazu ist man etwas Multikultureller geworden und es gibt auch ein paar schwarze Kids. Dennoch vermeidet man das man ein auf Hip macht, sie dienen viel mehr dazu, zu zeigen wie religiös Eli eigentlich ist. Doch was ist er?

Ist Eli der Teufel? Diese Frage beantwortet der Film nicht aber dafür baut man natürlich das Mysterium etwas aus. Der Priester hat hier Albträume und sieht dinge, welche in den ersten beiden Teilen passiert sind. Alles weisst auf Eli hin auch seine Adoptivmutter hat Albträume und sieht dinge, die andere nicht sehen. Alles wird immer wieder eingestreut in die Handlung, hier merkt man aber auch, der Film will kein Horrorfilm mehr sein. Man versucht sich auch bei Familiendrama, etwas Humor und am Ende auch auf viele Effekte. Doch Spannung baut man selten auf, obwohl die auch funktioniert und die Handlung durchaus interessant ist.

Effekte

Die Zeit der blutigen Horrorfilme im Mainstream Kino war mitte der 90er Jahre vorbei. Zwar gab es immer wieder mal ein paar Filme die Ausbrachen. Doch die leinwand färbte sich nicht mehr so oft in Blutrot. Dies merkt man auch bei Kinder Des Zorns 3 – Das Chicago-Massaker. Zwar hat man gelungene Effekte von Screaming Mad George, doch Blut fließt hier kaum. In ein paar Szenen gibt es etwas roten Lebenssaft. Doch sonst sind die Szenen alle sehr unblutig. Dafür bekommt man aber gelungene Effekte. Alles arbeitet auf das Finale hin, welches hier den Film eine krasse Wendung verpasst, welche auch ohne Ankündigung kommt. Ihn aber damit auch zu einem Highlighz der Reihe werden lässt.

Diese knapp fünf Minuten in Kinder Des Zorns 3 – Das Chicago-Massaker sind das Aushängeschild des Films und funktionieren immer noch sehr gut. Das riesige Monster, was sich durch die Horde von Teenagern metzelt, ist pure Unterhaltung. Dabei fällt aber auch auf, dass das Blut hier rar gesäht ist. Dafür macht man Tanz der Teufel etwas konkurenz in Szenen mit sehr absurden vergewaltigungen von Frauen. Es hat zwar eine gewisse härte. Doch alles ist im typischen Fantasyrahmen. Was auch die FSK 16 erklärt. Man bekommt sehr gute handgemachte Effekte geboten.

Optik

Rein optisch befinden wir uns wirklich in den 90ern. Auch merkt man, dass Regisseur James D.R. Hickox hier seinen ersten Film abliefert. Man geht bei vielen Einstellungen auf die sichere Nummer und verzichtet auf Spielereien oder lange Kamerafahrten. Was natürlich der Atmosphäre schadet. Auf der anderen Seite gibt es ein paar wirklich gut gelungen Szenen. Vor allem am Anfang,wenn die Adoptivmutter langsam dem Wahnsinn verfällt und dinge sieht die nicht da sind. Inklusive einem gut gemachten Albtraum, der sich mit der Wirklichkeit vermischt.

Auch gibt es ein paar kurze Dolyshots aka Vertigo aufnahmen, welche hier auch gut genutzt werden, vor allem im Finale. Doch sonst bietet der Film die Standardkost eines Horrorfilms und man sieht auch deutlich, das man versucht einiges anders zu machen. Doch irgendwie will bei vielen Einstellungen der Funke nicht überspringen. So bekommt man einen typischen 90er Jahre Horrorfilm.

FAZIT:

Kinder Des Zorns 3 – Das Chicago-Massaker ist typische 90er Jahre Horrorkost, man wird gut unterhalten. Leider fehlt es etwas an Spannung und Atmosphäre und trotz einiger guter Effekte, ist der Film sehr Blutleer. Dafür bekommt man ein abgefahrenes Finale geboten, welches zu den Highlights der Filmreihe gehört.

Kinder Des Zorns 3

Movie title: Kinder Des Zorns 3 – Das Chicago-Massaker

Director(s): James D.R. Hickox

Actor(s): Daniel Cerny, Ron Melendez, Jim Metzler, Nancy Lee Grahn, Jon Clair, Mari Morrow, Michael Ensign, Duke Stroud, Rif Hutton, Garvin Funches, Johnny Legend, Gina St. John

Genre: Horror

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  • 6/10
    Handlung - 6/10
  • 7/10
    Schauspiel - 7/10
  • 7/10
    Regie - 7/10
  • 6/10
    Spannung - 6/10
  • 6/10
    Atmosphäre - 6/10
  • 6/10
    Unterhaltung - 6/10
6.3/10
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Handlung:

 Nach dem grausamen Tod ihres Vaters werden Eli und Joshua Porter, die einst Mitglieder der mörderischen Kindersekte von Gatlin waren, zu Vollwaisen. Sie kommen in die Obhut von Adoptiveltern, die sie warmherzig aufnehmen, und beginnen in Chicago ein neues Leben. Doch während es dem aufgeschlossenen Joshua relativ leicht fällt, Anschluss zu finden, zieht sich Eli immer mehr zurück. In einem leer stehenden Lagerhaus pflanzt er den Mais, den er aus seinem Heimatort mitgebracht hat, und holt so das Grauen von Gatlin in die Großstadt Chicago …

BastitheEnd

Filmfan, Autor dieser Seite.

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