Schulmädchen

Schulmädchen-Report – Was Eltern nicht für möglich halten

Schulmädchen-Report – Was Eltern nicht für möglich halten ist der Anfang einer Reiher deutscher Reportfilme.

Die 70er Jahre, ein Jahrzehnt wo das Kino im Wandel war. Auch in Deutschland, die sexuelle Revolution ging langsam los. Dank Oswald Kolle, der mit seinem Aufklärungsfilmen für einige Kontroversen sorgte. Doch schon bald sollte eine Filmreihe kommen, welche zeigte wie Schülerinnen wirklich denken, jedenfalls behauptet der Streifen das. Doch stimmt das, was uns Schulmädchen-Report – Was Eltern nicht für möglich halten auftischen will wirklich? Jedenfalls basiert der Film auf einem Buch und die Handlung erzählt unterschiedliche Geschichten. Doch irgendwie wird man das Gefühl nicht los, das man hier doch für ein anderes Publikum einen Film drehte. Doch fangen wir vorne an, bei der Handlung.

Die Handlung von Schulmädchen-Report – Was Eltern nicht für möglich halten ist eine Mischung aus Rahmenhandlung, die immer wieder von Straßenumfragen unterbrochen wird, dazu der Psychologe der mit Schülerinnen Interviews macht. Es geht darum das eine Schülerin beim Sex mit einem Busfahrer erwischt wird und nun soll der Elternrat abstimmen ob sie die Schule verlassen muss. Schnell wird der dem Zuschauer klar, was hier Sache ist. Man will einfach nackte Mädels zeigen, dabei aber vielleicht auch etwas aufklären und provozieren aber am Ende geht es dann doch nur um die Befriedigung.

Interessant bei dem Film ist, wie man die Mädchen darstellt, so sollen sie jung und modern wirken. Jede ist verschieden, genauso wie die Themen, alles wirkt aber doch sehr schwer und zurückhalten. Im Grund ist der Film noch sehr naiv und versucht seine eigentlich Absichten immer wieder zu vertuschen, so das der Zuschauer sich nicht ganz schlecht fühlt, weil er Schulmädchen sieht, welche sich entkleiden und nackt sind. Die Interviews sind dann immer passend zu dem Thema und wirken auch sehr aufgesetzt. Hier sind wohl einige echt und andere gestellt. Genau sagen kann man das nicht mehr, als Zuschauer merkt man aber, das vieles nur gestellt ist.

Die bösen Schulmädchen

Eigentlich soll Schulmädchen-Report – Was Eltern nicht für möglich halten aufklären und zeigen das die Zeiten sich geändert haben. Denn 1970 sollte es langsam möglich sein, das eine junge Frau über ihren Körper und Gelüste selbst bestimmen konnte. Dies sollte man auch im Kino zeigen, doch der Film dreht das ganze immer wieder. Man merkt also das es doch für prüde ältere Herren gedreht wurde, die den Film im Kino sehen. Unter dem Deckmantel der Aufklärung bekommt das Zielpublikum als genau das was es will. Das wirkt aus heutiger Sicht doch merkwürdig und man wird das Gefühl nicht los, das die Mädchen immer selbst Schuld sind was mit ihnen passiert.

Schon das Thema der Vergewaltigung wird hier sehr stark runter gespielt. So erzählt das Mädchen davon aber es war nur ein Versuch und vielleicht hätte sie sogar gewollt, hätte der Mann sich besser angestellt. Das ist eine typische alt Herrenfantasie und passt nicht in einem Film wie Schulmdächen-Report, zeigt aber auch das man noch am Anfang der Aufklärung war, dennoch aber Sex verkaufen wollte. Andere Geschichten gehen ähnlich mit den Mädchen um, man lässt alles immer sehr wage und offen. So auch ungeschützter Sex mit einem Bademeister, das Mädchen war 15 und die Mutter ist sauer auf Tochter und dem Typen. Das Mädchen hat angst schwanger zu sein und will das Kind auch nicht haben. Es folgt aber keine Diskussion darüber was richtig wär. Man schwenkt um zu einem anderen Thema.

Es gibt bei Schulmädchen-Report – Was Eltern nicht für möglich halten auch Themen die werden gut erklärt und man bricht eine Lanze dafür, wie die Masturbation, dass dies nichts schlimmes ist. Hier versucht man das wirklich gut zu erklären und zu zeigen das die Entdeckung das eigenen Körpers nichts schlimmes ist. Man liefert gute Argumente. Doch das ist im Film eher selten der Fall.

Erotik

Bei der Erotik merkt man, wie brav der Film ist. Denn man sieht zwar immer wieder mal eine der Darstellerinnen nackt und hier nicht nur die Brüste, doch das gewagte ist die Masturbation eines Schulmädchen, welches dann auch noch von der Mutter erwischt wird. Das ganze besteht auch nur aus dem reiben ihres Busches. Gute Erotik sieht dann doch anders aus. Auch alle anderen Szenen sind nie wirklich erotisch in Szene gesetzt. Man gibt sich zwar immer wieder Mühe und schafft es bei Einzelfällen, dann doch etwas aber im großen und ganzem ist der Film sehr harmlos in diesem Bereich.

Natürlich ist alles aus heutiger Sicht etwas fragwürdig, denn die Mädels sollen ja immer unter 18 sein, wurden aber gut gecastet und sehen nur jünger aus. Einige davon sind wirklich hübsch, wenn man auf den 70er Jahre look steht. Dennoch kommt bei Schulmädchen-Report – Was Eltern nicht für möglich halten selten echte Erotik auf. Dafür wurde der Film auch zu schnell produziert.

Optik

Der Look des Films schwankt natürlich, die Interviews sind im typischen Dokumentationsstil gedreht, einige Interviewpartner sieht man nur von hinten, hier dürften die Antworten auch echt sein. Andere reden frei von der Seele drauf los, passend zum Thema. Alles wirkt aber noch sehr steif und bieder.

Bei den Episoden von Schulmädchen-Report – Was Eltern nicht für möglich halten wechseln sich die Stilmittel ab, meist aber gibt es längere Einstellungen und ab und an mal eine Nahaufnahme, man merkt deutlich, dass der Film schnell und günstig produziert worden sollte. Auch wirkt es so, das man mit bedacht noch nicht so explizit alles zeigt, wie man es vielleicht später tun sollte. Hier ist man noch auf das Erzählen der Handlung bedacht, doch immer wieder muss ein Mädel auch mal nackt zu sehen sein. Es gibt aber ein paar Aufnahmen, die sind gelungen, eine Kamerafahrt um ein Paar was Petting acht, sieht gut aus und erzeugt auch etwas Stimmung und ist einfühlender. Auch mit den richtigen Nahaufnahmen aber auch hier merkt man wie prüde der Film eigentlich ist bei dem Thema.

FAZIT:

Schulmädchen-Report – Was Eltern nicht für möglich halten sollte Aufklären und wollte provozieren.Dabei zeigt der Film perfekt was Anfang der 70er Jahre in Deutschland und im Kino los war. Durch den Erfolg des Streifens ging eine Welle von Reportfilmen los und der Film zog 12 Fortsetzungen nach sich. Dabei ist er aber sehr prüde und die Schulmädchen kommen nicht immer gut weg in Schulmädchen-Report – Was Eltern nicht für möglich halten.

Movie title: Schulmädchen-Report - Was Eltern nicht für möglich halten

Director(s): Ernst Hofbauer

Actor(s): Günther Kieslich, Wolf Harnisch, Helga Kruck, Friedrich von Thun, Peter Dornseif, Lisa Fitz, Marion Haberl, Claudia Höll, Marion Kracht, Sandra Kruger, Ruth Küllenberg, Alexander Miller

Genre: Erotik, Sex

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  • 6/10
    Handlung - 6/10
  • 5/10
    Schauspiel - 5/10
  • 6/10
    Regie - 6/10
  • 3/10
    Erotik - 3/10
  • 6/10
    Unterhaltung - 6/10
5.2/10
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Handlung:

Nachdem Renate auf einem Schulausflug beim Sex mit dem Busfahrer ertappt worden ist, wird eiligst eine Lehrerkonferenz einberufen. Zunächst soll das Mädchen postwendend von der Schule verwiesen werden, dann aber lassen sich die Lehrer von dem Sexualpsychologen Dr. Bernauer umstimmen. Innerhalb der Konferenz schildert nun Bernauer ähnliche Fälle, die so als Episoden in die Rahmenhandlung des Sexfilms eingebettet werden.

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