Schulmädchen-Report, 2. Teil – Was Eltern den Schlaf raubt

Schulmädchen-Report, 2. Teil – Was Eltern den Schlaf raubt macht da weiter wo der erste Teil auf hörte.

Der Erfolg von Schulmädchen-Report war so groß, dass man schnell für Nachschub sorgen musste. So drehte man mit Schulmädchen-Report, 2. Teil – Was Eltern den Schlaf raubt eine Fortsetzung und von 1970 bis 1971 hat sich viel getan auf den deutschen Leinwänden. Zwar war Pornographie immer noch verboten. Dafür gab es aber schon sehr viele Reportfilme, welche halt nur noch Albifunktion hatten um nackte Mädels im Kino zu zeigen. Die Filme wurden auch langsam immer freizügiger und das merkt man der Produktion der Fortsetzung auch an. Doch noch etwas fällt auf, man hat wohl ein Schema gefunden auf das man bauen konnte. Auch der zweite Teil wurde wieder ein Erfolg. Doch was begeisterte die Menschen in den 70ern so sehr an diesen Filmen, welche jetzt verschwiegen werden und nur noch einen Kultstatus haben, weil sie in den 90ern sehr oft bei Sat. 1 gezeigt wurden?

Die Handlung von Schulmädchen-Report, 2. Teil – Was Eltern den Schlaf raubt beginnt mit Friedrich von Thun, welcher dem Zuschauer erklärt, das der Erfolg vom ersten Teil überwältigen war und die Macher haben über 1600 Briefe bekommen mit Geschichten und Meinungen zum Film. In dem Raum sitzen Menschen, die im Verlauf Geschichten erzählen. Dazu kommen auch wieder Straßeninterviews, dieses mal in Berlin aufgenommen und genauso gestellt wie im ersten Teil. Dazu trifft Friedrich von Thun auch ein paar Schulmädchen und stellt ihnen fragen und sie erzählen ihre Geschichte.

Unglaubliche Geschichten bekommt der Zuschauer erzählt und wieder einmal verfällt man in selbe Schema wie beim ersten Teil. Man merkt das man bei Schulmädchen-Report, 2. Teil – Was Eltern den Schlaf raubt auf Nummer sicher gehen will, doch wollen die Macher auch experimentieren. So bekommt man unterschiedliche Charaktere gezeigt, welche am Ende aber alle doch irgendwie gleich sind und die Storys die sie Erzählen, sind etwas besser als beim Vorgänger, man lernt langsam. Dennoch ist alles immer noch sehr fragwürdig.

Wieder die bösen Schulmädchen

Wie schon im ersten Teil, ist auch hier wieder alles etwas Fadenscheinig. Denn man will zwar Aufklären, doch am Ende sind die Mädchen die Bösen. Obwohl das im Verlauf des Films doch umschwingt und man am Ende etwas zur Vernunft kommt. Das wirkt aber auch nur so, weil wohl die Macher auch wussten, das im restlichen Film sehr viele Dinge passieren, wo die Schulmädchen eigentlich die Opfer sind aber man ihnen die Schuld in die Schuhe schiebt. Das ist schon bei der ersten Geschichte der Fall. Im Klassenraum einer Mädchenschule, muss der Lehrer mit den Hormon gesteuerten Schulmädchen klar kommen. Die alle in Hot Pants, Röcken und engen Blusen rum laufen. War sicher Mode damals. Doch eine Schülerin legt ihn rein und verführt ihn zu hause. Am nächsten Tag erpresst ihn eine andere Schülerin auch. Er zweifelt. Hier wird die Handlung auch erst mal unterbrochen für Straßeninterviews.

Die Damen in Berlin bei Schulmädchen-Report, 2. Teil – Was Eltern den Schlaf raubt geben Friedrich von Thun freudig Auskunft ob sie mit einem Lehrer Sex haben wollen würden oder auch nicht. Danach geht die Geschichte weiter, hier folgt eine Wendung und endet damit das Lehrer sich umgebracht hat. Somit sind die Schülerinnen schuld an seinem Tod, das der Mann sich hat verführen lassen und nicht nein gesagt hat und mit sowas vielleicht rechnen können. Im Grunde sind Schülerinnen und Lehrer gleichermaßen Opfer und Täter.

Eine Weitere Geschichte im Film hat einen ähnlichen Fall, doch hier verführt das Schulmädchen einen Nachhilfelehrer und muss dann vor Gericht. Ihre Geschichte beginnt mit einer Psychologin, da das Mädel wohl Geisteskrank ist, das sie nymphomanisch ist erwähnt der Film nicht, sind aber ihre Symptome.Auch hier wird sie wieder zum Opfer, doch sie versuch sich umzubringen, weil ihr Vater sie verachtet und der Lehrer freigesprochen wird. Sie ist hier die Schuldige und Opfer und man versucht es besser darzustellen als in der ersten Geschichte.

Warnend und sensibler ist das Thema der Vergewaltigung, hier versucht der Film nur nüchtern die Fakten zu zeigen. Doch in anderen Geschichten sind fast Vergewaltigungen nichts böses, einmal war das Mädel auch froh darüber und das vier Mädels einen Mann vergewaltigen ist total Harmlos, er ruft bei seiner Firma an und bittet um Hilfe, drei weitere Kerle sollen vorbeikommen. Zugegeben, dieser Teil dient eher der Unterhaltung und ist lustiger als die eigentliche humoristische Geschichte. Dennoch ist alles sehr fragwürdig.

Erotik

Im Verlgeich zum ersten Teil ist Schulmädchen-Report, 2. Teil – Was Eltern den Schlaf raubt erotischer. Natürlich ist hier keine feine subtile Erotik zu erwarten und die Verführungskünste der Schulmädchen besteht darin sich auszuziehen und sich nackt zu zeigen. Dennoch gibt es mehr nackte Haut zu sehen und man vertuscht seine Absichten nicht mehr so ganz. Zwar gibt es immer noch die sehr Fragwürdigen Geschichten. Doch viele versuchen einfach nur noch zu Unterhalten. Was dem Film auch gelingt.

Es gibt wieder eine Menge an hübschen Schulmädchen zu sehen, Interessant ist, das man nackte Männer zwar auch sieht aber nie einen Penis. Alles ist sehr stark auf die Frau konzentriert, so merkt man als Zuschauer deutlich. Das der Film noch sehr deutlich auf einem äälter Publikum, was nur aus nur aus Männern besteht zugeschnitten ist.

Optik

Man ist schon etwas mutiger bei Schulmädchen-Report, 2. Teil – Was Eltern den Schlaf raubt, denn bei der Kameraführung gibt es ein paar mehr experimente zu sehen. So gibt es neben den langen Takes auch in einer Geschichte, eine Szene aus der Egoperspektive. So sehen wie ein Junge, zum ersten Mal den Körper eines Mädchen anschaut und anfässt. Das ist wirklich gut gefilmt und vermittelt auch etwas die Schüchternheit und seinen Blick. Der Langsam am Körper Runter und wieder Hoch geht. Alles genau anschauend. Was auch dazu dient, den nackten Körper des Mädles in Nahaufnahme zu zeigen.

Sonst ist der Film wie sein Vrogänger im bereich der Optik zwar kein Highlight aber der Regisseur weiß was er tut. Dafür wird man sich mutiger und platziert die Mädchen immer etwas anders im Bild und versucht so mehr Kunst zu machen, als plumpe Erotik. Dennoch fehlt es immer noch am Talent eine Szene wirklich erotisch zu Filmen.

FAZIT:

Schulmädchen-Report, 2. Teil – Was Eltern den Schlaf raubt kopiert das Erfolgsrezept des ersten Teils und versucht noch ein paar Änderungen unter zu bringen. Dabei ist vieles sehr fragwürdig und die Schulmädchen, sind hier meist doch die Bösen und man will gar nicht zeigen, das alles nicht so schlimm ist. Wobei man am Ende dann doch eine Art Happy End einbaut mit der letzten Geschichte des Films. Sonst bekommt man halt typische 70er Jahre Erotikkost geboten, welche aber andere besser gemacht haben.

Movie title: Schulmädchen-Report, 2. Teil - Was Eltern den Schlaf raubt

Director(s): Ernst Hofbauer

Actor(s): Friedrich von Thun, Christine Snyder, Rosl Mayr, Karin Götz, Hans Heiking, Juergen Emanuel, Rolf Castell, Jochen Mann, Frank Wedekind, Hellmuth Haupt, Michael Schreiner, Gerti Heibl

Genre: Drama, Erotik, Liebe/Romantik, Sex

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  • 6/10
    Handlung - 6/10
  • 6/10
    Schauspiel - 6/10
  • 7/10
    Regie - 7/10
  • 4/10
    Erotik - 4/10
  • 6/10
    Unterhaltung - 6/10
5.8/10

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Handlung:

Der zweite Teil der Erfolgsserie. Ein Studienrat, der von einer Schülerin verführt und nachher mit Intimfotos erpresst wird, ein Untermieter tappt in eine Sexfalle und wird vom Vater der Verführerin angezeigt, zwei Mädchen laufen von zu Hause weg, um endlich ihre Freiheit zu genießen und geraten von einem unangenehmen Abenteuer ins nächste, für Geld posieren Oberschülerinnen für Pornophotos. Schülerinnen bestellen sich Männer per Telefon.

Was Eltern den Schlaf raubt

BastitheEnd

Filmfan, Autor dieser Seite.

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