Schulmädchen-Report, 4. Teil – Was Eltern oft verzweifeln lässt

Schulmädchen-Report, 4. Teil – Was Eltern oft verzweifeln lässt, der mit Christina Lindberg und Ingrid Steeger.

Knapp 7 Monate nach dem der dritte Schulmädchen-Report Film in den deutschen Kinos lief, folgte auch schon Schulmädchen-Report, 4. Teil – Was Eltern oft verzweifeln lässt. Hier merkt man also, das die Leute mehr davon wollte und die Produzenten wollen natürlich mehr Geld verdienen. Die Filme sind billig produziert, da man nicht mal mit Ton drehte und immer nachsynchronisierte. Auch ist ab Teil vier einiges anders. Keine Straßeninterviews mehr, sondern die Schulmädchen erzählen ihre Geschichten selber und alles wirkt sehr Episodenhaft, da es keine Rahmenhandlung gibt in diesem Film. Dafür aber gibt es erst Mals berühmte Namen, auch wenn Ingrid Steeger wohl der bekanntere Name damals war, sie war schon ein Erotikstar. Doch auch Christina Lindberg sollte auch bald bekannt werden.

Da es bei Schulmädchen-Report, 4. Teil – Was Eltern oft verzweifeln lässt keine Rahmenhandlung gibt und man alles in Episoden verpackt, ist es natürlich etwas schwerer eine Handlung wieder zugeben. Man zeigt hier in weniger Geschichten als in den Teilen davor. Sexuelleabenteuer der Schulmädchen und es ist alles vertreten was schon in den Vorgängern populär war. Dabei gibt es alles, dramatische, moralisch sehr fragwürdiges, Tabubrechendes, romantisch und natürlich auch etwas Humor. Es geht wieder querbeet durch die Sexploitationshandlungen.

Was auffällt, das man sich etwas mehr Mühe gab bei den einzelnen Episoden und versucht die Charaktere etwas mehr tiefe zu verleihen. So erzählt man zwar kurze Abgeschlossene Geschichten, doch dabei versucht man wirklich uns die Schulmädchen näher zu bringen. Was nicht immer funktionieren will, weil manche Mädels kein Talent haben. Im Verlauf des Films, funktioniert es besser und man merkt sehr deutlich, das man beim vierten Teil eine menge dazu gelernt hat und es wird sogar erotischer. Dennoch bedient sich Schulmädchen-Report, 4. Teil – Was Eltern oft verzweifeln lässt immer noch bei den typischen Elementen des deutschen Sexfilms der 70er Jahre.

Nicht mehr ganz so böse Schulmädchen

Am Anfang wird uns wieder einmal erzählt wie Erfolgreich die Schulmädchen-Report Filme doch waren, auch das es viel Kritik gab, wahrscheinlich zu Recht. Doch auch dieses mal will man uns Geschichten erzählen wie sie wirklich passiert sind. Alles beginnt mit einer Schülerin, welche versucht einen Studienrat zu verführen, der hier auch mal Nein sagt. Natürlich nicht für lange, gibt er nach und das Schulmädchen bekommt was sie will. Diese Episode bleibt fast unkommentiert und ja hier darf sie auch mal etwas die Böse sein, mit Gefühlen spielt man nicht und er gab sich dem Verlangen nicht so schnell hin. Respekt an dem Drehbuchautor, hier gab es auch mal etwas Dramatik in der Erzählung.

Wieder einmal ist es die Episode mit der Vergewaltigung, welche moralisch sehr fragwürdig ist. Es zeigt zwar eine alltägliche Szene und der darin vorkommen Rassismus wird nicht einmal kommentiert, weil das OIpfer dieses mal auch noch ein schwarzes Mädchen ist. Die einen Freund hat der Hans heißt. Also Stereotypischer geht es kaum. Hans wird gespielt von Sascha Hehn, nur um das am Rande auch mal zu erwähnen. Jedenfalls ist diese Geschichte typisch für die Schulmädchen-Report Reihe, obwohl man hier das Opfer nicht die Schuld gibt, obwohl indirekt schon etwas. Man hat sich in dem Fall echt gebessert, so ist das Ende dann doch wieder einmal der Sargnagel in der Hoffnung es würde anders ausgehen. Hans meint zu dem Mädel es wär doch alles nicht so schlimm. Nur das wir aus dem Offkommentar dann erfahren, das er das ganze Gerede nicht ertrug und sie doch verließ. Düsteres und moralisch sehr fragwürdiges Ende.

Ansonsten ist Schulmädchen-Report, 4. Teil – Was Eltern oft verzweifeln lässt doch etwas besser als seine Vorgänger und man hört auf die Schuld bei den Schulmädchen zu suchen, sondern lässt das ganze mit der Aufklärung weg und es ist nur noch Alibi, damit sich die älteren Männer mit Hut und langen Mantel nicht so schlecht fühlen. Natürlich ist die Episode wo die Schülerinnen von Mitschülern auch etwas fragwürdig, doch die Kritik in dieser Episode ist auch berechtigt.

Christina Lindberg

1972 war Christina Lindberg zwar schon etwas bekannter, doch den richtigen Durchbruch bekam sie erst ein paar Jahre später mit dem Film Thriller, wo sie die Hauptrolle spielte, eine eiskalte Rächerin, welche auch die Inspiration für Quentin Tarantinos Kill Bill mit war, dazu war es Thriller der als erster Mainstream Film Hardcoresex Szenen zeigte, natürlich mit Körperdoubel. Doch mit ihrer Rolle in Schulmädchen-Report, 4. Teil – Was Eltern oft verzweifeln lässt verleiht sie dem Film etwas besonderes. Auch wenn sie nicht die beste Schauspielerin war, so hat sie doch viel mehr Talent als die anderen Mädels. Dazu ist die Geschichte wo sie mitspielt auch etwas besonderes. Spricht sie doch das Tabuthemas Inzest an.

Christina verkörpert in dieser Geschichte von Schulmädchen-Report, 4. Teil – Was Eltern oft verzweifeln lässt die Schwester, welche auf den Bruder scharf ist. Nicht nur wegen der Handlung sticht dieser Teil des Film heraus. Sondern auch wegen dem wie es gezeigt wird, man ist zwar immer an der grenze zurSexploitation, doch versucht man auch das Seelenleben der Schwester zu zeigen, wie sehr sie doch diese erotischen Gefühle verwirren. Dies schafft es Christina Lindberg wirklich gut darzustellen. Auch sonst hat sie wie immer eine unglaubliche erotische Ausstrahlung, irgendwo zwischen unschuldig und verfüherisch.

Erotik

Dank Christina Lindberg und auch etwas durch Ingrid Steeger ist Schulmädchen-Report, 4. Teil – Was Eltern oft verzweifeln lässt erotischer geworden. Doch auch sonst, merkt man das man nicht mehr versucht dokumentarisch an die Sache ran zugehen, sondern man versucht wirklich einen Sexfilm zu drehen. Alles andere ist nur noch Alibi. Das sieht man den Film deutlich an. Denn man zeigt immer mehr Nacktheit. Zwar schafft man es immer noch nicht, alles erotisch zu zeigen.Doch ist das gezeigt anregender als die Vorgänger. Eine gewisse Episode ist ausgenommen,obwohl auch Teile hier auch schon erotischer sind. Man muss gewissen dinge hier einfach ausklammern.

Die Darstellerinnen sind wie immer gut ausgewählt und wunderschön. Obwohl man auch versucht anderes mit einzubringen und wenn es nur für den Humor ist und man vielleicht nicht wusste was Fatshaming ist, so gibt es in einer Geschichte auch eine übergewichtige, welche in unerotischer Unterwäsche sich zeigen darf. So fortschrittlich war man wohl 1972 noch nicht. Fans von Rubensfrauen oder BBW kommen hier nicht auf ihre Kosten. Ansonsten ist Christina Lindberg natürlich das Highlight von Schulmädchen-Report, 4. Teil – Was Eltern oft verzweifeln lässt.

Optik

Immer weiter entwickeln sich die Macher der Schulmädchen-Report Filme. Denn man zeigt bei Schulmädchen-Report, 4. Teil – Was Eltern oft verzweifeln lässt etwas mehr. Die Kameraeinstellungen werden gewagter und man sieht meist eher zufällig auch etwas mehr vom Busch, was er nicht immer verstecken kann. Auch wagt man nee optische Experimente. So gibt es eine Sexszene die man aus der Sicht des Mannes sieht. Was doch für Abwechslung sorgt. Auch sonst nutzt man im Verlauf auch mehr Nahaufnahmen und auch schon mal direkte Großaufnahmen vom Gesicht und der Augen. Vor allem dann wenn es um die Entjungferung geht.

Auch bei der Optik sticht die Episode mit Christina Lindberg hervor.Nicht nur das man hier versucht Albträume zu visualisieren und man sehr experimentell vor geht. Inklusive surrealer Traumszene wo Männer mit Musketen und Spitzhelme eine Nonne hinrichten und dann den Charakter von Christina Lindberg. Die Nonnen entkleidet sich dabei und windet sich und ist am Ende blutbeschmiert. Auch versucht man die verbotene Intimität gut darzustellen, so ist es einem als Zuschauer klar, dass dies nicht sein darf. Auch setzt man die Erotik von Christina Lindberg sehr bewusst ein und zeigt ihren nackten Körper nicht immer ganz und nicht so Exploitationshaft wie bei den anderen Darstellerinnen.

FAZIT:

Schulmädchen-Report, 4. Teil – Was Eltern oft verzweifeln lässt sticht schon wegen Christina Lindberg hervor und zeigt deutlich, das man als Fortsetzung die anderen Teile aussticht. Denn man lässt die Aufklärung wirklich nur noch als Alibi da sein. Ansonsten zeigt man einen Episodenfilm, der halt den Alltag von Schulmädchen zeigt, da ist alles dabei. Zwar gibt es immer noch sehr moralisch fragwürdige Szenen. Man hört aber langsam mit dem Victimshaming auf und ist etwas sozialkritischer und zeigt das es nicht immer so sein muss aber die Schulmädchen dafür auch nicht immer was können.

Movie title: Schulmädchen-Report, 4. Teil - Was Eltern oft verzweifeln lässt

Director(s): Ernst Hofbauer

Actor(s): Christina Lindberg, Gunther Möhner, Wolf Harnisch, Anne Graf, Ulrike Butz, Hellmuth Haupt, Marina Blümel, Walter Feuchtenberg, Ruth Küllenberg, Sascha Hehn, Monica Fleischer, Eleonore Leipert

Genre: Erotik, Sex

More...

  • 7/10
    Handlung - 7/10
  • 6/10
    Schauspiel - 6/10
  • 7/10
    Regie - 7/10
  • 5/10
    Erotik - 5/10
  • 6/10
    Unterhaltung - 6/10
6.2/10
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BastitheEnd

Filmfan, Autor dieser Seite.

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