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Dead or Alive: Final

Dead or Alive: Final ist Takashi Miikes version eines John Woo Films.

Mit Dead or Alive: Final endet die Trilogie von Takashi Miike und wieder ist alles anders. Nach dem wir zwei unterschiedliche Filme gesehen haben, versucht Miike mit dem dritten Teil nochmals alles zu Toppen und dreht einen Cyberpunk Film, ohne die typischen Elemente. Dafür aber mit vielen Anleihen von John Woo. Der Film ist voller Anspielungne und Hommagen an das Hong Kong Action Kino. Das geht bei der Handlung los und endet bei der Action im Film. Dennoch ist Dead or Alive: Final der Reihe treu und zeigt die beiden bekannten Hauptdarsteller Show Aikawa und Riki Takeuchi wieder einmal ganz anders. Als in den Filmen davor.

Die Handlung von Dead or Alive: Finale spielt in der Zukunft. Yokohama wurde von China übernommen. Ein neues Gesetzt, verbietet Heterosexuelle Liebe und man kontrolliert die Geburtenrate mit einer Droge, welche die Männer nehmen müssen. Doch eine Rebellengruppe will dies nicht. Als der Replikant Ryo zu der Gruppe stößt, weil er ein Kind vor der Polizei rettet. Auf der anderen Seite ist da Honda, ein Polizist, der langsam an dem System zweifelt und auch einen Sohn hat. Doch er wird nur vom Bürgermeister benutzt. So steht das letzte Duell von Ryo und Honda an, wird dieses Mal einer gewinnen?

Takashi Miike hat ja immer wieder unterschiedliche Charaktere aus verschiedenen Ländern aus Asien in seine Filme eingebaut, vor allem am Anfang seiner Karriere. Als er noch V-Cinema macht viele mehr Freiheiten. Bei Dead or Alive: Final tut er dies auch wieder. Er nutzt die Freiheit die er hier hat, für einen Film der eine Hommage an Blade Runner, modernen Actionfilmen und auch John Woo ist.

DEAD OR ALIVE: FINAL, Riki Takeuchi, 2002, ©Kino International

Cyberpunk und doch nicht

Die Handlung von Dead or Alive: Final ist vielleicht die schwächste der ganzen Reihe. Denn man baut sehr viele Themen ein und übertreibt es dann doch irgendwie. Denn man versucht gar nicht erst, die beiden Hauptfiguren so richtig zu zeichnen. Sie sind da und haben ein Leben, keine Verbindung zu einander, es gibt zwar ein paar Wendungen, doch hier bedient man sich bei Blade Runner und einer Theorie zu dem Film. Man hat aber nicht immer das Gefühl, das der Film wirklich in der Zukunft spielt, was vielleicht auch den Sets liegt. Das einzige was einem daran erinnert, ist die Thematik. Doch sonst, findet man nur selten Spuren von Cyberpunk.

Der Film taucht immer mehr in seine eigene Welt ein und versucht uns eine dystopische Zukunft zu zeigen. Wo Heterosexualität verboten ist und Männer die Pille nehmen müssen. Es ist der Albtraum jedes engstirnigen Heterosexuellen Mannes der Welt. Alle Normen und Konformen mit dem er lebt werden hier über Board geworfen, das scheinbar normale wird zum Bösen und die Rebellen kämpft für die Freiheit. Es ist eine Zukunftsversion, welche aktuell bestimmte politische Partien gern prophezeien. Doch so schlimm ist es nicht, was Takashi Miike in Dead or Alive: Final zeigt. Es ist mehr die Grundlage um einiger massen das zu erklären was man zeigen will.

So nutzt man die Handlung des Films um viele Motive aus John Woo Filmen zu zeigen. Dazu kommt natürlich auch Blade Runner, denn teile der Handlung erinnern stark an den Film von Ridley Scott. Dazu kommt die starke melancholische Grundstimmung. Dead or Alive: Final setzt viel mehr auf den lopk und was passiert, als auf die eigentliche Handlung, das erklärt dann auch das Finale des Films, welches genauso grotesk und absurd wie bei den zwei Vorgängern.

John Woo

John Woo ist eine legende des Hong Kong Action Kinos, ken andere Regisseur hat blutige Action so stylisch gezeigt wie Woo. Bei Dead or Alive: Final hat Takashi Miike ihn eine Hommage gewidmet. Nicht nur das der Bürgermeister hier Wu heißt, sondern der ganze Film ist voller Motiven die man in einem John Woo Film wieder findet. Das geht bei der Actionlos und den Outfits, hier bleibt man zwar der Linie von Dead or Alive treu und die Outfits sind typisch für die Zeit der Anfang 200er Jahre. Doch Honda dreht seinen Mantel immer mal wieder um, was in sehr sty

lischen Weg gefilmt wurde.

Es gibt sogar eine Szene, die erinnert etwas an den Anfang von The Killer, eine Art Versammlung. Der Bürgermeister redet und dann spielt ein junger Mann Saxophone, was auch typisch für John Woo ist. Doch die Rebellen tauchen auf und es kommt zu einer Schießerei. Welche hier doch etwas kürzer ist als in einem John Woo Film. Dafür ist sonst alles so, wie man es aus dem Hong Kong Action Kino kennt. Takashi Miike beweist ein gutes Auge für Details.

Was etwas fehlt, ist das Thema der Freundschaft und Familie. Dies zieht sich aber durch die Dead or Alive Trilogie durch. Dieses Motiv ist mehr in der Handlung eingebunden, das hier nicht Feinde zu Freunde werden kann man verschmerzen. Genauso das es keine Tauben gibt die in einer Szene fliegen.

DEAD OR ALIVE: FINAL, Riki Takeuchi, Sho Aikawa, 2002, ©Kino International

Optik

Der Film wurde digital gedreht und das sieht man ihn auch leider etwas an. Wahrscheinlich war das aber Absicht, soll es ja auch ein SciFi Film sein. Wieder sind viele Szenen in einem tristen Gelb oder auch mal Grün. Auch setzt Takashi Miike wieder auf längere Einstellungen. Doch hier ist etwas anderes, obwohl viele Figuren sich nah sind ist keine kurze Distanz zwischen ihnen, sei es ein Fensterrahmen oder ein Schornstein. Das liegt vielleicht auch etwas an der Hommage an John Woo.

Auch merkt man, dass Matrix die Actionwelt komplett erobert hatte. Was Miike hier aber ab absurdum führt, in dem er Ryo eine Kugel mit der blosen Hand fangen lässt und nach oben wirft. Alles in Bullettime, was hier verdeutlichen soll. Der Charakter ist kein Mensch. Das alles wirkt natürlich total absurd, dient aber nur dazu den Darsteller Show Aikawa stark darzustellen. Darum gibt es am Ende auch wieder eine Art unentschieden, sind er und Riki Takeuchi doch die Könige des V-Cinemas.

DEAD OR ALIVE: FINAL, Sho Aikawa, 2002, ©Kino International

FAZIT:

Dead or Alive: FInal ist der schwächste Teil der Trilogie und zu gleich der Abschluß. Hier erklärt Miike zwar viele Motive aus den Filmen davor und das alles nur seine Hommage an John Woo war und der Abschied vom V-Cinema. Dazu gibt es ein paar Tribute an Blade Runner. Doch am Ende bekommt man einen Film, der sehr viel sein will und doch zu wenig bietet.

final

Movie title: Dead or Alive: Final

Director(s): Takashi Miike

Actor(s): Shô Aikawa, Maria Chen, Richard Chen, Josie Ho, Hiroyoshi Komuro, Don Thai Theerathada, Riki Takeuchi, Terence Yin

Genre: Action, Fantasy

More...

  • 6/10
    Handlung - 6/10
  • 8/10
    Schauspiel - 8/10
  • 8/10
    Regie - 8/10
  • 6/10
    Spannung - 6/10
  • 5/10
    Unterhaltung - 5/10
  • 5/10
    Action - 5/10
6.3/10
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