The Happiness of the Katakuris

Takashi Miike drehte mit The Happiness of the Katakuris seine eigene Version und nicht nur ein simples Remake.

Takashi Miike gehört zu den japanischen Regisseuren die alles drehen und hier ja schon öfters Thema waren. In den vergangenen Jahren hat er auch immer wieder ein Remake gedreht. Dies tat er auch schon 2001 denn THe Happiness of the Katakuris ist die Neuinterpretation von The Quiet Family aus dem Jahr 1998. Das Original stammt aus Südkorea und Kim Jee-Woon führte Regie. Also ein prominente Vorlage, welche Miike hier hatte. Doch man sollte keine Angst haben, denn wie immer macht er was eigenes draus. Wie Jahre später auch bei Hara-Kiri oder 13 Assassins. Doch hier merkt man noch sehr deutlich, dass es ein jüngere Takashi Miike war und der mit viel Tatendrang etwas drehen wollte, was in keine Schublade passen will. Dabei aber deutlich zeigt, das die Kreativtät in einem Film grenzenlos seinen kann.

Die Handlung von The Happiness of the Katakuris dreht sich um die Familie Katakuris, welche eine kleine Pension auf gemacht haben, irgendwo in den Bergen von Kyoto. Denn dort sollt bald eine Straße entstehen und man hofft auf viele Besucher. Doch die Familie ist sehr eigen und als der erste Gast kommt und sich das Leben nimmt, wird die Leiche im Garten vergraben. Doch das Sterben hört nicht auf, denn immer wieder kommen Besucher und sterben. Dazu brodelt der Vulkan im Hintergrund.

Es ist unglaublich, wie viel in diesem Film steckt und wie typisch die Charaktere doch für Takashi Miike sind, man wird hier aber mit so vielen Ideen bombardiert. Der Film parodiert Musicals, er hat auch etwas Horror, Drama und sehr bösen schwarzen Humor. Dabei ist bis zum Ende nicht klar warum man gerade diese Geschichte erzählt bekommt. Es ist viel mehr ein kurzer Ausschnitt aus dem Leben einer Familie, die versucht neu anzufangen. Dabei ist es aber kein wirklich wohlfühl Film, kein Drama über den harten Überlebenskampf. Es ist alles und nichts.

Außenseiter abgeschieden von der Welt

Die Katakuris sind keine normale Familie. Der Vater hat sein Job verloren und dachte eine Pension sei eine gute Idee, die ganze Familie muss mithelfen. Vom Großvater bis hin zu seiner Enkelin alle sind eingespannt. Die Tochter wüsste eh nicht wohin, der Vater der Tochter verließ sie. Der Bruder ist das schwarze Schaf der Familie, weil er viel mist in seiner jugend gebaut hat. Im Grunde ist die Familie die Evolution von der aus Visitor Q. Nur ist hier die Mutter die alle umsorgt um Ende alle in Muttermilch reinigt. Sondern die Familie ist der Mittelpunkt, erzählt wird das ganze von der Enkelin. Dabei stellt man schnell fest, es sind die typischen Figuren die man in Takashi Miike Filmen immer wieder sieht. Doch hier nur etwas übertriebener und die heile Welt bricht auch schnell zusammen, obwohl alle versuchen normal zu bleiben.

Auch die Besucher der Pension sind alles andere als normale Charaktere. Schon der erste Gast über den wir nicht viel erfahren und der aus dem Schlüssel eine Waffe schnitzt, nur um sich damit zu töten. Das wirft natürlich fragen auf, welche nie beantwortet werden. Die Charaktere bemerkten das auch und in einer sehr übertrieben kurzen Musical Nummer wird darüber auch gesungen. Danach wird alles nur noch kurioser und die Gäste merkwürdiger. Einzig überlebenden sind ein paar Gläubige, die Angst haben und eine arme Familie. Regelrecht spielt der Film mit den Erwartungen des Zuschauer aber auch mit den Charakteren. Denn es wird auch schon mal ein Grab gegraben zur Vorsicht.

Die Welt von The Happiness of the Katakuris wirkt ruhig und idyllisch. Der Wald und die Berge um das Haus herum. Es ist zwar schwer zu finden und man verirrt sich eher dahin, als das wirklich Gäste kommen. Doch das spiegelt nur die Familie wieder, Außenseiter, welche eine schöne heile Welt aufbauen, welche aber viele Probleme hat.

Musicals, Humor und der Tod

Der Humor von The Happiness of the Katakuris ist sehr speziell, denn er spielt sich mehr zwischen den Zeilen ab. Denn immer wieder ist alles sehr übertrieben und sehr Anime typisch. Dabei lernen wir die Familie kennen und alles wirkt normal. Also fast, denn der Großvater wirft ein Stück Holz auf einen Vogel. Dessen Geschichte sahen wir davor und hier setzt den Film schon den Ton für die restliche Laufzeit und zeigt das alles möglich ist. Auch der Tod wird immer wieder parodiert in dem Film. Denn die Gäste sterben niemals ganz normal. Alleine die Sache mit dem Sumoringer und seiner Freundin ist sehr makaber.

Der Film bietet auch einige Musical Nummern, welche auch immer wieder sehr übertrieben sind und man macht sich einen Spaß damit. So können sie kurz sein oder länger. Manchmal bricht man auch die vierte Wand und das Wortwörtlich. Die Songs beinhalten dabei die üblichen Themen, von Liebe bis hin zum Leben. Doch immer mit einer sehr ironischen Note. Das ganze wird im Verlauf von The Happiness of the Katakuris so absurd, dass es auch eine Szene gibt mit Zombies die singen und tanzen.

Optik

Der Film fängt schon mit einer Szene an, welche zeigt, dass wir hier wohl nicht alles so ernst nehmen sollen. Denn diese Szene ist sehr grotesk. Denn wir sehen eine Frau, die eine Suppe ist, doch irgenwas ist in der Suppe. Raus kommt ein Engelartiges Knetwesen, welches den Kaumen der Frau rausreist. Alles ist in dann in dieser Knetnaimation gehalten, bis wir bei der Familie Katakuris ankommen. Diese art von Animation passiert immer wieder im Film. So hat The Happiness of the Katakuris einen besonderen look, denn immer wieder gibt es diese Moment. Doch am Ebnde bricht man etwas damit und spielt regelrecht damit. So zeigt Miike in diesem Film ist alles möglich.

Sonst ist die Kamera im Film immer sehr ruhig und es gibt längere Szenen, was The Happiness of the Katakuris auch eine Art Theaterstück Stimmung verleihen. Die Musical Nummern fallen da aber immer ieder aus dem Rahmen. Denn es gibt eine die ist wie ein Karaoke Video aufgebaut, inklusive Textzum Mitsingen, wenn man japanisch kann. Dazu parodiert man auch diese Art von Videos noch.

FAZIT:

The Happiness of thr Katakuris ist ein abgefahrener Film von Takashi Miike. Wie immer ist alles möglich,von Knetanimationen bis hin zu schrägen Musical Nummern wird alles geboten. Die Charaktere sind dabei typisch Miike und man merkt nicht einmal das man ein Remake sieht. Der Film ist dabei sehr eigen, genauso ist auch der Humor.

The Happiness of the Katakuris

Movie title: The Happiness of the Katakuris

Director(s): Takashi Miike

Actor(s): Kenji Sawada, Keiko Matsuzaka, Shinji Takeda, Naomi Nishida, Kiyoshiro Imawano, Tetsurô Tanba, Naoto Takenaka, Tamaki Miyazaki, Takashi Matsuzaki, Yoshiki Arizono, Chihiro Asakawa, Masahiro Asakawa

Genre: Horror, Komödie, Musikfilm, ,

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  • 7/10
    Handlung - 7/10
  • 8/10
    Schauspiel - 8/10
  • 9/10
    Regie - 9/10
  • 8/10
    Unterhaltung - 8/10
8.0/10

BastitheEnd

Filmfan, Autor dieser Seite.

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