Schulmädchen-Report, 11. Teil – Probieren geht über Studieren

Schulmädchen-Report, 11. Teil – Probieren geht über Studieren wieder mit Heiner Lauterbach und Marianne Dupont.

Wir schreiben das Jahr 1977 und die 70er neigen sich dem Ende zu, in den deutschen Kinos ist langsam ein neuer Trend zu sehen, neben Hollywood Blockbustern, auch der Horrorfilm. Doch der deutsche Erotikfilm ist noch nicht tot zu kriegen und so gab es natürlich auch in diesem Jahr einen Schulmädchen-Report Film. Wieder einmal sollte alles anders sein als davor. Denn bei Schulmädchen-Report, 11. Teil – Probieren geht über Studieren führte wieder Ernst Hofbauer Regie und man setzte wieder auf bekannte Darsteller aus den Teilen davor. So sieht man Heinter Lauterbach wieder oder auch Marianne Dupont. Im Grunde bleibt aber alles beim alten, nur scheint man noch mehr zu wagen und vergisst langsam, das es hier um Erotik oder Reportfilme geht, die Aufklären sollen. Man merkt deutlich das hier auch sehre viele Exploitationsfilme mit einfließen in die Handlungen.

Die Handlung von Schulmädchen-Report, 11. Teil – Probieren geht über Studieren beginnt in einem Radiostudio, hier Sprechen verschiedene Teilnehmer über den deutschen Jugendschutz und ob er zu lasch oder zu Streng ist. Wieder einmal bekommen wir als Zuschauer verschiedene Geschichten serviert über Schulmädchen. Dieses mal aber von Fremden erzählt, also Fast. Es gibt ein paar wo uns die Schulmädchen das selber erzählen, inklusive Geschichte in der Geschichte. Am Ende ist aber alles wie immer und man sagt die Mädels sind gut und der Zuschauer soll sich nicht so haben. Doch was dazwischen passiert ist wieder einmal eine andere Geschichte.

Nach zehn Filmen, merkt man als Zuschauer deutlich den Zahn der Zeit bei der Handlung. Nicht nur das sich Orte und Darsteller wiederholen, sondern auch die Geschichten. Dabei versucht man zwar immer wieder es etwas anders zu erzählen und schaut man die Filme auch mit genug Abstand fällt manches vielleicht nicht so sehr auf. Doch viele Geschichten wiederholen sich langsam, nur wie sie erzählt werden ist etwas anderes.

Tote Schulmädchen, Böse Schulmädchen, Böse Rocker und gute Lehrer.

Oh Man, Schulmädchen-Report, 11. Teil – Probieren geht über Studieren versucht den Zuschauer echt herunter zu ziehen. Denn viele Episoden sind düsterer als man es gewohnt ist. Es gab zwar immer eine dramatische Episode am Ende gab es aber immer ein Happy End. Nun bei Teil elf wollte man wohl wirklich mal was anders machen. Gleich die erste Episode erzählt uns die Geschichte einer Schülerin, die den Druck der Schule und Eltern nicht aushält. Sie sucht Hilfe bei einem Mitschüler, der lernt mit ihr, als Gegenleistung muss sie aber mit ihm Schlafen. Das macht sie mit freuden, ist sie doch in ihn verliebt. Das er sie auch Emotional damit ausnutzt, darüber verliert der Film kein Wort. Doch die Folgen sehen wir, als sie abserviert wird, beginnt für sie die Hölle. Schlechte Noten, der Vater gibt ihr die Schuld dafür, die angst des Versagen und das ihr Freund eine andere hat. All das treiben sie in den Selbstmord und hier gibt es keine Rettung.

Wär das die einzige Episode in Schulmädchen-Report, 11. Teil – Probieren geht über Studieren könnte man sagen, man will sein Publikum schocken. Doch es gibt noch eine weitere, hier versucht die Schülerin sich nur umzubringen. Wird aber von ihrem Lehrer gerettet, da sie einen Abschiedsbrief da gelassen hat. Sie erzählt ihm ihre Geschichte. Es geht um böse Rocker die sie zu allen möglichen zwingen und auch zur Zwangsprotestution. Hier wieder ist der Film sehr milde und es ist am Ende alles gut. Doch die Geschichte selbst zieht einen erstmal herunter, weil es keine leichte Kost ist. Es ist halt schon schweres Drama, nur bei Schulmädchen-Report, 11. Teil – Probieren geht über Studieren wirkt es halt sehr Exploitationshaft.

Dann gäb es da noch die Geschichte wo der Nachhilfslehrer die Schülerin vergewaltigt haben soll. Das hatten wir schon bei Teil zehn und es ist hier ungefähr, nur hören wir beide Seiten und wieder hat die Schülerin alles erfunden, nur glaubt man dem Nachhilfslehrer hier mal. Nur der Grund ist schon etwas komisch.

Erotik

Da Schulmädchen-Report, 11. Teil – Probieren geht über Studieren so düster ist bei seinen Geschichten hält sich das mit der Erotik natürlich auch in Grenzen. Man versucht aber den Humor der ersten Filme wieder mit einzubringen. So gibt es eine scheuen, Farbe und einen Unfall. Man ist das lustig, war schon bei anderen Teilen nicht. Auch sonst hat man sich zwar etwas gebessert was den Sex an geht. Doch meist ist alles immer noch sehr unerotisch gefilmt.

Die letzte Episode mit Heiner Lauterbach versucht es dann doch etwas anders. Hier setzt man auf Romantik, versucht man auch bei der ersten aber die endet ja tragisch und ist dadurch sehr unerotisch. Doch am Ende gibt es etwas Erotik, was vielleicht am Schauspieltalent von Heiner Lauterbach liegen könnte oder das man hier wirklich versucht hat, dem Zuschauer am Ende mit einem guten Gefühl nach Hause gehen zu lassen.

Optik

Ernst Hofbauer versucht wieder mal ein paar Experimente in Schulmädchen-Report, 11. Teil – Probieren geht über Studieren, denn es gibt wieder neue Kameraeinstellungen. Nicht nur das man nun auf Nahaufnahmen setzt bei manchen Szenen, was immer noch etwas merkwürdig wirkt, wenn man einen Po in Großaufnahme sieht, was erotisch wirken soll, klappt hier selten. Auch wird von unten nach oben gefilmt, während ein Mädel befummelt wird. Diese Perspektive versetzt den Zuschauer in die Rolle des unterworfenen der hier die Brüste der Frau anschauen darf. Man muss ja auch manchmal die BDSMler unter den Zuschauern befriedigen, auch wenn Schulmädchen schon alleine ein Fetisch ist.

Eine Szene ist aber wirkliche interessant. Wir sehen in der Spiegelung im Auge des Mädels, wie sich ein Junge auszieht und auf sie zu kommt. Das ist eine tolle Einstellung und zeugt von Talent. Leider fehlen Schulmädchen-Report, 11. Teil – Probieren geht über Studieren mehr solcher aufnahmen und mehr Mut. Denn man merkt deutlich, das zwar die Luft längst raus ist aber so schlecht das ganze rein optisch nicht ist.

FAZIT:

Schulmädchen-Report, 11. Teil – Probieren geht über Studieren ist der Teil der Reihe, welcher einem schon etwas depressiv machen kann. Denn hier geht es düster zur Sache. Ob die Diskussion im Film über den Jugendschutz eine Anspielung an die Probleme sind, welche die Reihe hatte, ist fraglich, könnte aber nach ein paar Aussagen der Charaktere hinkommen.

Movie title: Schulmädchen-Report, 11. Teil - Probieren geht über Studieren

Director(s): Ernst Hofbauer

Actor(s): Sandra Atia, Ulrich Beiger, Alexandra Bogojevic, Peter Böhlke, Astrid Boner, Evelyne Bugram, Kurt Bülau, Linda Caroll, Rolf Castell, Elke Deuringer, Marianne Dupont, Angelika Duvier

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  • 4/10
    Handlung - 4/10
  • 5/10
    Schauspiel - 5/10
  • 6/10
    Regie - 6/10
  • 4/10
    Erotik - 4/10
  • 3/10
    Unterhaltung - 3/10
4.4/10
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Probieren geht über Studieren

BastitheEnd

Filmfan, Autor dieser Seite.

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