Premutos – Der gefallene Engel

Premutos – Der gefallene Engel ist der Kultfilm von Olaf Ittenbach.

Mitte der 90er, die Filmwelt war noch eine andere, es gab noch eine Videothekenkultur und so gab es viel Schrott zu sehen und auch viele Deutsche drehten mit ihrem Camcorder Filme, welche auch auf VHS erschienen, war halt billig zu Produzieren. Ein Regisseur stich aber immer etwas heraus. Die Rede ist von Olaf Ittenbach, welche mit Filmen wir Burning Moon und Black Past, zwar auch immer etwas das übliche zeigte aber unglaubliche gute Effekte hatte. 1997 produzierte er den Film Premutos – Der gefallene Engel, sein Meisterwerk bis heute. Einen unterhaltsamen Party Splatterfilm, welcher zeigte das auch ein kleiner unbekannter deutscher Filmemacher, ohne Förderung einen Film drehen konnte, mit vielen Effekten und er hebte das Niveau der deutschen Amateuerfilmszene auf den Independet Level. Natürlich zeigte auch ein Jörg Buttgereit wie es geht und das man mit wenigen Mitteln, einen Anspruchsvollen Film drehen kann. Doch im Bereich der Fun Splatterfilme ist Premutos auf fast dem selben Level wie Braindead von Peter Jackson.

Die Handlung von Premutos – Der gefallene Engel beginnt im Directors Cut mit einer längeren Szene über Premutos und seiner Geschichte, ist ungefähr aber noch der hälft sehr langweilig, weil sich alles immer wiederholt. Ansonsten nette Idee, das Fans hier mehr Geschichte bekommen. Danach geht es los mit einem Schlachtfeld und Premutos wird mal wieder besiegt. Wir springen etwas in der Zeit nach vorne und sind irgendwo in der Nähe von Ingolsstadt, hier nimmt der Film etwas Bezug auf das was wir später erst sehen werden. Hier bekommen wir die Vorgeschichte geliefert. Dann geht es auch los mit Matthias und seinem Leben. Sein Vater hat Geburtstag und es kommen Freunde vorbei. Ein Fund im Garten wird aber das Leben aller verändern. Denn das Böse ist da und Premutos will die Welt übernehmen.

Viel Handlung für ein Splatterfilm!

Wenn man an einem Film wie Premutos – Der gefallene Engel denkt, fällt einem sicherlich nicht gleich die Handlung ein. Denn er ist halt ein Splatterfilm. Dennoch nimmt sich der Film viel Zeit für seine Figuren und führt sie ein. So versucht man wirklich eine Charakterbindung aufzubauen. Was bei den meisten Figuren nicht funktionieren. Dennoch sind sie alle nicht so ein Dimensional. Den Rassismus Faktor und wie der einzige Schwarze im Film dargestellt wird, nun das ist schon etwas fragwürdig. Hier bedient der Film sicherlich einige Vorurteile und Klischees. 1997 war die Welt aber auch noch etwas anders, dennoch gut kommt das heute nicht mehr an. Jedenfalls es gibt einen Charakter der ist so nervig, das man ihn von der ersten Sekunde an hasst, hier schafft man es wirklich den Zuschauer hoffen zu lassen das dieser bald stirbt.

Auch erfährt man viel über die Geschichte von Premutos, hier nimmt sich der Film auch immer wieder Zeit und zeigt uns Figuren aus der Vergangenheit, welche immer etwas mit Matthias zu tun haben. Dazu baut man vielleicht etwas unbeabsichtigt eine Brücke zum Anfang des Films. Es geht bei Premutos – Der gefallene Engel auch um die Unsterblichkeit. Man hat aber auch das Gefühl Olaf Ittenbach muss als Junge echt ein Problem mit der Religion gehabt, die Kritik an die Kirche ist mehr als deutlich. Die ganze Geschichte wirkt auch wie eine Abrechnung gegenüber so manchen Priester und der Bibel. Das wird meist nicht so subtil verbaut, da man auch Bibelverse abwandelt für die Handlung.

Am Anfang gibt es auch noch einen Erzähler aus dem Off, welcher aber irgendwann einfach weg ist, so bald die Handlung richtig los geht. Am Ende ist das alles aber nur der Aufbau für unzählige Effektszenen. Dabei versucht man im Finale aber noch einen Helden aufzubauen. Was auch einer Katharsis des Charakters gleich kommt, denn wird von seinen Fesseln befreit. Das was ihn zurück hält und unterdrückt, wird zerstört und das wörtlich gemeint.

Effekte

Kommen wir zu dem Punkt auf dem Ihr Leser sicherlich gewartet habt. Was kommt zu den Effekten? Natürlich lebt Premutos – Der gefallene Engel von den Effekten aber man versucht sie in die Handlung einzubauen. Was am Ende aber sicherlich auch egal ist für dem ein oder anderen Zuschauer. Dennoch gibt es viele überzeugenden Effekte und diese sind sicherlich auch für den guten Ruf als Spezial Effekte Macher, welchen Olaf Ittenbach immer noch hat. Man hört ja Leute immer noch sagen “Der Film war mies aber seine Effekte sind gut.” Bei Premutos – Der gefallene Engel zeigt er wirklich sein können. Es gibt so viele Effekte zu bestaunen.

Das ganze Finale ist ein blutiges Schlachtfest, wo die Zombieartigen Personen abgeschlachtet werden, inklusive Fressszene. Doch auch die Verwandlung von Matthias ist ein Highlight bei den Effekten. Hier gibt es einfach soviel zu bestaunen, das macht auch dem Film aus. Selbst nach 20 Jahren funktionieren viele Effekte immer noch Perfekt. Nur ein paar sieht man an, das sie nicht die besten Ideen waren, vor allem wenn jemand zwei geteilt wird. Ansonsten bekommt man die besten Spezial Effekte in einem deutschen Film zu sehen, die Handgemacht sind.

Optik

Man kann ja von den aktuellen Filmen von Olaf Ittenbach halten was man will aber für so eine kleine Porduktion die von ihm selbst Produziert wurde und es sicherlich alles zum Teil sehr amateurhaft entstanden ist, zeigt Premutos – Der gefallene Engel doch sehr deutlich das in ihm mehr steckt. Es gibt viele gute Kameraeinstellungen, die Kamera ist auch in bewegungen und es gibt viele Schnitte und Umschnitte und Kameraeinstellungen. Dazu auch Kamerafahrten, wo man ein paar Miniaturbauten benutzt, welche man natürlich deutlich erkennt. Die Idee dahinter ist aber eine Gute, wenn man kein Geld für einen Kamerakran hat, macht man es einfach so.

Auch die ganzen Effektszenen von Premutos sind gut gefilmt, man sieht zwar ab und an, wie es gemacht wurde mit dem offenen Mund, dennoch funktioniert das sehr gut. Außer eine Szene die wohl irgendwo in den Highlands spielen soll und etwas an eine Heimvideokopie von Braveheart erinnert, hier klingt das auf dem Papier besser als es am Ende aussieht. Auch merkt man bei manchen Szenen, das es immer wieder der selbe Wald ist und nicht unbedingt die Ostfront. Hier muss man halt auch bedenken, das man nicht das Geld einer Hollywood Produktion hatte und alles doch auf einem Amateur Level entstand. So kann man hier getrost immer wieder ein Auge zudrücken.

FAZIT:

Premutos – Der gefallene Engel ist ein unterhaltsamer Splatterfilm, welcher auch versucht mit der Handlung zu Punkten. So baut man etwas Spannung und ein paar Charaktere auf, natürlich wird alles nicht so stark gezeichnet. Dennoch gibt es den Versuch von Charakterbindung, welcher nicht immer funktioniert. Dafür sind einem die Figuren am Ende auch nicht Egal. Dazu bekommt man viele gute Effekte zu sehen, welche alle Handgemacht sind. Dies macht Premutos – Der gefallene Engel zu einem der besten deutschen  Amateur/Independent Filmen und sicherlich zu dem besten deutschen Splatterfilm.

Premutos

Movie title: Premutos - Der gefallene Engel

Director(s): Olaf Ittenbach

Actor(s): Andre Stryi, Christopher Stacey, Ella Wellmann, Olaf Ittenbach, Fidelis Atuma, Anke Fabré, Ingid Fischer, Ronald Fuhrmann, Susanne Grüter, Heike Münstermann, Heiko Bender

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  • 6/10
    Handlung - 6/10
  • 5/10
    Schauspiel - 5/10
  • 7/10
    Regie - 7/10
  • 8/10
    Effekte - 8/10
  • 7/10
    Unterhaltung - 7/10
6.6/10
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Handlung:

Matthias ist ein gewöhnlicher Teenager mit PubertätsProblemen. Sein Vater, ein gutmütiger Waffennarr ist gerade bei den Vorbereitungen zu seinem Geburtstag, als er im Garten eine Kiste findet, die ein geheimnisvolles Buch und eine Flüssigkeit enthält, die Matthias versehentlich über sich verschüttet. Kurz darauf setzt eine grauenvolle Verwandlung ein. Denn Matthias ist die Reinkarnationen des gefallenen Engels Premutos und infiziert flugs einen Teil der Nachbarschaft, die im Nu als Zombies die Party stürmen und zu einem Massaker werden lassen. Doch Walter will sich keinesfalls die Party versauen lassen… schon gar nicht von solch ungepflegten Untoten. Zum Glück ist die Kettensäge in Reichweite!

BastitheEnd

Filmfan, Autor dieser Seite.

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