Antithese

Antithese ist ein Kurzfilm aus Östtereich, produziert von Black Lava Entertainment.

Kurzfilme gibt es viele und sie haben auch zu Recht eine eigene Kategorie bei den Oscars. Dazu zeigen viele das können junger Regisseure. Auch kann man Stoffe verfilmen die vielleicht für 90 Minuten nicht ausreichen oder man hat nicht genug Geld um einen längeren Film zu drehen. Alles kann genutzt werden um den Zuschauer für ein paar Minuten zu unterhalten, viele Kurzfilme sind auch eine Fundgrube für experimentale Aufnahmen. Antithese von Thomas Binder und Jonas Sommer ist ein kleines Projekt, was wohl der Anfang von mehr sein soll. Denn Black Lava Entertainment, das Label welches in Österreich sehr viele kontroverse Filme veröffentlicht, wollte auch einen Kurzfilm produzieren. Mit diesem Werk ist er nun da, die erste Eigenproduktion.

Die Handlung von Antithese dreht sich um Stephen einen Schriftsteller, welcher ein paar ruhige Tage mit seiner Frau Mia in den Bergen verbringen will. Dort möchte er in Ruhe seinen Roman schreiben, denn im Lärm der Großstadt kann er dies nicht. In der Hütte angekommen verläuft alles sehr friedlich, bis er eines abends aus einem alten Buch vorliest und so einen Dämonen beschwört, welcher von seiner Frau besitzt ergreift. Das Problem ist, der Dämon ist abhängig von dem unfertigen Buch, so muss Stephen gegen den Dämonen antreten mit der Macht der Wörter.

Das Rad erfindet die Handlung von Antithese sicherlich nicht neu. Dennoch nutzt man viele Ansätze und liefert für die knapp 30 Minuten Laufzeit eine spannende kurze Handlung. Denn es ist immer noch anders als die üblichen Hütte im Wald Filmen, welche seit Tanz der Teufel ja beliebt sind. Man geht das Thema etwas anders an. Auch ist die Hauptfigur keine starke Persönlichkeit, die physisch gegen den Dämonen antreten kann. So ist alles doch etwas anders als man es gewohnt ist, das macht den Film am Ende auch aus.

Der Schriftsteller und der Dämon

Da ein Kurzfilm wie Antithese von seinen beiden Hauptdarstellern lebt, welche hier den Film tragen müssen. Denn sonst ist niemand da. Es gibt zwar noch ein paar kurze Auftritte von anderen Charakteren, vor allem im Abspann aber sonst sind es nur diese Beiden. Denn Stephen schreibt in seinem Roman über eine Figur, die genauso wie seine Frau Mia heißt und hier beginnt schon das Problem, denn als er den Dämon beschwört für Recherchen, so nimmt er besitzt von Mia. Das passiert in Form eines Albtraums. Danach ist alles anders und der Dämon beginnt sein Spiel mit Stephen. Er nutzt die Abhängigkeit von ihm aus und setzt alles dran, damit er wirklich auf Erden wandeln kann.

Es ist böses Spiel was die Dämonin Mia mit Stephen treibt, denn er muss sein Buch weiter schreiben, damit der Dämon weiterleben kann. Tut er dies nicht, passieren schlimme Dinge. Da Stephen aber nicht der Typ Mann ist, welcher hier zum Helden mutiert, was nicht seinem Charakter entspricht und auch etwas mehr realer ist, als so mancher Horrorfilm. Wo der Außenseiter und Nerd auf einmal zum strahlenden Helden wird. Hier ist er immer noch der Außenseiter, welcher auch von dem Dämon misshandelt wird und es kommt sogar eine angedeutet Vergewaltigung vor, welche den Mann als Opfer zeigt, was sehr selten im Film ist aber auch in der Wirklichkeit vor kommt.

Schauspiel und Effekte

Das Antithese von den Schauspielern lebt, hatten wir ja schon. So trägt vor allem Günther Brandl den Film, er spielt Stephen und er muss hier zeigen, wie passiv die Figur doch ist. Denn versteht sein Charakter gar nicht, wie er so eine Frau wie Mia verdient hat. Die üblichen Gedanken von Außenseiter, die etwas Glück im Leben hatten. Er muss auch den Kampf gegen den Dämon ausfechten. Doch auch hier ist sein Charakter sehr zurückhaltend. Auf der anderen Seite haben wir Mia, welche von Miriam Fontaine gespielt wird. Sie gibt die Ehefrau, welche eigentlich keine Lust auf den Ausflug hat. Bald schon muss sie sich aber komplett wandeln, den der Dämon in ihr, macht sie zur Gegenspielerin, welche alle mittel nutzt um Stephen dazu zu bewegen das Buch weiter zu schreiben, natürlich in zum Vorteil für den Dämon.

Beide machen das wirklich gut und glaubhaft. So fängt alles ruhig an und steigert sich nach und nach und nimmt eine unerwartete Wendung. Denn Helden gibt es in dem Kurzfilm nicht. Dafür aber zwei Schauspieler die wirklich die kurze Handlung von Antithese tragen können.

Effekte gibt es nur ein paar im Film, einer davon in der kurzen Albtraum Sequenz, welche aber vor allem optisch überzeugen kann und im Finale gibt es noch mal einen größeren Effekt. Ansonsten ist Antithese in diesem Bereich sehr zurückhalten und konzentriert sich mehr auf die Handlung als auf das Blut.

Optik

Auch wenn Antithese nur ein Kurzfim ist, so zeigt der Look deutlich, das die Macher wirklich Talent haben. Denn schon bei der Beleuchtung der Hütte, gab man sich sehr viel Mühe. So wirkt alles wenn der Dämon von Mia besitzt ergriffen hat, alles etwas unheimlicher, das Licht was durch die Fenster fällt und auch der leichte Nebel im Raum. Alles wirkt sehr düster. Was am Anfang noch freundlich und hell wirkte in den Alpen. Das weicht alles sehr schnell und man befindet sich in einem Horrorfilm wieder. Das kommt so schnell und schleichend, wie auch bei der Handlung.

Die Albtraumszene ist etwas anders, sie ist sehr Bildhaft mit dem Blut und den Symbolen die man sieht. Dazu die nackte Frau die von Bändern umwickelt wird und Blut was auf sie fällt. Dazu der Hirnartige Schädel, aus welchem auch Blut spritzt. Hier nimmt man das Thema des Albtraums wirklich ernst. So zeigt Antithese wirklich viele gute Einstellungen.

FAZIT:

Antithese ist ein gelungener Kurzfilm, der eine bekannte Geschichte mit neuen Wendungen verziert. Dabei wird der Film von den beiden Hauptdarstellern getragen und nicht von den Effekten. Man wird 30 Minuten lang sehr gut unterhalten und bekommt einen Kurzfilm geboten der Lust auf mehr macht.

Antithese

Movie title: Antithese

Director(s): Jonas Sommer , Thomas Binder

Actor(s): Günther Brandl,

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  • 6/10
    Handlung - 6/10
  • 8/10
    Schauspiel - 8/10
  • 8/10
    Regie - 8/10
  • 7/10
    Spannung - 7/10
  • 7/10
    Atmosphäre - 7/10
7.2/10
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Handlung:

Schriftsteller Stephen fährt mit seiner Frau Mia in die österreichischen Alpen, um dort in Ruhe an seinem neuen Buch zum Thema „Okkultismus“ arbeiten zu können. Während seiner Recherche stößt er in einem alten Buch auf eine Beschwörungsformel, die er dem Hauptcharakter seines Buches, einer Frau namens Mia, in den Mund legt. Kurz darauf beginnt seine Frau sich komisch zu verhalten und schnell wird klar: Ein Dämon hat von Mia Besitz ergriffen. Nachdem der Dämon etwas mit Stephen gespielt hat, fordert er Stephen dazu auf, ihm die Kraft zu geben, Mias Körper zu verlassen. Dass diese „Bitte“ durchaus ernst gemeint ist, erfährt Mia am eigenen Leib und verliert ihren Finger. Mit seiner Schreibmaschine bewaffnet steht Stephen nun vor einer schweren Entscheidung: Dem Dämon seinen Willen gewähren und dafür möglicherweise Mia zu retten, oder zu versuchen den Dämon zu überlisten und die Qualen ein für alle Mal zu beenden.

BastitheEnd

Filmfan, Autor dieser Seite.

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