The Prisoner

The Prisoner ist einer der außergewöhnlichsten Filme mit Jackie Chan in einer Nebenrolle!

In den 80er und Anfang der 90er entstanden in Hongkong viele Filme unter dem Einfluß der Triaden, welche wohl gern eine bestimmte Art von Filmen sehen wollten. Ähnlich wie die Yakuza in Japan. Jackie Chan hatte zu dieser Zeit auch Probleme mit Lo Wei, er wollte nicht mehr für den Regisseur arbeiten. Als dieser aber zwei Gangster zu Jackie Chan schickte um ihn zu überzeugen, doch wieder für Lo Wei zu arbeiten, bat Chan Jimmy Wang Yu umhilfe, der auch gute Verbindungen zu den Triaden hatte. Aus diesem Grund ist Jackie Chan auch in einer größeren Nebenrolle bei The Prisoner dabei. Denn der Film ist anders als die Werke die Chan davor drehte, ausgenommen ein paar Ausflüge nach Hollywood und später dann noch Hard to Die. Jedenfalls dieser Film hier ist ein harter Gefängnis Film.

Der Film beginnt mit dem Cop Andy der von einem Undercover Einsatz zurück kommt aber keine Zeit hat sich zu erholen. Denn er soll direkt in ein Gefängnis gehen um dort ein paar Ungereimtheiten aufzuklären. Als vorher aber der Vater seiner Freundin getötet wird, scheint die Mission in Gefahr, dennoch begibt sich Andy in den Knast. In dem Gefängnis herrschen andere Regeln und der neue muss gegen den besten kämpfen. Etwas später in der Außenwelt hat Steve Erfolg als Billardspieler, als aber seine Freundin verletzt wird und eine OP braucht, macht er ein Pokerspiel mit den Falschen. Dabei kommt jemand ums Leben und er landet auch in dem Knast, der Bruder des Toten schwört aber Rache.

Im Verlauf der Handlung von The Prisoner wird deutlich, warum Jackie Chan hier wohl nicht unebdingt mitspielen wollte, denn es ist untypisch für ihn und seine Filme die er zu der Zeit drehten. Alles ist ernster und düsterer und ein Happy End gibt es für viele Charaktere auch nicht. Als Zuschauer merkt man aber von den Problemen hinter der Kamera weniger.

Harter Knast, dennoch macht das Leben auch Spaß!

Die Handlung von The Prisoner ist ein Wechselbad der Gefühle, man wird von einer Szene zur nächsten transportiert und merkt als Zuschauer sehr schnell, dass man in einem typischen Hongkong Film ist, welcher zu einer Zeit entstand, wo scheinbar mancher Zuschauer gern bestimmte Dinge in einem Film sehen wollte. Hier aber eher das Verschulden von einem Triadenboss, der wohl bestimmte Dinge sehen wollte. Das wird sehr deutlich in manchen Szenen, auch wenn der Film nicht wirklich Humor hat, so gibt es ein paar Szenen, welche doch den Eindruck vermitteln es gibt es etwas Humor. Das sind meist die Szenen mit Sammo Hung, welcher aber auch in den dramatischen dabei ist. Sein Charakter verursacht hier die meisten Stimmungsschwankungen.

Man nimmt sich am Anfang auch viel Zeit bis alle Figuren eingeführt sind, man merkt auch deutlich das man Jackie Chan nicht nur kurz zeigen wollte, wie in anderen Filmen. Bei The Prisoner bekommt sein Charakter eine komplette Nebenhandlung. Dabei verzichtet man aber auf viel Humor und die Figur ist eine andere, es ist ein gebrochener Mann wenn er im Knast landet. Hier zeigt sich auch das Schauspieltalent für das dramatische, was man ende der 80er Anfang der 90er selten von Chan sah. Ist er im Knast angekommen, kann er sich auch schnell behaupten und der fröhliche Alltag für alle beginnt. Es ist auch der Abschnitt im Film, welcher am unterhaltsamsten ist. Der Knast Alltag sieht nicht so schlimm aus, manche bekommen Sonderbehandlung.

Am Ende gibt es noch ein paar Wendungen, die sehr typisch sind für einen Undercover Cop Film, es fehlt nur die Szene auf dem Dach mit dem Geburtstag. Ansonsten bekommt man alles. Am Ende dürfte mancher Zuschauer auch noch schockiert sein, denn nicht jeder Charakter überlebt den Film. Dabei sind die Figuren für die Art von Film auch sehr sympathisch angelegt.

Action

Man sollte nicht die typische Jackie Chan Action in dem Film erwarten. Es gibt zwar in The Prisoner ein paar Martial Arts Einlagen, diese sind aber etwas anders als gewohnt. Alles ist ernster und härter. Chan kämpft hier immer wieder ums Überleben und das ganze ohne seinen typischen Humor. Es ist schneller und härter. Die paar Szenen mit ihm können aber überzeugen. Auch im Finale, wenn alle mit Waffengewalt ran müssen, gibt es ein paar typische Stunts von ihm. Im Knast selbst gibt es ein paar Fights, auch hier ist es härter, zwar gibt es auch ein paar gute Stunts, doch am Ende sehen wir ein untypischen Jackie Chan, was in der heutigen Zeiten, sicherlicher nichts neues ist aber damals muss es ein Schock für seine Fans gewesen sein.

Im  restlichen Film gibt auch immer wieder etwas Action, doch man konzentriert sich mehr auf die Handlung und das Leben im Knast. So ist die doch eher im Hintergrund und man hebt sich alles für bestimmte Szenen auf. Das Finale von The Prisoner erinnert dann stark an einem John Woo Film, die Darsteller springen und schießen wild um sich auf Unmengen von Gegner. So gibt es auch einige blutige Einschüsse zu sehen.

Optik

Man sieht The Prisoner an wo und zu welcher Zeit er entstand. Die Kleidung der Menschen außerhalb des Gefängnisses ist sehr typisch für die Zeit und auch sonst merkt man deutlich man schaut einen Film aus Hongkong, als dieses noch zu England gehörte und eigenständig war und nicht zu China gehört. Der Film bietet aber rein optisch kaum ein Highlight, alles ist gut gefilmt und passt zu der Handlung. Man bekommt ein gutes Gefühl von der Umgebung und den Charakteren.Alles ist aber sehr Grau im Knast und auch sonst ist der Film sehr Farblos.

Die Action ist gut gefilmt und hier merkt man dann das können von Jackie Chan, Sammo Hung und den anderen. Es gibt auch den Einsatz von Zeitlupen aufnahmen und im Finale wirkt alles wie ein typischer Hongkong Actionfilm. Hier kann der Film auch immer wieder punkten. Die Szenen sind unterhaltsam und zeigen das gute Martial Arts wirklich überzeugend.

FAZIT:

The Prisoner ist ein interessantes Zeitdokument, wo in der Filmwelt von Hongkong noch alles möglich war und manche Filme nur wegen den Triaden entstanden, ob die Schauspieler wollten oder nicht. Das merkt man dem Film zwar nicht an, dennoch ist er sehr untypisch für einige Darsteller, zeigt aber auch deutlich das sie anders können.

The Prisoner

Movie title: The Prisoner

Director(s): Kevin Chu Yen-Ping

Actor(s): Tony Leung Ka-Fai, Andy Lau, Sammo Hung, Jackie Chan, Wang Yu, Jack Kao, Ip Wing-Cho, Ken Lo, Chin Ho, Ko Chun-Hsiung, Cheung Kwok-Chu, Wang Lai

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  • 6/10
    Handlung - 6/10
  • 7/10
    Regie - 7/10
  • 7/10
    Schauspiel - 7/10
  • 6/10
    Action - 6/10
  • 6/10
    Spannung - 6/10
6.4/10
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Handlung:

Als ein mysteriöser Fall über die vertauschte Leiche eines Polizistenmörders hohe Wellen zu schlagen beginnt, lässt sich Huang Wei als Undercover-Agent in ein Gefängnis einschleusen. Hier gerät er bald in einen Sumpf aus brutaler Gewalt und Kriminalität, der auch vor der Gefängnisleitung nicht halt macht. Als er sogar gezwungen wird, einen korrupten Wärter zu töten, beginnt ein mörderisches Spiel, bei dem Wei ganz auf sich allein gestellt ist.

BastitheEnd

Filmfan, Autor dieser Seite.

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