Tokio Dekadenz 3 – Bondage Master

Pinku Eiga: Tokio Dekadenz 3 – Bondage Master

Der Pinku Eiga war ja schon einige Male hier Thema und immer wieder sind die Filme anders, von blutigen Splatterfilmen die an einen Slasher erinnern (Guts of a Virgin und Guts of a Beauty) oder auch Komödien die etwas Krimihandlung vereinen (Groper Train) oder Geisterhorror wie The Grudge und Ring (Doll House). Diese Genre gibt es nur in Japan und kann alles behandeln, doch der Sex steht immer im Vordergrund. Auch spiegeln sie perfekt die Jahrzehnte wieder in den sie spielen. Bei Tokio Dekadenz 3 – Bondage Master merkt man das auch deutlich, hat der Film doch etwas vom V-Cinema. In diesem Film geht es um Bondage oder besser gesagt Shibari, dabei vereint man Drama, Komödie und Yakuza Film in einem. Hier steht Bondage im Vordergrund und etwas BDSM und nicht die klassische Penetration.

Die Handlung von Tokio Dekadenz 3 – Bondage Master dreht sich um einen Meister in Sachen Bondage, der für Fotoaufnahmen die Mädels in alle Künsten des Bondage fesselt. Dazu kommt auch noch ein jüngere, welche gern genauso sein will aber kein Talent dafür hat. Sie arbeiten auch in einem Fetisch Club in Tokyo. Währenddessen will eine Yakuza Gruppe Drogen verkaufen, doch die Anführerin hat ein Problem, ihr Vater wär dagegen und ein Mädel hat Drogen geklaut und versteckt. Diese findet Unterschlupf bei dem Jungen. Er will mit ihr die Kunst des Shibaris lernen. Doch schon bald sind die Gangster auch da.

Die Geschichte des Films ist ein wilder Mix, denn immer wieder schwingt die Stimmung und das Genre im Film um, es kann in jeder Szene etwas anders sein, so verlaufen die drei Handlungsstränge immer zusammen und irgendwie ist man als Zuschauer verwundert, was hier alles passiert. Dabei fällt auf, das der Sex hier doch in anderen formen kommt als in manch anderen Pinku Eiga.

Gefesselt von der Handlung

Die Handlung ist unterhaltsam und nicht so schlimm wie sie auf dem Papier klingt, die verschiedenen Genres die hier zusammen gemixt werden, funktionieren zusammen ganz gut. Es gibt natürlich immer wieder stellen wo das ganze sehr holprig rüber kommt und der Drama Teil, vielleicht etwas fehl am Platz wirkt. Es hilft aber bei der Charakterentwicklung, so hebt es die Hauptfigur ab und er bekommt eine nette kleine Geschichte, warum er dort ist wo er ist. Man merkt aber auch deutlich, das Tokio Dekadenz 3 – Bondage Master immer noch ein Pinku Eiga Film ist. Denn immer wieder gibt es Moment in der Handlung, wo man drauf aus ist, etwas Bondage zu zeigen und somit auch etwas nackte Haut.

Dieser wilde Mix in Tokio Dekadenz 3 – Bondage Master ist es aber auch, was so interessant ist. Denn in keinem anderen Genre der Welt, kann man so etwas machen. Yakuza und Fetisch verbinden, ausgenommen von sowas wie Ichi – The Killer aber der gehört zum EroGuro Genre und das hat ein paar Ähnlichkeiten zum Pinku Eiga. Dennoch ist es so japanisch wie es nur geht. Man sieht das Nachtleben der Stadt und wie die Yakuza arbeiten. Es ist natürlich kein Vergleich zu Filmen von Kitano oder Miike. Es ist ein kleiner Film, der die Yakuza halt für die Handlung nutzt.

Der Humor kommt vor allem von dem Jungen, welcher versucht die Kunst des Bondage zu lernen, dabei aber immer wieder scheitert. Auch ist der Handlungsteil, wo er junge Frauen auf der Straße anspricht und Geld anbietet damit sie sich Fotografieren lassen. Hier könnte der Film moralisch werden, auch wenn man merkt das es etwas Kritik an dieser Taktik gibt. So redet keiner der Figuren der gerade mal 18 Jährigen aus, es nicht zu tun, sie wird überzeugt das Shibari etwas wunderschönes ist. Am Ende liegt sie natürlich stöhnend auf einem Tisch.

Fetisch und Erotik

Ein Pinku Eiga wie Tokio Dekadenz 3 – Bondage Master lebt natürlich auch von der Erotik, denn darum geht es ja in dem Genre. Doch wer auf viele nackte japanische Frauen gehofft hat und auch auf viel Sex, der wird an dieser Stelle sicherlich enttäuscht. Denn es geht wie der Name schon sagt mehr um Bondage, so bekommt man immer wieder gefesselte Frauen zu sehen, die sind natürlich immer wieder Nackt und es gibt Brüste zu sehen. Doch wie gewohnt aus Japan gibt es keine Aufnahmen des Intimbereichs zu sehen. Es gibt andere Pinku Eigas die zeigen Full Frontal Nudity. Hier jedoch nicht.

Der Film lebt mehr von dem Fetisch und diesen Szenen, es geht darum das Bondage zu zeigen und wie sich die Frauen dabei fühlen. Es ist natürlich übertrieben, dass sich vor Lust so stark winden. Die Figur ist ein Meiste rund meint auch mit seinen Künsten, alle möglichen Arten von Schmerzen verschwinden zu lassen.

Dazu spielt ein Teil der Handlung auch in einem Fetisch Club, hier gibt es BDSM Szenen und eine Hauptfigur ist eine Domina, welche bei Tag aber Anwältin ist. Hier geht es dann um die typischen BDSM Elemente. Alles ist typisch japanisch was 1998 noch mehr Tabu war, ist hier ganz Normal. Im Club sind alle arten von Menschen vertreten. Einzig Filme von Jess Franco und ein paar anderen Regisseuren aus den 70ern, zeigten sowas ähnliches. Im Pinku Eiga ist das alles aber normal. Man will halt eine breitere Zielgruppe ansprechen.

Optik

Der Film wurde auf sicherlich auf VHS gedreht, obwohl man das nicht genau so sagen kann. Denn die Verfügbaren Quellen bieten alle keine gute Qualität. Dennoch ist er wohl in 4:3 und kommt aus den 9ßern, wo das V-Cinema groß war und man Filme billig produziert hat. Was bei Tokio Dekadenz 3 – Bondage Master auch der Fall war. Dennoch versucht man es etwas zu vertuschen. Es gibt zwar keine wirklichen optischen Highlights. Dennoch bietet der Film einige interessante Kamera aufnahmen.

Interessant wird es immer dann, wenn man den Intimbereich sehen könnte, denn hier versucht man diesen durch Kameraneinstellungen, nie zu zeigen. In den Bondage Szenen ist die Kamera immer nah dran und zeigt Einstellungen, die nur in einem Pinku Eiga möglich sind oder eventuell in einer Gravure DVD. Nahaufnahmen vom Schritt oder den Brüsten. Alles immer so das man nie wirklich etwas zeigt aber eine Ahnung davon bekommt. Andere Pinkus sind da schon etwas offener aber hier liegt der Fokus auch auf dem Bondage.

FAZIT:

Tokio Dekadenz 3 – Bondage Master ist ein kleiner unterhaltsamer Pinku Eiga, welcher sich ganz dem Thema Bondage widmet. Dazu die Handlung durch die Genres wandern lässt, was erstaunlich gut funktioniert. Wer aber mehr Sex und Nacktheit erwartet wird hier enttäuscht, selbe gilt auch für Gewalt oder härtere BDSM Sachen.

Movie title: Tokio Dekadenz 3 - Bondage Master

Director(s): Hitoshi Hoshino

Actor(s): Yukijirou Hotaru, Yoriko Ikuta, Hitomi Shiraishi

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  • 5/10
    Handlung - 5/10
  • 7/10
    Schauspiel - 7/10
  • 7/10
    Regie - 7/10
  • 5/10
    Unterhaltung - 5/10
  • 6/10
    Erotik - 6/10
6.0/10
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BastitheEnd

Filmfan, Autor dieser Seite.

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