Female Fight Club

Female Fight Club: Martial Arts einer neuen Generation

Im Martial Arts Film ist alles möglich und die Kampfstile sind so verschieden wie die Schauspieler aber eins ist eindeutig. Die Frauen sind immer etwas im Hintergrund. Gab es zwar in den 80ern und Anfang der 90er ein paar Damen, die in Actionfilmen die Hauptrolle übernahmen und zeigten was sie drauf haben. Doch dann folgte nicht wirklich was. Immer wieder gab es ein paar Ausnahmen und Filme, doch der Mann dominiert im Martial Arts Film immer noch. Das kann sich aber nun ändern mit Amy Johnston steht der nächste Start des Martial Arts Film parat. Sie braucht nur ein paat gute Filme. Wie sich dabei Female Fight Club schlägt und ob man wirklich das Rad irgendwie in dem Genre noch neu erfinden kann, wir werden es sehen.

Die Handlung von Female Fight Club beginnt mit Becca die in einer Tierarztpraxis arbeitet, bis zwei Typen diese überfallen wollen. Dann zeigt sie ihre Kampfkünste und wird zum Internet Star. Eine Woche später steht ihre Schwester vor der Tür und bitte sie um Hilfe. Sie soll sie und ein paar andere Mädels trainieren, damit sie ihre Schulden los werden kann. Sie will in einem Female Fight Club antreten und gewinnen. Doch Becca weiß nicht so recht, erst als ihr Vater anruft und sie auch bittet. Doch die Vergangenheit lastet schwer auf Beccas Schultern.

Man muss sich nichts vormachen, denn die Story von Female Fight Club ist so genretypisch wie es nur geht. Man bedient die typischen Stereotypen. Der einzige unterschied ist, dass es hier Frauen sind. Ansonsten ist alles gleich, obwohl der Film irgendwann eine sehr düstere Wendung nimmt. Damit rechnet man nicht und erfischt das Genre etwas, dennoch ist auch dieser Schritt nichts Neues und schon in manchen Martial Arts Film passiert.

Aus Alt macht Neu aber nicht so sehr

Die Geschichte von Female Fight Club ist so ausgelutscht, dass jeder Genre Fan genau erkennt wo er gelandet ist. Daran ist nichts auszusetzen, wenn es funktioniert. Man hat sich nur ein paar neue Ideen einfallen lassen. So ist die Hauptfigur hier weibliche, hat aber dieselben Probleme wie der sonst männliche Hauptcharakter. Auch die anderen Charaktere sind sehr typisch für einen US Martial Arts Film. Am Ende sind diese Nebencharaktere aber Egal und der Film nimmt eine düstere Wendung. Denn die Vergangenheit von Becca und ihrer Schwester spielt immer wieder eine Rolle. Nach und nach erfahren wir was passiert ist und das der Vater im Knast sitzt. Doch irgendwas scheint nicht zu stimmen. Becca hat Schuldgefühle und irgendwann erzählt sie auch was wirklich passiert ist.

Die Charakterentwicklung im Film ist durch die Wendung im letzten Drittel des Films etwas anders. Am Anfang wirkt es noch so, dass Becca zwar die Mädels trainiert aber irgendwann auch ran muss. Das passiert natürlich auch, dass ist halt sehr typisch für das Genre. Doch dann schlägt Female Fight Club eine andere Richtung ein. Es wird zu einer Rachestory und am Ende gibt es dennoch ein Happy End. Irgendwie ist das merkwürdig, funktioniert aber. Denn die Handlung von Female Fight Club ist eh schwach und diese Wendung tut dem Film sogar gut. Es verleiht Becca auch mehr Tiefe, doch eine Katharsis bekommt sie nicht wirklich, eher noch mehr Trauma was sie verarbeiten muss.

Die restlichen Charaktere im Film sind da, genauso wie ihre Schwester, obwohl diese zum Drama dazugehört ist ihr Charakter so flach wie eine Flunder. Nur der Vater, welche von Dolph Lundgren überzeugend dargestellt wird, bekommt durch die Wendung auch etwas mehr Tiefe. Es dreht eh im Film alles um die Familie, nur nicht so übertrieben wie in manchen Mainstream Hollywood Actionfilm, wo alle männlichen Hauptdarsteller kein Haupthaar mehr haben. Jedenfalls Female FIght Club hat eine etwas dünne Story und die Wendung kann dies etwas aufbessern.

Die Action

Amy Johnston ist der Star des Films und zeigt dies auch sehr deutlich. Ist sie doch die Darstellerin mit der meisten Erfahrung im Martial Arts Bereich, den sie macht für viele Hollywood Filme die Stunts, wie bei Deadpool oder Captain America: The Winter Soldier. Ihr kennt sie vielleicht aus dem Fanfilm Dragon Ball Z: Light of Hope, dort verkörptert sie C18. Auch aus dem harten Martial Arts Film Raze könntet ihr sie kennen. Mit diesem Talent ist es klar das sie auch mal eine Hauptrolle bekommt und mit Female Fight Club zeigt sie auch warum.

Auch wenn der Film etwas braucht um uns etwas Martial Arts Action zu zeigen, es gibt die typischen Trainingsszenen, wo Becca die Lehrerin spielt. Das ändert sich natürlich aber das dauert. Bis dahin sehen wir die anderen Damen kämpfen. So ist der Action Anteil im Film gering aber so gut verteilt, dass es nie wirklich auffällt. Dafür bekommen wir im Finale etwas mehr geboten. Hier darf auch Dolph Lundgren kurz zeigen was er noch kann. Dazu gibt es auch einige gebrochene Knochen und ein kleines Turnier ist auch dabei, also alle typischen Elemente eines Martial Arts Film sind in Female Fight Club vertreten.

Optik

Man sieht dem Film an, dass er nicht für das Kino produziert wurde. Er hat den Look eines typischen modernen B-Action Films, welcher für den Heimkinomarkt hergestellt wurde. Daran ist nichts schlimmes, man sieht es halt. So gibt es keine ausgefallenen Kamerafahrten, alles erfüllt seinen Zweck und versucht alles so gut wie möglich in Szene zu setzten.

Interessant wird Female Fight Club in den Kampfszenen, denn hier hat man auch längere Einstellungen und die Action ist ruhig und nicht mit vielen schnellen Schnitten versehen. Im Finale nutzt man auch das Flackern des Lichts um etwas Atmosphäre zu erzeugen. Das funktioniert auch und zeigt das der Regisseur und Kameramann etwas mehr Talent haben, als nur die üblichen Bilder zu erzeugen.

Fazit:

Female Fight Club ist ein kleiner unterhaltsamer Martial Arts Film, welcher die Action gut dosiert einsetzt und zeigt was für ein Talent Amy Johnston hat. Dazu kann auch Dolph Lundgren in einer kleinen Nebenrolle überzeugen. Ansonsten bekommt man die typische Genre Kost serviert, die Wendung in Film variiert das zwar etwas und man es düsterer, dennoch erfindet der Film das Rad nicht neu.

Female Fight Club

Movie title: Female Fight Club

Director(s): Miguel A. Ferrer

Actor(s): Amy Johnston, Cortney Palm, Rey Goyos, Sean Faris, Folake Olowofoyeku, Jeanette Samano, Shaun Brown, Levy Tran, Dolph Lundgren, Nea Dune, Jesse Jane, Chuck Zito

  • 6/10
    Handlung - 6/10
  • 7/10
    Schauspiel - 7/10
  • 7/10
    Regie - 7/10
  • 6/10
    Action - 6/10
6.5/10
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Handlung:

Die ehemalige Kämpferin Becca (Amy Johnston) hat Las Vegas verlassen, um sich ein neues Leben fernab von Straßenkämpfen aufzubauen. Als jedoch ihre Schwester Kate in Schwierigkeiten gerät, muss Becca in ihr früheres Leben zurückkehren und ihrer Schwester helfen, in der sadistischen Welt der illegalen Boxkämpfe zu …

 

BastitheEnd

Filmfan, Autor dieser Seite.

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