Oktoberfest! Da kann man fest!

Oktoberfest! Da kann man fest! oder auch eine weitere deutsche Sex Komödie

Deutschland in den 70ern, der Sexfilm war das Genre was im Kino lief bei den deutschen eigenen Produktionen. Eine unzählige Anzahl an Filmen lief in den hiesigen Lichtspielhäusern, weil die Nachfrage so groß war. So gibt es Filme die vergessen sind, andere sind Kult und andere sollte man vielleicht kennen aus Filmhistorischer Sicht und wieder andere sind einfach nur noch da. Wozu Oktoberfest! Da kann man fest! gehört, lässt sich nicht genau sagen. Es ist eine typische bayrische Sex Komödie und genau so wie viele seiner anderen Genrevertreter auch. Dabei bekommt man genau das was man erwartet. Doch ob sich der Blick wirklich lohnt?

Die Handlung des Films beginnt in einem kleinen bayrischen Dorf, drei Männer planen beim Stammtisch etwas, sie haben kein Bock mehr auf ihre Ehefrauen und wollen mal die Sau raus lassen. So beschließen sie aufs Oktoberfest zu fahren und dort mal etwas Spaß zu haben. Dabei wollen sie fremdficken und die Frauen sollen davon nichts wissen. Doch auf der Wiesn ist alles schwerer als erwartet. Dabei treffen sie auch auf einem Reporter, der einen Bericht über das Fest schreiben soll. Doch er lernt ein Madl kennen.

Oh mei, was für a schmarn. Wir befinden uns wirklich in den Abgründen des deutschen Sex Filme. Denn diese Komödie ist so generisch wie es nur geht. Dabei hat man schon die Moral über Board geworfen und so einiges für den notgeilen Zuschauer parat, der im Kino saß. Doch nun Jahrzehnte später wirkt das alles doch etwas befremdlich. Alles ist so typisch wie man es sich vorstellt und genau da sind auch die Probleme des Films. Dazu auch die fragwürdige Moral.

Fremdgehen ist Ok und eh die Schuld der Frauen

Dass deutsche Sex Filme natürlich immer schon moralisch fragwürdig waren, sollte man bei den Schulmädchen-Report Filmen gemerkt haben. Wo Darstellerin Ulrike Butz des öfteren zu sehen war. Doch Oktoberfest! Da kann man fest! nutzt das Ganze auch sehr gern für sich. So müssen die Männern natürlich erst mal eine Frau fürs Fremdgehen finden. Das ist schwerer als gedacht. Denn München und die Frauen sind doch nicht so leicht zu bekommen. Was auch der Reporter merkt, der eine junge Dänin anbaggert und ihr Herz und ihren Schritt erobern muss.

Die Männer haben da weniger Glück. Nur der Italiener trifft auf eine junge hübsche Frau, gespielt von Ulrike Butz. Er trifft sie in einem Kino, wo Liebesjagd durch 7 Betten läuft, ein weiterer Film von Regisseur Hans Billian. Das kann man auch als schamloses Product Placement bezeichnen. Dort trifft also der heißblutige Italiener auf die junge deutsche, die gleich über ihn herfällt und das führt natürlich zu Chaos im Kino. Am Ende landen alle in einem Hostessen Club und haben die Damen und Sex. Doch die Ehefrauen haben längst den Braten gerochen und wollen Rache, was danach folgt ist unfassbar.

Im Grunde versucht der Film das Fremdgehen als ganz Normal zu zeigen und das die Frauen immer wieder das Böse sind. Auch der Reporter und die widerspenstige Dame haben da einige Probleme. Er bekommt sie einfach nicht ins Bett und will sie dann auch noch heiraten. Jedenfalls ist das eine merkwürdige Romanze und dieser Teil der Handlung wirkt auch immer wieder so, als wolle er nicht zu Oktoberfest! Da kann man fest! dazugehören.

Erotik

Man sollte auch keine große Hoffnung haben, denn Oktoberfest! Da kann man fest! bietet auch nur die typisch deutsche Erotik der 70er Jahre. Das bedeutet immer mal wieder eine nackte Frau, etwas Gefummel hier und da. Natürlich auch sexuelle Belästigung, weil die so lustig ist und man so fünf Minuten zeigen kann, wie ein Mann flieht und es lustig ist. Dabei kommt aber keine Erotik auf und irgendwie fühlt sich das alles auch so an, als ob man nur nackte Frauen zeigen will. Da der Penis ja von dem damaligen Publikum als großer Ekel empfunden wurde. Erotisch ist es aber nicht.

Wie immer sind die Schauspielerinnen gut gewählt und jede bietet etwas für die verschiedenen Geschmäcker, sie sehen nackt Gut aus aber auch angezogen. Dennoch strahlen sie kaum Erotik aus. Hier ist Ulrike Butz noch das Highlight, als Mädel von Neben an, welches dann auch gleich als Hostess arbeitet, da es spaß macht.

Optik

Willkommen in den 70ern, wir zeigen zwar nackte Frauen aber sind nicht mutig. Jedenfalls in Deutschland, manche Regisseure bewiesen mit ihren Erotikfilmen etwas mehr Geschick als Hans Billian, der auch rasch anfing dann Pornofilme zu drehen. Mit Oktoberfest! Da kann man fest! zeigt er deutlich, dass ihm die Komödie auch nicht liegt und nackte Frauen in Szene setzen das es erotisch wirkt aber auch nicht so unbedingt. Im Grunde ist der Film purer Standard was das Kino angeht.

Im Finale gibt es dann auch etwas merkwürdigen Schnitt. Denn die Männer eilen zu einem Club, wo ihre Frauen sich gerade Ausziehen. Durch den Schnitt und Gegenschnitt, wirkt es so als ob Teile fehlen würden. Es soll wohl aber eher das Verhalten der beiden Parteien zeigen und was am Ende passiert. Es ist keine schlechte Idee, hier aber eher stümperhaft umgesetzt und verfehlt dadurch auch seine Wirkung. Als Zuschauer will man an diesem Punkt auch nur noch das der Film vorbei ist.

FAZIT:

Oktoberfest! Da kann man fest! ist eine typische deutsche Sex Komödie aus den 70ern. Man bekommt als Genre typische Elemente geboten, wird dabei aber minder unterhalten. Es gibt auch schlechtere Vertreter aber dieser hier ist auch nichts Besonderes.

Movie title: Oktoberfest! Da kann man fest!

Director(s): Hans Billian

Actor(s): Alena Penz, Alexander Miller, Dorothea Rau, Josef Moosholzer, Monica Marc, Sepp Gneissl, Margot Mahler, Walter Klinger, Ulrike Butz, Birgit Bergen, Renate Markl, Ilonka List

  • 4/10
    Handlung - 4/10
  • 6/10
    Schauspiel - 6/10
  • 6/10
    Regie - 6/10
  • 5/10
    Unterhaltung - 5/10
  • 3/10
    Erotik - 3/10
4.8/10
Sending
User Rating 0 (0 votes)
Comments Rating 0 (0 reviews)

Produkte von Amazon.de

Handlung:

Oktoberfest Zeit, die schönste Jahreszeit in München für abenteuerlustige und paarungswillige Damen und Herren. Dies wollen auch zwei Bayern und ein Italiener in der Art nutzen, daß nicht nur der Gerstensaft sprudelt. Sie nutzen jede Gelegenheit um bei den willigen Opfern zu landen. Doch die belogenen Gattinnen treffen ebenfalls in München ein und setzen dem Treiben der untreuen Ehemänner ein Ende

BastitheEnd

Filmfan, Autor dieser Seite.

Kommentar verfassen