Mutant – Das Grauen im All

Mutant – Das Grauen im All ist nur ein weiterer Alien Rip Off oder?

Kult Filmproduzent Roger Corman hat in seinem Leben sehr viele Filme produziert und meist alle recht billig und viele davon sind Kult geworden. Anfang der 80er produzierte er einen SciFi Film mit einem aufwendigen Set, dieses wollte er noch mal nutzen und so entstand Mutant – Das Grauen im All, denn es gab am Anfang nur die sieben-minütige Szene am Anfang. Ein Drehbuch und was der Film werden sollte, stand noch nicht fest. So musste Regisseur Allan Holzman ein Drehbuch schreiben und er hatte eine Idee, er wollte Lawrence von Arabien im Weltraum machen, wär aber zu teuer gewesen. So entschied man sich für einen weiteren Rip Off von Alien. Das Konzept funktioniert immer wieder beim Publikum und man konnte den Film billig produzieren. So entstand Mutant – Das Grauen im All.

Mehr zur Entstehung des Films erfährt man in den Extras der Blu-ray, welche von Anolis in einem schicken Mediabook veröffentlicht wurde. Dazu bekommt Ihr auch die deutsche Fassung, welche mal wieder verlängert wurde vom Verleih, da die Laufzeit von 77 Minuten wohl etwas zu kurz war. So gibt es am Ende von der deutschen Version nochmals den Anfang von Mutant – Das Grauen im All zu sehen, hier nur mit einer anderen Synchronisation, damit das alles auch irgendwie einen Sinn ergibt. Zu der deutschen Version gibt es auch einen informativen Audiokommentar, genauso wie das Booklet. Auch ein Making of ist dabei, wo man sehr viel zur Entstehung des Films erfährt. Auch ein Interview mit Roger Corman ist dabei, wo er über den Film redet. Fans bekommen also einiges geboten. Dazu liegt der Film auch noch mal in einem Directors Cut bei, welcher aber nur in SD verfügbar ist, wegen dem Ausgangsmaterials. Aber kommen wir nun endlich zum Film.

Raumschiffe, eine Mutation, “Jungfrauen” in nöten und ein Held

Die Handlung von Mutant – Das Grauen im All beginnt mit Mike einem Weltraumpiloten der gerade im Kyroschlaf ist, doch sein Roboter Sam weckt ihm, denn sie werden angegriffen. Doch dann kommt auch noch ein Notruf vom Planeten Xerbia. Dort befindet sich eine Raumstation, die hat ein Problem. Sie Experimenten mit Protoin-B und haben so ein neues Wesen erschaffen. Doch das macht Probleme. So muss Mike helfen, dabei trifft er auch auf Barbara und Tracy, zwei Damen die ihm verfallen. Doch erst mal muss unser Held den Tag retten.

Am Grundgerüst der Handlung des Films wird nicht so schnell deutlich, dass es sich um ein Alien Rip Off handelt. Doch die Motive in Mutant – Das Grauen im All sind deutlich. Man verfrachtet die Handlung gleich auf den Planeten und nimmt das Problem nicht mit auf einem Raumschiff. So wirkt das schon eher wie Aliens der aber 1982 noch nicht gedreht war. Auch erinnern viele Handlungselemente an einem Film der erst in den 90er entstand und auf dem Namen Species hört, sollte Ihr vielleicht kennen. Dabei nutzt aber auch Mutant – Das Grauen im All die Genrelemente die Alien erschaffen hat beim Weltraumhorrorfilm mit einem unbekannten Wesen, was nach und nach die Menschen tötet.

Durch die Kürze des Films, entwickelt sich alles sehr schnell. Dennoch nimmt man sich etwas Zeit für die Liebe. Denn Mike wird erst von Barbara verführt , die Wissenschaftlerin, welche genau weiß was sie will und dann wär da noch Tracy, die wie ein junges scheues Reh wirkt und jeder Zuschauer beschützen will, man sieht beide natürlich auch nackt. Schauspielerin Dawn Dunlap zeigt hier sogar etwas frontale Nacktheit und für ein paar Sekunden darf der Fan ihren Busch sehen. Das aber nur am Rande, erotischer dargestellt ist sie in die Die Geschichte der Laura M.

Auf der Raumstation hört dich jeder schreien

Bis jetzt haben wir das Thema Alien umschifft in der Review und auf andere Dinge gezeigt. Das liegt daran, dass man Mutant – Das Grauen im All als eigenständigen Film sehen muss. Denn man nahm nur bestimmte Dinge aus Alien und bautet sie in den Film ein. Man hatte ja immer Angst, wenn man so offensichtlich klaut, könnte man verklagt werden. Darum bringt man seinen eigenen Charm mit in den Film und das ist wirklich gelungen. Denn wir bekommen zwar die typischen Charaktere geliefert, doch alles ist etwas anders. So anders das man nie genau sagen kann, was man nun übernommen hat und was neu ist. Bei der Kamera ist das dann einfacher, doch dazu später mehr.

Es gibt also immer wieder Szenen, die stark an Alien erinnerten. So wird ein Crewmitglied von dem Wesen angegriffen und dann findet ihn die Crew. Man schafft die Person sogar auf die Krankenstation, doch anders als bei Alien wird hier kein Wesen aus seiner Brust springen. Nein, die Handlung nimmt einen ganz anderen Verlauf. Man erdachte sich eine komplett neue Handlung. Das Metamorph ist von Menschen gemacht und auch die Lösung des Problems ist eine sehr menschliche. Das Einzige was immer wieder gleich sind, sind die Horrormomente, wenn die Jungfrau in Nöten hier durch die Station rennt. Doch das gehört wohl zu dieser Art von Filmen dazu. Das Zielpublikum ist sicherlich männlich und so muss der starke Held die Damen immer wieder retten.

Effekte

Bei den Effekten merkt man deutlich, dass Mutant – Das Grauen im All eine recht günstige Produktion war. Dennoch gibt es immer wieder gute Effekte. Alleine die Raumstation sieht gut aus und das große Set macht sich bezahlt, man sieht zwar immer wieder nur dieselben Räume. Doch passt perfekt zur Stimmung von Alien. Das alles beklemmend und eng ist, es zeigt das es keinen Ausweg gibt. Obwohl man auch eine Szene hat die auf dem Planeten spielt. Hier sieht zwar auch alles wie eine Fremdewelt aus, doch irgendwie ist das ein sehr generischer Look, was man im restlichen Film nicht so mitbekommt.

Sonst gibt es ein paar schleimige und eklige Effekte in Mutant – Das Grauen im All. Vor allem dann wenn das Wesen angegriffen hat und sich eine Leiche langsam zersetzt und auflöst. Das sieht richtig eklig auf, weil der Körper auch weiter atmet und man es sieht. Das muss neben dem Set wohl der aufwendigste Effekt des Films sein. Das Wesen selbst sieht nicht so besonders aus, auch nicht wie eine Bedrohung. Es ist ein großer Klumpen der sich bewegt und irgendwie fragt man sich, wie schafft er das überhaupt. Es gibt natürlich auch ein paar blutige Szene, hier spritzt das Blut sehr übertrieben. Was auch seinen Effekt hat auf dem Zuschauer. Doch schocken wird es wohl kaum noch jemanden.

Optik

Eins muss man Mutant – Das Grauen im All lassen, die Optik und der Schnitt sind wirklich gelungen. Man merkt natürlich immer wieder das man hier wirklich Szenen von Alien übernommen hat. Wenn jemand durch einen engen Gang flieht so fährt die Kamera an der Decke entlang und die Kamera verfolgt von oben die Person. Das baut natürlich Spannung und Atmosphäre auf. Dazu auch Tempo. Das funktioniert gut, weil man sich hier wirklich an dem Konzept von Alien orientiert und so gut kopiert hat.

Der schnitt von Mutant – Das Grauen im All ist gut, obwohl es ein paar Szenen sind, die etwas merkwürdig sind. Am Anfang gibt es in vielen kurzen und schnellen Schnitten, Szenen aus dem Film zu sehen. Das deutet vielleicht nur einen Albtraum an. Im Verlauf des Films kommt das auch wieder vor. Wenn ein Crewmitglied durch einen Gang geht, sehen wir in kurzen Schnitten, nicht mal eine Sekunde lang, wie Mike und Barbara gerade Sex haben. Denn die Person schaute beiden dabei zu, als er ein Geräusch hörte und los ging nach zuschauen. Diese unterschwellingen Schnitte begleiten die Szene und wirken sehr seltsam. Auch im Finale gibt es dann so was noch mal. Hier werden wieder Szenen aus dem Film einfach schnell reingeschnitten. Irgendwem muss im Schneideraum langweilig gewesen.

Die Farbgebung des Films wirkt fast schon wie ein Giallo, denn es gibt neben dem Gelbton, auch Rot und Blau zu sehen. So werden Räume in unterschiedlichen Farben getaucht und das verleiht dem Film auch eine gute Atmosphäre. Bei der Kamera hat man sich auch immer wieder etwas einfallen lassen. Wenn Tracy sich entkleidet, fließt schleim die Linse herunter und wir sehen nur die Brüste der Schauspielerin, alles andere wird auf einmal verdeckt. Man merkt deutlich an, dass man Mutant – Das Grauen im All doch mehr machen wollte, als einen weiteren schnell produzierten Film, was er zwar ist aber die Macher dahinter hatten ein paar nette Ideen.

FAZIT:

Mutant – Das Grauen im All ist ein unterhaltsamer Film, der ein paar Ideen von Alien übernommen hat aber auch mit vielen eigenen daher kommt. Ein paar wurden später auch in anderen Filmen wiederverwendet. Dabei bietet der Film auch etwas Spannung, ein paar eklige Szenen und es gibt etwas Blut. Wer auf B-Movies steht ist hier genau richtig.

Movie title: Mutant - Das Grauen im All

Director(s): Allan Holzman

Actor(s): Jesse Vint, Dawn Dunlap, June Chadwick, Linden Chiles, Fox Harris, Raymond Oliver, Scott Paulin, Michael Bowen, Don Olivera, Victor Warren

  • 7/10
    Handlung - 7/10
  • 7/10
    Schauspiel - 7/10
  • 8/10
    Regie - 8/10
  • 7/10
    Effekte - 7/10
  • 7/10
    Unterhaltung - 7/10
7.2/10
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BastitheEnd

Filmfan, Autor dieser Seite.

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