The Editor

TheThe Editor: Hommage, Parodie oder Beides?

Der Giallo ist eins der Genre, welches viele Filme immer noch inspirieren und es immer wieder ein paar gibt, welche die Motive aufnehmen und etwas anderes daraus machen, wie Amer oder Der Tod weint rote Tränen. Auch andere italienische Filme sind immer noch Kult und beliebt. Vor allem Lucio Fulci ist einer der Berühmtesten. Was liegt also näher das man eine Hommage aus den Filmen macht und sehr viel des Giallo Genres zitiert und dabei aber auch gleichzeitig immer wieder parodiert? Nicht viel und so entstand The Editor von Atron-6. Dabei entstand alles aus einem Fakeposter und dann noch einem Faketrailer und auf einmal war die Idee für den Film geboren und schon befinden wir uns in einem Film, der genau das macht was von ihm erwartet. Dabei zitiert er so viele Gialli und auch andere Filme und erschafft etwas was aber auch sehr eigenständig ist.

Die Handlung von The Editor spielt an einem Filmset, hier tauchen wir in das Leben des Editors Rey Ciso, der nach einem Unfall an einer Hand nur noch Holzfinger hat. Seine Assistentin Bella himmelt ihn dennoch an. Er ist einer der besten für die Filme und das zeigt er auch immer wieder. Doch während im Film den er gerade schneidet ein Killer sein Unwesen triebt und er das gut aussehen lassen muss. Ist auch in der Wirklichkeit ein Killer unterwegs und tötet Schauspieler am Set. Was hat Rey damit zu tun und wer ist der Killer?

Unglaublich, was Astron-6 hier abliefern. Die Jungs sind Fans des Giallos und auch des italienischen Kinos. Denn The Editor ist nicht nur eine kleine Parodie, welche sich an manchen Stellen über das Genre und wie er gedreht wurde lustig machte. Sondern sie nehmen es ernst und liefern so eine Hommage ab, welche seines gleiches sucht für das Genre.

Der neue Giallo in The Editor

Der neue Giallo oder auch der Global Giallo entstanden nach der eigentlichen Giallowelle, obwohl Brian de Palma schon mit seinen ersten Werken immer wieder vom Giallo beeinflusst wurde und somit den Global Giallo erschuf. Alles was nach Dario Argentos Tenebrae entstand gehört zum neuen Giallo. The Editor ist wohl irgendwo dazwischen, denn spielt er wohl endet der 70er Jahre, anfang der 80er Jahre. So genau bekommt man das nicht mit. Das ist aber gewollt. Denn man baut nur das Aufkommen der VHS mit ein und deutet an, dass diese Art von Filmen welche im Film produziert werden, bald nur noch auf VHS produziert werden. Man bekommt aber selten mit, denn man versucht genau den Stil dieser Zeit wieder zugeben und lässt dabei aus in welchem Jahr wir uns befinden oder welches Land, obwohl es wohl Kanada oder die USA sein könnten. Es könnte aber auch Italien sein.

Immer wieder blitzen die typischen Giallo Momente im Film auf und er zelebriert diese auch genauso wie es die Vorlagen getan haben. Wir haben einen Killer mit schwarzen Handschuhen und wir wissen nicht welches Geschlecht er hat. Dazu haben wir das auch im Film im Film, hier ist der Killer eine Hommage an Dario Argentos Rosso – Die Farbe des Todes. Bis zum Ende ist es ungewiss, wer der Täter ist und hier kommt man sogar einer Wendung daher und erklärt es wie man es vom Giallo gewohnt ist. Doch dann ist da noch mehr, was alles einem zweifeln lässt und ähnlich wie Fulcis Geisterstadt der Zombies endet.

Am Ende ist The Editor aber auch ein typischer Atron-6 Film und man parodiert auch viel, dabei zeigt man aber deutlich die Liebe für die Originale. Sogar die schlechte Synchronisation der Filme in den USA ist immer wieder dabei. Was man natürlich nur im Original Ton hört. Dazu sind die Namen aller Figuren im Film auch sehr italienisch und im Abspann gibt es noch einen Gag, achtet darauf wer den Film geschnitten hat. Im Vorspann gibt es auch noch eine Hommage an Claudio Simonetti, welcher mit Goblin und alleine für viele berühmte Giallo Soundtracks verantwortlich war.

Hommagen und Zitate in The Editor

Wir hatten es ja schon kurz angerissen, dass in The Editor viele Giallis und andere Filme aus Italien hier eine Hommage bekommen oder zitiert werden. Das zieht sich durch den ganzen Film. Man scheint aber eine Vorliebe für Lucio Fulci zu haben. Denn neben Geisterstadt der Zombies, ist auch Der New York Ripper mit dabei. So gibt es Szene die nicht nur an die Filme erinnern, sondern sie sogar fast eins zu eins nachstellen. Wie der Anfang von New York Ripper, wo ein Mann mit Hund eine Hand findet. Das haben wir auch bei The Editor, nur ist es hier eine der Hauptfiguren. Ansonsten ist die Szene gleich.

Doch die Geisterstadt der Zombies von Lucio Fulci ist hier noch präsenter. Da hätten wir die Szenen mit den Spinnen in der Biblothek und natürlich die blinde Frau mit ihrem Hund. Immer wieder spielt hier The Editor auf diesen Film ab. Doch auch an Der schwarze Lieb der Tarantel ist hier Thema. Auch Die drei Mütter aus der Dario Argento Mütter Trilogie wird hier kurz erwähnt. Auchja eine Anspielung an Videodrome ist auch mit dabei. Natürlich darf auch The Shinning nicht fehlen.

Es gibt so viel in The Editor zu entdecken, in fast jeder Szene kann man einen Giallo entdecken oder einen anderen Film. Astron-6 geht aber auch immer sicher, dass Fans erkennen können aus welchem Film die Szene ist. Dabei kann man also immer etwas entdecken. Das hebt den Mehrwert des Films, denn so kann man auch beim öfteren sichten noch was neues entdecken.

Optik

Nicht nur in der Handlung findet man den Giallo im Film wieder. Sondern auch bei der Optik, denn The Editor sieht verdammt gut aus und man zeigt deutlich das können. Obwohl es wohl hinter den Kulissen viele Probleme gab, doch das Endprodukt kann wirklich überzeugen. Denn wir befinden uns auch optisch in einem Giallo. Die Farben und die Kamera, alles wirkt perfekt in Szene gesetzt und zeigen deutlich, dass es ein Genrefilm ist und hier kann sogar Brian de Palma neidisch werden. Denn viele Szene wirken so als kämen sie aus den 70er und aus Italien, man schafft es perfekt die Kunst von damals zu reproduzieren.

Auch die Kameraführung, wenn der Killer angrifft. Wir sehen nur den schwarzen Handschuh und sein Opfer, die langsame Fahrt auf die Person. Das alles erzeugt auch Spannung und funktioniert perfekt. Immer wieder schaut jemanden mit offenen Augen und voller Schreck in die Kamera und schreit. Das manchmal aber auch einfach so. Hier spielt man schon auf das Ende des Films an. Denn The Editor bietet noch viel mehr als Giallo Parodie und Hommage. Denn man sieht auch deutlich an der Kameraführung und Farbgebung an in welchem Jahrzehnt der Film spielen soll. Das alles ist so perfekt, dass selbst Filmfehler mit voller Absicht eingebaut werden, diese ergeben aber erst nach der Auflösung wirklich sinn.

Fazit:

The Editor ist der perfekte moderne Giallo, dabei ist der Film auch gleichzeitig Hommage und Parodie. Astron-6 haben das Genre verstanden und was es ausmacht und zeigen es perfekt. So kann man als Fan eine Menge Anspielungen im Film entdecken und auch beim zweiten oder dritten Mal schauen, findet man auch etwas Neues.

The Editor

Movie title: The Editor

Director(s): Adam Brooks, Matthew Kennedy

Actor(s): Paz de la Huerta, Udo Kier, Laurence R. Harvey, Tristan Risk, Jerry Wasserman, Adam Brooks, Matthew Kennedy, Sheila Campbell, Conor Sweeney, John Paizs, Samantha Hill, Brent Neale

  • 7/10
    Handlung - 7/10
  • 8/10
    Schauspiel - 8/10
  • 10/10
    Regie - 10/10
  • 8/10
    Spannung - 8/10
  • 8/10
    Unterhaltung - 8/10
8.2/10

BastitheEnd

Filmfan, Autor dieser Seite.

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