Was Schulmädchen verschweigen

Was Schulmädchen verschweigen: Eine Reise durch das Sexploitationsgenre

Die 70er Jahre eine Quelle an Sexploitationsfilme und auch aus Deutschland sind eine viele dieser Filme entstanden. Wie die Schulmädchen-Report Filme. Der Regisseur Ernst Hofbauer hat bei vielen Teilen die Regie geführt und war auch sonst sehr umtriebig in dem Genre. Was er aber bei Was Schulmädchen verschweigen zusammenschustert, muss man als Zuschauer auch erst mal verdauen. In gerade mal knapp 75 Minuten zeigt man alle was das Sexploitationsgenre hergibt. Vom Drama bis hin zur Komödie ist alles in fünf Episoden dabei. Dazu gibt es auch einige bekannte Gesichter aus den Schulmädchen Report Filmen wie: Ulrike Butz oder Sonja Jeannine. Auch Christina Lindberg hat einen kurzen Auftritt im Film. Man darf auch bezweifeln das alles was man in den Streifen sieht für ihn auch gedreht wurde.

Da Was Schulmädchen verschweigen ein Episodenfilm ist, ist es mit der Handlung natürlich schwer. Man versucht die ganzen Episoden auch etwas zu verknüpfen. So ist der Anfang schon der Hammer. Ein Pädophiler entführt ein kleines Mädchen und in einem Keller will er dem Mädchen an die Wäsche. Doch zwei Schulmädchen beobachten das und können schlimmeres Verhindern. Dann unterhalten sich ein Priester und Schularzt darüber und es gibt eine weitere Episode. Am Ende dieser lernen wir die Jungs der nächsten kennen und so springt dann die Handlung zu den restlichen. Man kann auch immer nur erahnen warum es hier um Schulmädchen geht. Die letzte Episode beinhaltet dann auch noch eine schwarze Messe und ein jungfräuliches Schulmädchen.

Drehbuchautor Erich Tomek muss sich bei diesem Film auch gedacht haben, dass man alles verbauen kann was gerade im Kino angesagt ist und baut daraus einen Film. Denn dann Ernst Hofbauer auch gekonnt verfilmt. Im Grunde ist es pures Exploitationskino aus Deutschland. Denn man greift alles auf, was der Zuschauer sehen will.

Es soll doch um Schulmädchen gehen oder?

Bei deutschen Filmtiteln sollte man sich nicht wundern, wenn der Inhalt anders ist. Auch bei Was Schulmädchen verschweigen umschifft man gern mal das eigentliche Thema. Obwohl man hier in jeder Episode Schulmädchen hat. So ist das auch nur am Rande wichtig. Denn man bringt in jeder Geschichte ein anderes Genre unter. Das geht los mit einem Drama, wo die Tochter die Mutter dabei erwischt eine Affäre zu haben. Das endet alles anders als gedacht und hier ist wieder die Vergewaltigung, welche wohl dabei sein musste. Hier hat das Mädel aber wirklich keine Lust und es wird so gezeigt, nur die Folgen nicht. Denn Mutter und Tochter sind am Ende glücklich.

Im Verlauf von Was Schulmädchen verschweigen springt man immer extremer von einem Genre zum anderen. Das geht gleich los mit der Episode, wo der Beste Freund helfen will, dass sein Freund endlich mal ein Mädel flach legen darf. Doch hier gibt es am Ende eine Wendung auf die man schnell kommt, wenn man das Genre kennt oder das Verhalten des Freunds gut interpretieren kann. Dann kommt auch die typische Lederhosen Episode, wo in einem bayrischen Dorf geschnaxelt werden will aber da gibt es aller Hand Probleme. Hier zeigt man sich von seiner witzigen Seite.

Für das Finale hat man sich dann einen echten Knüller ausgedacht, ein paar geile alte Böcke feiern eine schwarze Messe und suchen dafür immer Jungfrauen. Doch so richtig klappt das nie, bis die Freundin des Fotografen, der den Keller für die Sex Partys vermietet, ein Schulmädchen kennt, was noch Jungfrau ist. Die hat zwar einen Freund aber der will kein Sex. Genau Was Schulmädchen verschweigen geht aufs ganze mit der Episode, hier ist alles dabei, Sex, Gewalt und etwas Satanismus, wie man sich ihn 1973 vorgestellt hat.

Erotik

OK Jungs und Mädels, wir hatten das ja bei diesen Filmen immer wieder, was damals wohl mal erotisch war, muss es jetzt nicht mehr sein. So ist es auch bei Was Schulmädchen verschweigen, denn man hat zwar mit Christina Lindberg, Ulrike Butz und auch Sonja Jeannine ein paar hübsche Mädels, die man gern immer wieder nackt sieht. Dennoch ist es halt das typische für die Zeit und das Genre. Es ist halt mehr, die Kamera fährt über einen nackten Körper und zeigt alles was der Mann sehen will, dabei bleibt man aber auch manchmal etwas länger auf ein paar Körper stellen. Der Sex ist wie immer nur wildes rum gehampel und gestöhne, wenn es denn welchen gibt.

Die schwarze Messe sticht natürlich wieder etwas mehr heraus, auch wenn die Erotik hier nicht wirklich besser ist. Obwohl Sonja Jeannine hier die Hauptfigur gibt. Sondern man hat wohl Szenen aus einem Porno genommen und mit in dem Film eingebaut als Montage, davon sieht man aber nicht viel, da eine Überbelichtung von einem toten Schädel alles verdeckt, man kann aber noch genug erahnen und der Penis am Ende der Szene und das Sperma sieht man dann wieder sehr deutlich. Auch auf die Aufnahmen des ersten Opfer mit gespreizten Beinen aber dank der Schambehaarung sieht man nicht viel.

Optik

Auch Ernst Hofbauer und seine Kamera hatten wir ja schon genügend bei den Schulmädchen-Report Filmen. Dennoch macht er hier auch einiges anders. Denn wie schon erwähnt ist jede Episode ein anderes Genre und das sieht man den auch an. Das geht schon beim Anfang los mit dem Pädophilen, denn hier wirkt das wie ein Horrorfilm, mit den Großaufnahmen seines Gesicht und die Kamerafahrt aus der Egoperspektive der Schulmädchen, das wirkt fast wie ein Killer der sich anschleicht und dann nimmt der Typ auch noch eine Axt. Hier ist man wirklich in einem Thriller gelandet. Doch dann kommt die Wendung und man zeigt etwas Nacktheit. Es ist auch ein merkwürdiger Anfang für den Film, fast so als ob man den alten Männer mit Mantel und Hut, welche in den Film gingen einen Spiegel vorhalten wollte.

Die schwarze Messe hatten wir ja schon und den optischen Effekte mit dem Schädel, ob das nun Zensur war, weil man Angst hatte das man diese Szene so nicht zeigen durfte oder gewollt, kann man sicherlich nicht mehr klären. Bei der Lederhosen Episode in Bayern setzt man auch auf viel Humor, ähnlich wie der Episode davor. Natürlich ist das alles auf die damalige Zeit ausgelegt und so ist es wohl eher ein Zeitdokument und nicht viele Witze funktionieren noch. Es wirkt auch sehr befremdlich. Dafür gab man sich dennoch mühe bei den Aufnahmen.

Fazit:

Was Schulmädchen verschweigen ist unterhaltsam, da der Genremix in den verschieden Episoden erstaunlich gut funktioniert. So bekommt man in knapp 75 Minuten einen Ausflug durch alle Sparten des Exploitationskino.

Movie title: Was Schulmädchen verschweigen

Director(s): Ernst Hofbauer

Actor(s): Sascha Hehn, Christina Lindberg, Ekkehardt Belle, Arthur Brauss, Ulrike Butz, Rolf Castell, Marie Ekorre, Hans Elwenspoek, Enzi Fuchs, Peter Hamm, Willy Harlander, Wolfgang Jansen

  • 6/10
    Handlung - 6/10
  • 6/10
    Schauspiel - 6/10
  • 7/10
    Regie - 7/10
  • 4/10
    Erotik - 4/10
  • 6/10
    Unterhaltung - 6/10
5.8/10

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BastitheEnd

Filmfan, Autor dieser Seite.

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