Sixth Sense Hooker

Der Pinku Eiga, ein Thema was sicherlich immer wieder aufkommen wird. Es gibt so viele Filme in diesem Genre was es nur in Japan gibt. Es kann alles sein. Von politisch bis seichter Unterhaltung, immer wieder ist Sex dabei. Denn in den 70er Jahren, wollte man junge Männer ins Kino locken, denn das TV zeigte sonst auch alles was man aus dem Kino kannte. Die Tradition des pinken Films hat sich aber bis heute bewährt und kaum verändert. Alle Genres sind vertreten. Selbst der Horrorfilm ist ein gern gesehener Gast. Auch wenn Horror als eigenes Genre, immer wieder Sex zeigt, sei es als Abschreckung wie in Slasher Filmen oder die geheimen Lüste wie bei Hellraiser. So ist es im Pinku Eiga noch was anderes. Bei Sixth Sense Hooker macht man daraus ein Rip Off von The Sixth Sense, nur erotischer.

Die Handlung dreht sich um die Prostituierte Yuki, diese hat ein Problem. Denn immer wenn sie bei Kunden ist, sieht sie Geister. Auch sonst wird sie von den Wesen heimgesucht. Sie weiß nur nicht was das ganze soll. Sie hat angst und leidet auch schon an Depressionen. Als sie auf der Straße einen Wahrsager trifft, versucht dieser ihr zu helfen. Denn er spürt das die Gabe von Yuki etwas besonderes ist und scheinbar wollen die Geister nichts böses. Doch wie kann sie mit ihnen kommunizieren und was wollen sie?

Bei einem Pinku Eiga ist es immer eine Gratwanderung, wie man die Handlung in knapp eine Stunde Laufzeit quetscht und dabei dem Zuschauer auch etwas Unterhaltung bietet. Bei Sixth Sense Hooker muss man irgendwie die übernatürliche Handlung mit dem Sex verbinden oder alles zusammen Pressen. So lässt man leider auch etwas die interessanten Dinge aus. Das bemerkt man immer wieder, hier muss einiges für eine Sexszene weichen, was schade ist. Denn bietet der Film doch sehr nette Ideen.

Horror und Erotik in Sixth Sense Hooker

Eine Handlung wie die von Sixth Sense Hooker ist sehr typisch für einen Horrorfilm und sehr stark an The Sixth Sense angelehnt. Eine Person, in diesem Fall Yuki, sieht Geister, doch sie kann damit nicht umgehen. Hier hören aber schon die Parallelen zu dem Kultfilm aus den USA auf. Viel mehr wird es hier wieder sehr typisch japanisch. Denn die Geister wandeln umher und suchen Hilfe. Dabei weiß aber der Hauptcharakter nicht damit umzugehen und die Geister sind auch nicht so redselig wie manch andere. Sie sind einfach da. Ihr Job als Prostituierte ist dazu auch noch ungewöhnlich. Vor allem wenn sie bei Kunden den Geist einer ermordeten Frau sieht oder dem von einem Kind.

Leider erfahren wir nicht mehr über diese Geister, im Grunde wird ab der zweiten Hälfte nur ein Geist wichtig und von dem erfahren wir auch etwas mehr. Hier setzt dann auch die Dramahandlung des Films ein, denn wir sehen wie ein Geist umherwandelt und Erlösung sucht. Dabei kann Yuki helfen, doch dies muss sie erst herausfinden. Der Hellseher hilft ihr aber dabei. In Träumen und auf einem öffentlichen Platz findet sie schließlich heraus, was der Mann von ihr will. Wir sehen auch die Frau die er immer wieder heimsucht. Hier verbirgt sich dann eine kleine tragische Geschichte. Diese wird aber auch schnell erzählt, drückt dennoch immer wieder auf das Tempo von Sixth Sense Hooker.

Man wünscht sich etwas mehr von der Handlung bei Sixth Sense Hooker, denn die Ansätze sind da und versprechen einiges. Leider schafft es der Pinku Eiga hier aber nicht immer zu überzeugen. Das ist schade, denn die Handlung rund um Yuki könnte so interessant sein, vor allem wenn sie weiß, dass die Geister etwas mit ihren Kunden zu tun hätten. Sicherlich wenn der Film länger gehen würde, hätte man davon auch mehr bekommen. So ist alles sehr komprimiert und man muss sich damit abfinden, dass sehr viel offen gehalten wird.

Erotik

In Pinku Eigas gibt es immer Sex, viel Sex und das in allen Formen und auch Fetische können dabei sein. Da wirkt ein Film wie Sixth Sense Hooker, schon fast zu harmlos für das Genre, welches immer an die Grenzen des Zeigbaren in Japan geht. Es gibt zwar immer wieder Nacktheit und auch Sex. Dabei ist alles aber sehr normal gehalten. Alleine eine Szene sticht etwas heraus. Doch ansonsten bekommt man als Zuschauer sehr viel normalen Sex geboten. Das ist man fast gar nicht mehr gewohnt von dem Genre und seinen Vertretern. Auch das ist aber möglich und dieser Film zeigt das sehr deutlich.

Die eine Szene der sich etwas abhebt im Film, ist ein flotter Dreier. Yuki wird zu einem Kunden bestellt und soll sich mit einem anderen Frau vergnügen. Der Kunde schaut dabei zu. Hier kommt es dann zum Einsatz von einem Strapon und einem kleinen Vibrator. Auch der Kunde macht am Ende mit. Das Ganze geht etwas länger und zeigt dann doch sehr typische dinge für das Genre. Auch die erste Sexszene, deutet mehr an, ein Blowjob, wo wir den Penis nie sehen und eine 69er Stellung. Alles halt doch irgendwie sehr typisch für den Pinku Eiga und auch erotisch, dennoch nicht so gut gemacht wie in anderen.

Optik

Ein Pinku Eiga ist der einzige soft Sex Film der auf 35mm gedreht wird und man sieht es den Filmen auch immer wieder an. Auch Sixth Sense Hooker, fühlt sich dadurch mehr an an wie ein Film, also nur eine Masturbationsvorlage. Es ist auch immer Talent dabei, das variiert aber von Regisseur zu Regisseur immer wieder. Bei diesem Pinku übernahm Takaaki Hashiguchi die Regie und er hat es mit Horror, führte er auch bei The Doll House Regie. Auch einen Pinku im Horrorgewand. Man merkt dem erotischen Spielfilm auch deutlich an, dass man versucht eine Atmosphäre zu erschaffen die unheimlich wirken soll. Dabei zeigt man auch immer wieder Geister, die einfach nur da sind und nichts tun. Das macht natürlich Yuki langsam wahnsinnig.

Man versucht Sixth Sense Hooker auch die ganze Zeit Sehr düster zu halten, so gibt es sogar bei Szenen die am Tag spielen einen blau Filter. Der soll bei anderen Filmen immer die Nacht simulieren. Hier zeigt man uns nur eine düstere Stadt, wo Geister umherwandeln. Als Zuschauer wissen wir auch nicht immer, wer hier eigentlich tot ist und wer nicht. Die Kameraarbeit ist aber sonst, bis auf ein paar kurzen Szenen. Sehr normal und passt perfekt in den Pinku Eiga Film. Etwas besonderes sieht man aber nicht wirklich.

FAZIT:

Sixth Sense Hooker bietet viele interessante Ansätze am Ende bekommt man aber einen sehr typischen modernen Pinku Eiga geboten. Man versucht hier die Idee von The Sixth Sense in einen erotischen Film zu packen. Am Ende bekommt man aber eine ruhige Handlung erzählt mit etwas Drama. All das spannende lässt man aber leider aus.

Sixth Sense Hooker

Movie title: Sixth Sense Hooker

Director(s): Takaaki Hashiguchi

Actor(s): Seiki Chiba, Hotaru Hazuki, Setchin Kawaya, Takamasa Kidachi, Nanako Sakurazawa, Ken'ichi Tajima, Yasushi Takemoto, Yayoi Wakamiya, Yuki

  • 6/10
    Handlung - 6/10
  • 7/10
    Schauspiel - 7/10
  • 7/10
    Regie - 7/10
  • 6/10
    Erotik - 6/10
  • 5/10
    Spannung - 5/10
6.2/10
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BastitheEnd

Filmfan, Autor dieser Seite.

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