2 tödliche Fäuste im Schatten der Schlange

Als Jackie Chan seinen endgültigen Durchbruch mit Die Schlange im Schatten des Adlers feierte, veränderte er auch das Hongkong Martial Arts Kino für immer. Ähnlich wie es schon Bruce Lee machte, welcher die Kampfszenen dynamischer und härtere zeigte. So war es bei Chan der Humor und die Akrobatik, welche Einzug fand. Das alles spiegelte sich dann in vielen Filmen wieder, die Fahrwasser des Erfolgs entstanden. Einer davon ist 2 tödliche Fäuste im Schatten der Schlange und hier nimmt man sogar das Konzept und ändert es einfach etwas ab. So fügte man einfach noch ein paare andere Ideen ein, wie dem Drunken Style und fertig war der Film. Hier ist der Name Programm und die Handlung wird sehr schnell sehr egal. Doch kann dies gut gehen und wird man als Zuschauer dennoch unterhalten?

Die Handlung dreht sich um den jungen Liang, welcher gern Kung Fu erlernen will. Doch die Kampfschule will ihn nicht aufnehmen. Als er bei einer Auslieferung gedemütigt wird, beschließt er Rache zu nehmen. Von da an tut er alles um in der Schule angenommen zu werden. Der Meister gibt endlich nach und bringt dem Jungen den Drunken Style bei. Im Wald trifft Liang auf einen anderen Meister, welcher den Affen Stil beherrscht. Doch der Friede währt nicht lange. Denn auch wenn Liang seine Rache bekommen hat, es folgt eine weitere Rache und dieses Mal muss er sich wirklich behaupten.

Zugegeben die Handlung des Films ist sehr dünn und man kann wie ihr seht, sehr schnell zusammenfassen. Denn viel passiert eigentlich nicht. Denn alles ist auf die Martial Arts Szenen ausgelegt und man hat halt schnell eine genretypische Handlung zusammengestrickt. Die ist so generisch, dass man beim schauen von 2 tödliche Fäuste im Schatten der Schlange das Gefühl hat, man hat diesen Film schon mal gesehen. Es passiert also das Typische. Doch ist das schlimm?

Genretypische Handlung in 2 tödliche Fäuste im Schatten der Schlange

Ehrlich gesagt macht es ein Film wie 2 tödliche Fäuste im Schatten der Schlange dem Zuschauer sehr einfach. Denn er zeigt das was man kennt und im günstigsten Fall auch liebt. Denn man macht sich nicht die Mühe eine neue Handlung zu erdenken, welche nach typischen Genremustern läuft. Sondern man nimmt einfach bekanntest und strickt daraus eine Handlung. So hat man hier den jungen der unbedingt Kung Fu lernen will aber auch Rache nehmen will. Was aber noch zu mehr Rache führt. Dabei ist großteils der Film eine Endlose Orgie von Kampf- und Trainingsszenen wo halt kaum Handlung passiert. Außer das der Hauptcharakter besser wird.

Das einzige das vielleicht etwas neu im Film ist, dass der junge Schüler gleich von zwei Meistern etwas lernt und somit am Ende einen neuen Kampfstil hat, denn der Gegner scheint besser und man braucht etwas was er nicht kennt. Doch auch dies ist sehr typisch für diese Art von Filmen und man kennt es einfach. Die Handlung wird dabei so schnell erzählt, dass man als Zuschauer gar nicht merkt, wie wenig man erzählt bekommt. So trickst einen 2 tödliche Fäuste im Schatten der Schlange auch etwas aus. Denn man fragt sich gar nicht, warum Liang nicht mehr ausliefert, was machen seine Eltern eigentlich nun, er trainiert ja nur noch. Warum sehen wir am Anfang eine Szene, die erst wieder im Finale wichtig wird. Warum spricht jemand am Anfang aus dem Off und dann nie wieder?

All diese Fragen werden nicht beantwortet. Man muss sich also damit abfinden, dass hier irgendwann die Rache überhandnimmt aber alles einem doch unterhaltsam verkauft wird. Obwohl den Machern hier auch etwas das Talent fehlt. Denn man serviert es so bekannt, dass man auch immer wieder merkt, dass es andere Filme besser macht. Denn es tauchen auch Charaktere kurz auf, weil man ja irgendwie die Handlung weiter erzählen muss. So hat man hier eine so typische Handlung, dass es auch egal ist, was eigentlich passiert. Es geht eh gleich weiter mit Action.

Action

Hier geht es ans Eingemachte und hier müssen die Macher des Films auch die Priorität gesehen haben. Denn man zeigt einfach alle paar Minuten immer wieder eine Martial Arts Szene. Sei es nun ein Kampf oder Training. Typisch für die Zeit, ist auch der Vorspann, wo wir jemanden Trainieren und Kämpfen sehen. Im Verlauf des Films erlernt Liang also den Drunken Style und muss damit umgehen. Sein Meister zeigt ihn allerhand tricks und auch hier merkt man sehr deutlich, dass 2 tödliche Fäuste im Schatten der Schlange sehr deutlich von Die Schlange im Schatten des Adlers geklaut hat. Es gibt eine Szene hier mit kleinen Trinkschalen, wo der Schüler diese entfernen soll. Erinnert stark an die Eierszene von dem Jackie Chan Film.

Es ist dennoch erstaunlich, wie viele Szenen es hier gibt wo Kung Fu zum Einsatz kommt. Man kann hier also eindeutig von einem Dauerklopper sprechen. Das ist auch immer wieder sehr unterhaltsam und auch spannend, vor allem im Finale. Denn es gibt Abwechslung zu sehen und wie sehr sich der Hauptcharakter steigert und immer besser wird. Das passt perfekt im Genre und hier kann 2 tödliche Fäuste im Schatten der Schlange punkten. Man bekommt wirklich was geboten.

Optik

Bei der Optik merkt man sehr deutlich, aus welchem Jahrzehnt der Film kommt und das die Action hier noch im Mittelpunkt steht und man nicht auf schnelle Schnitte setzt. So sind viele Szenen immer etwas länger, bevor ein Schnitt erfolgt. So sind die Kampfszenen natürlich sehr stark durch choreografiert und das sieht man immer wieder. Dennoch versucht man sich deutlich an den Stil von Jackie Chan zu orientieren und so gibt es auch ein paar Szenen, wo die Akrobatik im Vordergrund steht und die Kamera das gut einfängt. Etwa wenn der Schüler mit dem Meister um einen Stuhl kämpft.

Ansonsten ist 2 tödliche Fäuste im Schatten der Schlange sehr zweckhaft gefilmt und bei den Dialogen merkt man auch deutlich, dass die Kamera halt es nur einfangen soll. Man setzt hier auch auf Tempo, so dass es flott zur nächsten Szene kommt. Man merkt spürbar, das es eine Produktion von vielen ist und als Zuschauer hat man bei einigen Szenen, das Gefühl man kennt sie schon.

FAZIT:

2 tödliche Fäuste im Schatten der Schlange ist ein unterhaltsamer Martial Arts Film, der eindeutig im Fahrwasser von Die Schlange im Schatten des Adlers entstanden ist. Man sieht es immer wieder, dennoch wird man als Zuschauer unterhalten. Auch wenn die Handlung nur Mittel zum Zweck ist. So bekommt man viel Kampfkunst geboten.

2 tödliche Fäuste im Schatten der Schlange

Movie title: 2 tödliche Fäuste im Schatten der Schlange

Director(s): Cheung Sum

Actor(s): John Chang Wu-Lang, Wilson Tong, Charlie Chan Yiu-Lam, Hau Chiu-Sing, Cheng Kang-Yeh, Pomson Shi, Tsang Choh-Lam, Wan Fat, Tong Tin-Hei, San Sin, Lee King-Chu

  • 5/10
    Handlung - 5/10
  • 6/10
    Schauspiel - 6/10
  • 7/10
    Regie - 7/10
  • 7/10
    Action - 7/10
  • 6/10
    Unterhaltung - 6/10
6.2/10

BastitheEnd

Filmfan, Autor dieser Seite.

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