Die Todesgöttin des Liebescamps: Ein Film von Christian Anders.

Denkt man heute an Christian Anders, werden viele sicher an den Typen denken der Schlagermusik machte und auch immer wieder in den Klatschblättern vertreten war. Dazu hatte er paar merkwürdige Äußerungen getätigt. Doch vor über 30 Jahren war das noch anders. Denn neben Musik, wollte Christian Anders auch Filme drehen, nach dem er mit die Die Brut des Bösen, einen deutschen Martial Arts Film gedreht hatte, drehte er Die Todesgöttin des Liebescamps. Seine Version eines Films über freie Liebe und mehr. Doch am Ende kam dabei ein typischer Sexploitations Film heraus. Doch Anders schrieb auch den Soundtrack, so hat man von Love,Love, Love bald einen Ohrwurm. Die weibliche Hauptrolle übernimmt natürlich der Sexploitationsstar schlecht hin: Laura Gemser.

Die Handlung von Die Todesgöttin des Liebescamps dreht sich um Dorian, welcher immer neue Mitglieder für die Sekte anwirbt. Dazu auch als Zuhälter agiert, denn manche Mädels der Sekte verkaufen die Liebe außerhalb des Camp of Love auch für Geld. Die Leiterin dieser Gruppe ist Die Göttliche, sie bestimmt alles und Dorian ist ihr treu ergeben. Doch dann trifft er auf Patrica die Tochter eines Politikers und beide verlieben sich in einander. Doch werden sie ein Happy End haben. Denn bis jetzt hat niemand den Ausstieg aus der Sekte überlebt.

Man merkt schnell, die Geschichte des Films ist sehr absurd. Auch wenn Christian Anders auch das Drehbuch schrieb und vielleicht damit etwas ausdrücken wollte zum Thema Liebe. Der Film bietet merkwürdige Ansätze zur Hippiekultur und am Ende steht die freie Liebe in einem schlechten Licht dar und die Monogamie siegt. So ist die Aussage das die Liebe alles überwinden kann, natürlich so ausgeluscht wie der Schwanz eines Pornodarstellers nach 10 Jahren. So braucht man für die 95 Minuten Laufzeit des Films doch sehr viel Sitzfleisch.

Love, Love, Love

Nicht nur das Christian Anders bei Die Todesgöttin des Liebescamps Regie führte das Drehbuch schrieb und auch den Soundtrack produzierte, nein er spielt auch die Hauptrolle. Er ist natürlich kein guter Schauspieler, so marschiert am Anfang durch die Gegend mit den Jüngern und will neue  Leute überzeugen und predigt vom Weltuntergang. Alles was typisch ist für eine Sekte. Nur das Versprechen das man dort Sex haben kann mit jedem. Also auch das ist nicht unbedingt was neues. Es gibt viele Sekten die locken mit Sex, meist sind es aber Männer das Oberhaupt, hier ist es eine Frau. Die scheinbar eine unstillbare Lust hat. Dazu hat sie ihren privaten Diener, Tanga, ein Muskelberg. Der aber auch nicht schauspielern kann. So schaut der Darsteller in die Kamera und überlegt was er jetzt eigentlich machen sollte, also wenn dies der Take war, der am besten war, will man gar nicht die anderen sehen.

Man merkt Die Todesgöttin des Liebescamps aber auch an, dass man hier versucht die Liebe zu zeigen und wie friedlich es zugehen kann, wenn alle sich Lieben dürfen. Jedenfalls am Anfang zeichnet sich dieses Bild an, die Mitglieder der Sekte haben spass und freude. Doch das ändert sich als die Die Göttliche auftaucht und ein verliebtes Paar sieht, denn Monogamie ist verboten, jeder gehört jedem und man teilt sich alles. Auch Homosexuallität wird angedeutet. Natürlich ist es für diesen doch etwas späten Bahnhofskino Film auch schon das Ende der Geschichte. Hier dürfen nur Frauen mit ein ander Sex haben oder Männer mit Frauen.

Im Grunde ist die Vorstellung von Liebe in Die Todesgöttin des Liebescamps pure Utopie, wär da nicht das Ende. Obwohl auch hier siegt die Liebe. Im Grunde braucht man nur die Liebe, dann entkommt man auch einer Sekte, die freie Liebe praktiziert aber nur Geld will. Geld ist Böse und der Untergang der Liebe. Das ist die Moral der Geschichte, viel mehr Handlung gibt es auch nicht im Film.

Erotik

Auch 1981 war Erotik in bestimmten Filmen, das Zeigen von nackter Haut und immer mal wieder etwas Sex zeigen. Das alles ist natürlich sehr harmlos. Außer die Vergewaltigung die man noch einbaute, warum auch immer. Sie gehört zur Handlung und ist der Wendepunkt des Ganzen. Jedenfalls sieht man immer wieder nackte Frauen und ab und an auch mal einen nackten Mann. So versucht Anders als Regisseur hier alles um dem Sexploitations Genre gerecht zu werden. Auch wenn er nicht immer stark drauf hält, so gibt es viele Sexszenen, diese sind wohl nachgedreht wurden und gehören nicht die Original Version des Films, welche auch gut 20 Minuten kürzer ist. Was dem Film gut tut.

Laura Gemser Fans kommen natürlich auf ihre Kosten und können ihre Göttin bestaunen. Sie darf auch eine Lesbensexnummer haben, welche hier noch am erotischen und am besten gefilmt wurde. Sonst sieht man viele Damen nackt umherlaufen. Eine tanzt sogar und man sieht durch die Kamera winkel vielleicht etwas mehr. Dennoch ist alles doch ein harmloser Spaß.

Optik

Der Film bietet ein paar interessante Kamerawinkel, vor allem dann wenn die Sekte ihren Spaß hat und man Musik spielt. Hier gibt es ein paar tolle Einstellungen zu sehen. So Film die Kamera von unten nach oben und es gibt eine Prespektive die man selten in einem Film sieht. Zwar ist sie nichts besonderes, doch gehört sie zu den Highlights des Filmes.

Ansonsten bietet Die Todesgöttin des Liebescamps halt sehr viele normale Aufnahmen, man merkt halt sehr deutlich, dass Christian Anders nicht der beste Regisseur ist und auch nicht so recht wusste, was er will. Zwar sind die Szenen von ihn besser als die Nachgedrehten, doch einen großen Unterschied merkt man als Zuschauer nicht.

FAZIT:

Die Todesgöttin des Liebescamps tut niemanden weh, der Film ist Harmlos und will die Botschaft der Liebe verbreiten. Das alles ist sehr seicht und langsam erzählt in der Exportversion, hier sollte man wohl wirklich auf die deutsche Kinofassung zurück greifen, auch wenn es weniger Sex gibt, so schreitet der Film schneller voran. Am Ende siegt die Liebe und als Zuschauer hat man etwas Lebenszeit verloren.

Movie title: Die Todesgöttin des Liebescamps

Director(s): Christian Anders, Ilias Mylonakos

Actor(s): Laura Gemser, Christian Anders, Gabriele Tinti, Maximilian Wolters, Simone Brahmann, Sascha Borysenko, Bob Burrows, Veronika Schecker

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  • 4/10
    Handlung - 4/10
  • 4/10
    Schauspiel - 4/10
  • 5/10
    Regie - 5/10
  • 5/10
    Erotik - 5/10
  • 4/10
    Unterhaltung - 4/10
4.4/10