Schulmädchen-Report, 9. Teil – Reifeprüfung vor dem Abitur immer noch mit Puppa Armbruster und dieses Mal auch Heiner Lauterbach.

1975 und wird sind bei Schulmädchen-Report, 9. Teil – Reifeprüfung vor dem Abitur, doch die Beliebtheit der Reihe nahm ab und so gibt es nur noch einen Film pro Jahr. Dennoch muss man bedenken das wir neun Filme in fünf Jahre bekommen haben. Man merkte den Filmen auch deutlich an, dass sich die Zeit und die Zuschauer etwas geändert haben. Dennoch ist natürlich alles beim alten. Also fast, denn die Regie führte dieses Mal komplett Walter Boos und bekannte Darstellerinnen aus den Vorgängern sind auch kaum noch dabei. Außer Puppa Armbruster und dazu hat Heiner Lauterbauch auch einen Auftritt. Doch von dem eigentlichen Konzept ist man natürlich soweit entfernt wie es nur geht.

Die Handlung von Schulmädchen-Report, 9. Teil – Reifeprüfung vor dem Abitur beginnt mit einem Wettrennen, welches in einem Unfall endet. Die Polizei geht die Protokolle durch. So entstehen die Geschichten des Films. Dabei wird man wieder etwas ernster und greift auch sozialkritische Themen auf. Dabei hat man alles dabei. Vom Stiefvater missbraucht und schwanger und dazu auch noch Bisexuell.  Ehe mit 18 und seine Folgen oder auch eine Orgie sind Themen. Dazu noch ein paar mehr Episoden. Alles ist etwas ernster und düsterer erzählt.

Irgendwie hat man das Gefühl das man mit Schulmädchen-Report, 9. Teil – Reifeprüfung vor dem Abitur wieder etwas zurück gehen wollte zu den Wurzeln. Dabei aber nicht mehr so moralisch fragwürdig wie am Anfang, sondern wirklich kritischer. Dabei nimmt man sich für bestimmte Themen auch mehr Zeit. Scheinbar tut der Regisseurwechsel mit Walter Boos dem Film gut. Natürlich gibt es immer noch viele Schwachpunkt, doch nach dem achten Teil (Review findet ihr HIER), geht es wieder Berg auf.

Hippe Eltern, Böse Eltern und gute Schulmdächen?

Die haben sich geändert, nicht die Schulmdädchen, stellt der Sprecher aus dem Off am Ende des Film fest. Doch haben sich auch die Zuschauer geändert? Denn welche Moral vertritt Schulmädchen-Report, 9. Teil – Reifeprüfung vor dem Abitur jetzt? Es muss ein Wandel passiert sein, denn es weht frischer Wind in den Klassenräumen. Die Schulmädchen sind zwar immer wieder Opfer aber sie werden nicht mehr als Täter verkauft. Sondern der Film stellt sich endlich auf ihre Seite.

Das geht schon in de ersten Geschichte los, hier zeigt man eine Ehe. Das Mädchen gerade 18 Jahre Alt, heiratet und wir sehen Szenen einer Ehe und sie merkt das es wohl falsch war. Doch anstatt sie immer wieder als die Böse zu zeigen, merkt man, dass ihr Ehemann eigentlich immer wieder die Probleme macht. Natürlich ist das immer noch nicht wirklich objektiv, doch welcher Film ist das schon. Am Ende folgt die Scheidung und einer der Polizisten versteht das zwar nicht, doch als Zuschauer schon. Genau wird der Film auch kritischer mit seinem Publikum, man will es den älteren Herren nicht mehr recht machen. Denn Väter werden hier als Böse dargestellt, die immer noch mit Gewalt alles durchsetzen wollen. Zwar stellt der Film vorher die Frage auf, ob eine Ohrfeige nicht doch etwas bringt. Doch nach dieser Episode zeigt sich, eher nicht.

Auch sind die Mädels oft allein gelassen von den Eltern und haben Probleme. Das zeigt die Rahmenhandlung wo alle sich treffen und trinken und dann betrunken Autofahren, das zeigt zwar eine negative Seite, doch hier eher sogar wichtig. Auch ist Schulmädchen-Report, 9. Teil – Reifeprüfung vor dem Abitur in der letzten Episode sehr kritischer gegenüber dem Sozialsystem in Deutschland oder besser gesagt gegen das was es in den 70er Jahre gab. So zeigt der Film auch immer wieder Menschen ohne Hoffnung. Das Ende ist dann auch kein wirkliches Happy End.

Erotik

Man merkt nicht nur deutlich bei der Handlung, das hier ein Wechsel statt gefunden hat. Auch  bei der Erotik hat sich einiges getan. Natürlich sollte man hier kein erotisches Meisterwerk erwarten. Dafür ist es aber mehr als nur nackte Frauenkörper und der übliche Sex kram. Auf den wird sogar fast immer verzichtet. Sondern geht man mehr auf die Schulmädchen ein. So sieht man zwar etwas Sex, dieser wirkt aber natürlicher und nicht so wie in den Vorgängern.

Bei der Szenen mit den beiden Schulmädchen wird es sogar romantisch und man nutzt hier immer wieder Rückblenden zu einem Mann um zu zeigen was gerade bei den beiden Mädels passiert. So ganz freizügig mit gleichgeschlechtlicher Liebe ist man dann doch nicht bei Schulmädchen-Report, 9. Teil – Reifeprüfung vor dem Abitur. Dennoch ist es Fortschritt, weg den üblichen und dem befriedigen der alten Herren im Publikum.

Optik

Nach acht Filmen wo Großteils Ernst Hofbrauer die Regie übernommen hat, merkt man bei Schulmädchen-Report, 9. Teil – Reifeprüfung vor dem Abitur auch das hier jemand anders hinter der Kamera stand. Zwar sind Experimente und Kameraeinstellungen Vergangenheit. Dennoch fühlt sich alles nicht mehr so schnell und billige runtergefilmt an. Viel zeigt Walter Boos hier ein Talent für schöne Aufnahmen. Denn immer wieder gibt es tolle Bilder zu betrachten.  Auch das Autorennen ist gut gefilmt und zeigt die Ansätze von Tempo und Action.

Auch bei den nackt Szenen ist man zwar immer noch sehr Exploitationshaft, dennoch schafft man es hier anders zu zeigen. Wie schon angesprochen die Szene mit dne beiden Mädels, hier zeigt man wirklich das unschuldige Spiel, was zu Sex führen kann. Das Erkunden des anderen Körpers, zu zeigen was Lust ist und wie es sich anfühlen kann es mit einem Mann zu machen.

FAZIT:

Schulmädchen-Report, 9. Teil – Reifeprüfung vor dem Abitur ist besser als sein Vorgänger, man merkt das alles neu ist. Auch wenn das Konzept das selbe ist, so ist man doch sozialkritischer und geht netter mit den Schulmädchen um. Moralisch Fragwürdig ist man kaum noch und man versucht auch wieder objektiver zu sein, mit Dialogen die das für und wider besprechen. Natürlich muss man die Zeit bedenken und den Kontext. So ist der Film doch Fortschrittlicher.

Movie title: Schulmädchen-Report, 9. Teil - Reifeprüfung vor dem Abitur

Director(s): Walter Boos

Actor(s): Puppa Armbruster, Ulrich Beiger, Astrid Boner, Siggi Buchner, Flori Endlicher, Jürgen Feindt, Walter Feuchtenberg, Peter Hahn, Gina Janssen, Uschi Karnat, Heiner Lauterbach, Eva Leuze

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  • 6/10
    Handlung - 6/10
  • 5/10
    Schauspiel - 5/10
  • 7/10
    Regie - 7/10
  • 4/10
    Erotik - 4/10
  • 5/10
    Unterhaltung - 5/10
5.4/10
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Reifeprüfung vor dem Abitur