Schulmädchen-Report, 12. Teil – Wenn das die Mammi wüsste

Schulmädchen-Report, 12. Teil – Wenn das die Mammi wüsste ist der vorletzte Teil und ihr bekommt genau das was man erwartet.

1978 die Filmwelt hat sich verändert, dennoch gingen immer noch Menschen in einen Schulmädchen-Report Film, laut Angaben insgesamt über 20 Millionen Menschen in die erschienen Teile der Reihe. Die Menschen in den 70ern müssen echt Notgeil gewesen sein oder wie man so schön sagt: “Wir hatten ja früher nüschtsschtstsssssss!!!!”. Anders kann man es nicht mehr erklären, denn sein wir ehrlich. Die Reihe hat längst ihren Zenit überschritten und wie bei vielen Horrorfilmreihen kann es nicht mehr besser werden, sondern nur anders. Das gilt auch für Schulmädchen-Report, 12. Teil – Wenn das die Mammi wüsste, denn wieder führt Walter Boos Regie und es sind keine unbekannten Damen aus irgendwelchen Läden, sondern Pornodarstellerinen gecastet wurden, wahrscheinlich in den Teilen davor auch schon. Hier ist es aber ganz sicher, weil Sylviva Engelmann spielte in ein paar bekannten mit und Ginny Noack auch.

Die Handlung von Schulmädchen-Report, 12. Teil – Wenn das die Mammi wüsste spielt in einer Redaktion einer Schülerzeitung und die Jungs und Mädels suchen Briefe von Schulmädchen raus die ihre Geschichte erzählen. Das ganze wirkt wie ein Best Of der Schulmädchen-Report Filme. Nur etwas anders erzählt, auch das ist nichts neues. So gibt es wieder das Tabuthema von Inzest, neu ist aber die Drogensucht, man muss ja mit dem Zeitgeist gehen. Sonst ist alles doch recht harmlos und mehr auf Unterhaltung gesetzt. Man will wohl den Zuschauer wieder etwas beruhigen. Dennoch sind die einzelnen Episoden so typisch für die Reihe, das man das Gefühl hat sie schon einmal gesehen zu haben und genau hier ist wohl auch das Problem. Die Ideen sind aus und als Zuschauer ist man übersättigt von dem was man sieht. Es ist also kein Wunder das es der vorletzte Teil der Reihe ist, vielleicht sollte es auch der letzte sein.

Inzest, falscher Doktor und Drogen.

Der Themenbereich der einzelnen Episoden von Schulmädchen-Report, 12. Teil – Wenn das die Mammi wüsste ist breit gefächert. Man bekommt die üblichen Dinge erzählt. Man kramt gleich für die erste Geschichte das Thema Inzest wieder raus, hier muss man an frühere Teile denken, da wollte man noch Schocken, hier wohl eher die Moralkeule auspacken. Denn am Ende wird die Schwester bestraft dafür das sie Sex mit ihrem Bruder hatte, der auch noch viel älter war. Denn er stirbt einfach bei einem schweren Verkehrsunfall. Hier zeigt man als dem Zuschauer die Moral, Inzest endet immer böse. Man geht also auf Nummer sicher und umschifft so die bösen Zensurbehörden.

Eine weitere Episode befasst sich mit einer Schülerin die Nymphoman veranlagt ist und nur noch Sex will. Es könnten auch die Probleme mit der Mutter sein, denn die hat nie Zeit für die Tochter und fickt lieber selber in der Küche mit jemanden. Die Tochter rutscht dabei aber immer tiefer in einen Sumpf, man könnte fast meinen Lars von Trier sah dies und hatte so die Idee für Nymphomaniac, nur das er es besser machte. Am Ende ist die Schülerin auch noch Heroin abhängig und schreibt, dass sie sich vielleicht bald selbst umbringen will. Zum Glück ist der Brief Anonym so muss auch niemand helfen, aber der Brief wird dennoch veröffentlicht.

In den anderen Episoden geht es mit mehr Humor zu. Da hätten wir einen falschen Arzt, der eine Schülerin untersucht. Das wär im echten Leben eine Straftat und spätesten mit dem riesigen Thermometer was er dem Mädel in den Po schiebt, inklusive Furzgeräusche. Auf diesem Niveau des Humors befinden wir uns. Ist dennoch nicht lustig. Dazu gibt es natürlich auch Mädels die ihre Unschuld verlieren wollen oder andere beim Sex zuschauen und der französisches Austauschschüler muss auch verführt werden. Was wurde eigentlich aus dem Italiener?

Erotik

Da schon seit ein paar Teilen auch ein paar Damen dabei sind, die auch in Pornos mitgewirkt haben, ist die Erotik natürlich etwas besser geworden. Dennoch versucht Schulmädchen-Report, 12. Teil – Wenn das die Mammi wüsste auch nicht unebdingt Erotik zu zeigen. Viel mehr setzt man auf Nacktheit und ehrlich, was ist los? Warum immer der Inzest, dieses Tabuthema scheint ja echt das Blut von einigen in wallung zu bringen, vor allem im Pornobereich.

So sehen wir wieder einmal hübschen Damen nackt und es gibt weniger Sex, was auch gut so ist. Auf das merkwürdige rumgezampel hat sicherlich niemand mehr Lust. Dafür merkt man das wir ende der 70er sind und nach Unmengen an Sexploitationsfilmen, wo man sehr viel mehr sah und die grenzen zur Pornografie immer sehr schwimmend waren, zeigt Schulmädchen-Report, 12. Teil – Wenn das die Mammi wüsste auch etwas mehr. VOr allem in der letzten Episode, hier sitzt eine Dame mit gespreizten Beinen in der Sauna. Dank des Frisuren Trends im Intimbereich in den 70ern sieht man natürlich nicht viel, es ist dennoch fortschrittlicher und gewagter.

Optik

Das Walter Boos nicht Ernst Hofbauer ist merkt man natürlich auch wieder. Denn Schulmädchen-Report, 12. Teil – Wenn das die Mammi wüsste ist anders auch von der Kamera. Man merkt deutlich, das Boos der ist der mehr auf Exploitation setzt und mehr darauf bedacht ist zu provozieren. Sein Kamerastil unterscheidet sich aber kaum von Hofbauer. Bei einer Reihe gibt es natürlich einen vorgeschrieben Look. Obwohl man bei den Schulmädchen-Report Filmen schon schnell von dem Anfang angesetzten Kurs verabschiedet hat. Es ist alles mehr zu Episodenfilmen verkommen mit einer Rahmenhandlung, was sie schon immer waren. Doch die Interviews fehlen und auch bei den Darstellern setzt man weniger auf Laien und mehr auf Leute vom Fach.

Man merkt bei Schulmädchen-Report, 12. Teil – Wenn das die Mammi wüsste das man die Kamera und den schnitt so machte, das es etwas freizügier wirkt. Auch gibt es ein paar tolle Aufnahmen. Bei der Inzest geschichte, wenn Anne sich vor ihrem Bruder auszieht und er schaut zur Kamera und sagt zum Publikum: “Ich bin doch kein Schwein!”, hier bricht man die vierte Wand, obwohl das macht man öfters in der Reihe. Hier ist es aber in der Episode und es ist ein direkter Kommentar zu uns, den die Schwester auch aufgreift.

Fazit:

Schulmädchen-Report, 12. Teil – Wenn das die Mammi wüsste ist ein weiterer Teil der Reihe. Es wirkt wie ein Best Of und vielleicht auch schon ein Abschied. Mehr muss man zu dem Teil nicht sagen, wir sind fast am Ende der Reihe. Es ist immer noch das selbe wie bei den Teilen davor. Gehen Sie weiter hier gibt es nichts besonderes zu sehen.

Movie title: Schulmädchen-Report, 12. Teil - Wenn das die Mammi wüsste

Director(s): Walter Boos

Actor(s): Ulrich Beiger, Eva Berthold, Sylvia Engelmann, Michel Jacot, Hans J. Jung, Karin Kernke, Roswitha Krey, Ginny Noack, Helena Rosenkranz, Claus Tinney, Elisabeth Welz

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  • 4/10
    Handlung - 4/10
  • 4/10
    Schauspiel - 4/10
  • 6/10
    Regie - 6/10
  • 3/10
    Erotik - 3/10
  • 4/10
    Unterhaltung - 4/10
4.2/10
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Wenn das die Mammi wüsste

BastitheEnd

Filmfan, Autor dieser Seite.

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