Project Genesis ist irgendwo zwischen Bahnhofskino und Schund.

1999 drehte Oliver Krekel den Film Crossclub und dieser war überraschenderweise ein Erfolg bzw. fand viele Fans, das ganze wurde sogar von einer Ausstrahlung auf VOX getoppt. Der Film hatte viele Fans und Anhänger, so wollte man immer eine Fortsetzung drehen, was aber nie so richtig wollte. Aus dem Material was vorhanden war, drehte der deutsche Meister des schlechten Films Jochen Taubert die Fortsetzung mit dem Namen Project Genesis und huldigt dabei oder besser gesagt macht ein auf Bruno Mattai und schwimmt auf der Grindhouse Welle mit oder im deutschen dem Bahnhofskino. Dabei versammelt er alle gerade aktuellen deutschen Laienschauspieler, welche da waren. Dazu Pornodarstellerin Luna B. Dabei entstand ein sehr kurzer Film mit gerade mal knapp 70 Minuten Laufzeit.

Die Handlung von Project Genesis ist das pure Chaos, man verbindet das Material was Oliver Krekel gedreht hat mit einer neuen Handlung. So beginnt alles im Weltraum, doch die drei Personen im Raumschiff, sollen getötet werden und sie fliehen auf die Erde. Dort angekommen erwartet sie eine Horde von Zombies. Zur selben Zeit soll eine Hochzeit statt finden. Tanja und Luna sollen den Führer heiraten. Doch sie wollen nicht und können entkommen mit dem Blumenmädchen. So beginnt ihre Flucht durch die Todeszone.

Der Film macht es dem Zuschauer nicht gerade leicht ihn zu mögen. Die Handlung ist eine Aneinanderreihung von Dingen die einfach passieren. Man muss auch  bedenken, zieht man all die Rückblicke und das Material von Oliver Krekel ab, bleiben vielleicht noch so 40-50 Minuten Handlung übrig und dann kommt schon der Abspann. Hier werden einen Figuren an den Kopf geknallt, welche dann auch mal eine Einführung bekommen, also so etwas. Luna hat eine Hintergrundgeschichte, Tanja und das Blumenmädchen sind einfach nur da.

Handlung hier und da etwas

Man merkt Project Genesis deutlich an, das hier verschiedene Filmemacher am Werk waren und man versucht aus allem etwas zu machen. Die Idee mit den schon vorhanden Material eine Handlung einzuleiten ist nicht die schlechteste. Doch was daraus gemacht wurde ist zum Teil echt grauenhaft. Man merkt natürlich, dass man dies nicht immer so ernst meint. Dennoch zieht sich das alles und die 69 Minuten fühlen sich an wie ewig lange Stunden. Was daran liegt, das man keinen Spannungsbogen hat, sondern man einfach von einem Punkt zum nächsten geht.

Der Film hab auch ein paar Wendungen, man muss wohl das ganze irgendwie erklären. Denn zum Teil ist unklar, was der Führer ausser der Ehe noch so will. So baut man eine absurde Idee mit ein, dass man hier die Menschheit vernichten will. Warum das ganze nun passieren soll. Das wird einem nicht erklärt. Im Grunde ist es nur dafür da, dass die Hauptdarsteller von einem Punkt zum nächsten kommen. Es fühlt sich alles so gestellt an.

Das schlimmste an Project Genesis ist sein Humor, wer schon mal einen Jochen Taubert Film gesehen hat, der kann sich das Denken. Es gibt viele gespielte Witze. Das Schauspiel ist extra steif und übertrieben. Immer wieder will der Film ein zeigen, das man es nicht ernst meint und genau das ist dass Problem von Project Genesis, er ist gewollt schlecht, ohne dabei etwas daraus zu machen.

Effekte

Ein Film wie Project Genesis hat natürlich auch viele Effekte an Board. Denn es geht um Zombies und die drei Mädels ballern sich durch einen Wald voller feindlicher Soldaten. Hier merkt man auch wieder den Unterschied, zwischen dem was Oliver Krekel gedreht hat und Jochen Taubert, dazu kommt auch noch das im Verlauf des Films die Effekte sogar besser werden, also etwas. Zum größtenteils sind es sehr schlechte und billige CGI Effekte, welche man als solche erkennt. Immer wieder spritzt das digitale Blut lieblos vor sich hin und wird ganz schlecht eingebaut.

Je näher der Film dem Finale kommt, desto besser werden die Effekte. Man setzt auf einmal auf handgemachte Effekte und auch die Masken sind etwas besserer. Das ganze ist immer noch weit davon entfernt von richtig guten Effekten. Dennoch ist es eine Entwicklung im Film die man nicht so einfach kommen sieht. Hier kann Project Genesis etwas punkten.

Optik

Etwas Talent muss Jochen Taubert in all den Jahren angesammelt haben oder die digitale Technik macht alles einfacher. Zwar merkt man den Film an, dass hier Leute am Werk waren, die nicht unbedingt die besten ihres Faches sind. Das merkt man immer wieder bei den Kameraeinstellungen und wie eine Szene gefilmt wurde. Dennoch merkt man deutlich, dass man es wenigstens versucht. So bekommt man als Zuschauer einen Film geboten, der zwar nie wirklich mit der Optik punkten kann, dennoch ist er anschaubar.

Auch merkt man deutlich, dass Project Genesis eine Hommage an das Bahnhofskino bzw. an den Grindhouse Film ist. Denn immer wieder gibt es absichtliche Verschmutzungen und auch Drop Outs zu sehen. Auch wurden viele Farbfilter benutzt, dass der Film sehr verwaschen und alt wirkt. Das klappt natürlich nicht wirklich. Denn man sieht ihn an, wann und wo er gedreht wurde. irgendwo im Wald und in Kellerräumen.

FAZIT:

Project Genesis ist eine nette Idee auf dem Papier, doch die Macher hatten nicht das Talent das wirklich umzusetzen was man wollte. So bekommt man einen Film der daran scheitert, dass man nicht weiß was bestimmte Filme ausmachten und man hat auch nicht den Charm einer billigen Produktion. Alles wirkt zu gewollt.

 

Movie title: Project Genesis

Director(s): Jochen Taubert, Oliver Krekel, Stefan Svahn

Actor(s): Martin Hentschel, Thomas Kercmar, Tanja Karius, Tasso Mintopoulos, Jochen Taubert, Oliver Krekel, Marc Rohnstock, Mario Zimmerschitt, Andreas Pape, Stefan Svahn, Dieter Ihrig, Lars Rohnstock

Genre: Action, Horror, Komödie

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  • 3/10
    Handlung - 3/10
  • 4/10
    Schauspiel - 4/10
  • 5/10
    Regie - 5/10
  • 4/10
    Effekte - 4/10
  • 3/10
    Unterhaltung - 3/10
3.8/10

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