The Villainess

Südkorea zeigt mit The Villainess das Actionkino auch ganz anders geht, also etwas!

Südkorea ist ein Land da sin den vergangenen Jahren oder auch Jahrzehnt, zeigt das es Film hervor bringt die international viel Beachtung bekommen und nach und nach immer wieder Geheimtipps zu uns kommen. Auch bei Actionfilmen gibt es immer wieder ein Highlight, dabei sind die Filme meist sehr düster und Emotionen sind sehr unterkühlt. The Villainess ist der neuste Film von Regisseur Jeong Byeong-gil der international durch seinem Film Confession of Murder etwas bekannter wurde. Ein Film der voller Genrewechsel ist und nach einem ernsten Anfang auch sehr stark zu einer Komödie wird. Doch sein neuster Film ist anders. Inspiriert beim europäischen Actionfilm zeigt er ein Film, den der Zuschauer so schnell nicht vergisst.

Die Handlung von The Villainess beginnt mit einer unbekannten Frau, die ein Haus stürmt und unmengen von Gegner fertigmacht. Danach wird sie aber von der Polizei gestellt und festgenommen. Doch sie landet bei einer Agentur und wir lernen das sie Sook-hee heiß und eine schlimme Vergangenheit hat. In der Agentur wird sie ausgebildet zu einer Auftragskillerin. Dabei macht sie das alles nur für ihr ungeborenes Kind.Doch ihre Vergangenheit kommt immer wieder zurück und auch der Drang nach Rache ist immer noch da. Doch Sook-hee ist in einer Spirale aus Lügen und Intrigen.

Ein Film wie The Villainess ist bei der Handlung schwer zu beschreiben, denn die Zeit scheint im Film keine große Rolle zu spielen, es scheinen mehre Jahre zu vergehen und immer wieder gibt es Rückblenden, die nach und nach uns die Geschichte von Sook-hee erzählen. Dazu kommt auch ein kleiner romantischer Teil in der Mitte des Films. Alles ist aber für das Finale gesetzt, so wirkt alles am Ende wie ein Konstrukt aus Einzelteilen, was am Ende aber ein rundes Bild abgibt.

Nikita für eine neue Generation

Die Handlung ist der große Schwachpunkt von The Villainess, denn diese kommt einem sehr bekannt vor. Denn sie ist stark an Nikita angelehnt. Nur das Sook-hee hier nicht zu Tote verurteilt wird. Sie landet einfach in der Agentur, weil die Chefin das so will. Dabei merkt man als Zuschauer schnell, dass diese Ausbildung für die Hauptfigur eigentlich kaum noch sinn macht. Wurde Sook-hee schon seit ihre Kindheit ausgebildet von Gangstern, damit sie sich an dem Mörder ihres Vaters rächen kann. Das zeigen uns die Rückblicke im Film immer wieder sehr deutlich. Dabei baut der Film auch nie wirklich auf die Agentur auf, sie wird uns immer als Feind dargestellt, da wir nicht wissen, was sie eigentlich wollen. Auch das mit dem Aufpasser und der romantischen Handlung wirkt merkwürdig.

Im Grunde kann man es The Villainess aber nicht übel nehmen. Denn die Handlung funktioniert auch und hält einem am Ball. Denn man will wissen, wer nun der Mörder ist und was dahinter steckt. Dabei merkt man als Zuschauer aber auch sehr deutlich, aus welchem Land der Film kommt. Denn Emotionen werden so unterkühlt dargestellt, wie es nur geht. Denn Humor gibt es im Film nicht wirklich und auch die Liebe wirkt sehr steif. Sook-hee wirkt so berechnend und eiskalt, dass sie nur bei ihrer Tochter ein paar Emotionen zeigt. Sie ist eine eiskalte Killerin in einer düsteren Welt, wo es kaum einen Ausweg gibt.

Beim schauen hat man auch immer wieder das Gefühl, dass man dies schon mal gesehen hat. Darum ist der Vergleich zu Nikita auch gerechtfertig, denn man scheint hier doch einige Ideen übernommen zu haben. Es liegt aber vielleicht auch nur am Genre rund um eine Auftragskillerin, die für eine geheime Organisation arbeit, von der man als Zuschauer aber keine Ahnung hat, was sie eigentlich will und was das ganze soll.

Action

Kommen wir zu dem, womit der Film wirklich punkten kann, der Action. Alleine schon die ersten fünf Minuten von The Villainess sind sehr überzeugend im Bereich der Action. Hier der zieht Film an der Konkurrenz mit einem Tempo vorbei das man aus dem Staunen nicht mehr raus kommt. Wenn man hier zu sieht, wie Sook-hee die Gegner fertigmacht, ist man mittendrin statt nur dabei. Denn alles ist aus der Egoperspektive gefilmt und danach geht es rasant weiter. Die Kamera fliegt durch den Raum um die Kämpfe. Sie wirkt so als gäb es kein Halten. Dabei sehen wir alles was passiert. Im Verlauf des Films nimmt die Action zwar etwas ab, dennoch bekommen wir viel Geboten.

Die Action in The Villainess ist auch hart, ohne dabei auf den Schauwert zu setzen. Sondern es wird gestochen und geschossen und dabei fließt auch immer wieder Blut. Der Film hat sehr viele brutale Momente. Er zeigt auch in der Welt des Films ist ein Menschenleben nichts wert und am Ende ist man nur Objekt für einen Auftrag.

Das Finale von The Villainess ist auch die Konsequenz aus der Handlung und hier gibt es eine unglaubliche Verfolgungsjagd und einen Kampf in einem fahrenden Bus. Doch auch schon davor gibt es atemberaubende Stunts. Das Ganze gipfelt dann im Finale, obwohl man den Anfang des Films nie wieder erreicht ist, jede Actionszene anders. Nichts wiederholt sich und auch die Kamera ist jedes Mal anders. So hat man als Zuschauer vielleicht das ein oder andere Problem sich an dem jeweiligen Stil zu gewöhnen, weil er öfters wechselt. Doch genau das macht die Action von The Villainess aus.

Optik

Der Film hat einen ganz eigenen Look, mit vielen kühlen und Neonfarben ausgestattet, erleben wir ein düsteren Streifen. Dabei ist die Kamera immer wieder anders. In den Actionszenen ist sie nah dran und fliegt durch den Raum und wie schon erwähnt in den ersten fünf Minuten gibt es die Egoperspektive, was uns als Zuschauer so tief in den Film zieht, dass der Wechsel nach außen erst mal befremdlich wirkt. Hier gibt man uns aber bei The Villainess auch einen kurzen Moment das zu verarbeiten. Dabei wirkt die Kamera aber immer so als wär sie ein Charakter im Film und bewegt sich mit. In anderen Actionszenen ist das so ähnlich, die Kamera fliegt einfach so mit und erzeugt auch das Tempo der Actionszenen.

Der Kamerastil von The Villainess ist auch sehr verspielt, denn man nutzt auch schon mal eine 360 Grad fahrt um eine Rückblende ein zubauen, nur um dann wieder zurückzublenden. Die Optik des Films ist dabei sehr eigenständig und die Bilder bleiben einem in Gedächtnis. Als Zuschauer sieht und spürt man nur die Bilder, wann das Tempo in der Handlung etwas zurückgeht.

Dennoch sieht man The Villainess an, dass er aus Südkorea kommt, denn das unterkühlte spiegelt sich auch in den Bildern wieder. Denn freundliche oder helle Farben gibt es nicht. Auch wenn es immer wieder Neonfarben im Hintergrund zu sehen sind, so wirken diese doch nicht freundlich. Dafür ist The Villainess sehr stylish und das Setting sehr modern und auch hier ist alles wieder sehr kühl.

So gibt es Szenen, wie wenn Sook-hee auf ihrer Hochzeit einen Auftrag erledigen soll und in einem Bad mit ihrem Gewehr steht. Durch die Spiegelung und die Kameraeinstellung wirkt es so als würde sie ein Herz formen. Denn es ist ihr romantischer Tag und eigentlich will sie nur noch ein normales Leben führen. Solche kleinen optischen Spielerein findet man immer wieder im Film.

FAZIT:

The Villainess ist ein Actionfilm Highlight, dabei bietet der Film aber auch noch mehr. Obwohl die Handlung einige schwächen hat, kann sie am Ende überzeugen. Der Erzählstil ist etwas eigenwillig. Dafür hat der Film eine tolle Kamera. So bekommt der Zuschauer mit The Villainess einen düsteren, kühlen, emotionskalten Actionfilm geboten.

The Villainess

Movie title: The Villainess

Director(s): Jeong Byeong-gil

Actor(s): Kim Ok-bin, Shin Ha-kyun, Seong Joon, Kim Seo-hyeong, Jo Eun-ji, Lee Seung-joo, Jeong Hae-gyoon, Park Chul-min, Son Min-ji

  • 7/10
    Handlung - 7/10
  • 8/10
    Schauspiel - 8/10
  • 9/10
    Regie - 9/10
  • 8/10
    Action - 8/10
  • 7/10
    Spannung - 7/10
7.8/10
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Handlung:

Als Tochter eines Gangsters hat Sook-hee früh gelernt, Feinde aus dem Weg zu räumen. Nachdem sie eine komplette gegnerische Bande im Alleingang niedermetzelt und im Gefängnis landet, wird eine geheime Regierungsbehörde auf die Einzelgängerin aufmerksam, die junge Frau wird zwangsweise zur Profikillerin ausgebildet. Der nicht verhandelbare Deal: „Du tötest zehn Jahre lang jeden, den wir dir auf die Abschussliste setzen, dann lassen wir dich frei.“ Sook-hee erhält eine neue Identität samt Gesichts-OP und gnadenlosem Drill. Wieder auf die Menschheit losgelassen, trifft sie unerwartet auf zarte Gefühle und alte Widersacher …

BastitheEnd

Filmfan, Autor dieser Seite.

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