Vanessa mit Olivia Pascal

Der deutsche Erotikfilm ein Thema was wirklich viele Seiten füllen kann und es wohl auch tut. Es war das Genre der 70er Jahre, international kann man viele der Filme auch als Sexploitations bezeichnen. Es gibt dabei aber auch einige Highlights, die vielleicht fast vergessen wären, dennoch haben sie etwas was man sicher so nie wieder drehen kann. Der erotische Film ist eh ein Genre was kaum noch existent ist. So reißen wir mal wieder zurück in das Jahr 1977, Hongkong gehört noch nicht zu China. Eine Inselstadt die geheimnisvoll und exotisch ist. Die Filmwelt hat diese Stadt auch geprägt. In Deutschland wollte man dort auch drehen und hat ein paar Filme produziert. Einer davon ist Vanessa und hier zeigt Olivia Pascal warum viele junge Männer und sicherlich auch einige Frauen ihr verfallen sind.

Die Handlung beginnt mit Vanessa die gerade in der Klosterschule mit ihren Freundinnen ein erotische Buch liest, bis sie von einer Aufpasserin erwischt wird. Sie muss zur Mutter Oberin, dort erfährt Vanessa, dass ihr letzter lebender Verwandter gestorben ist und das sie geerbt hat. Das ist aber in Hongkong, so macht sich Vanessa auf den Weg in die Stadt. Dort trifft sie auf Freunde der Familie. Nicht alle wollen aber etwas gutes von ihr und es gibt auch Streit darum ob sie wirklich alles erben darf. Doch viele verfallen auch ihrer unschuldigen erotischen Ausstrahlung, ein Abenteuer voll Sex beginnt.

Willkommen im Reich von Vanessa, ein Film voller Erotik und man merkt deutlich das wir in den 70ern sind. Alles hat einen sehr naiven Charm und viel ist sehr harmlos in Szene gesetzt. Dabei wirkt alles doch sehr erotisch und vor allem Olivia Pascal als unschuldige junge Dame zeigt wie man mit den Reizen spielt. Dazu ein Theme Song der im Ohr bleibt.

Vanessa you are the girl in my dreams

Wem die Handlung von Vanessa irgendwoher bekannt vorkommen sollte. Nun das könnte daran liegen, dass man hier wohl etwas bei Emanuelle abgekupfert hat. Nur ist es halt die deutsche Version. Dennoch gibt es viele Parallelen zu dem Werk aber auch andere Filme haben hier etwas abgekupfert. So kann man sagen, dass Vanessa vielleicht nicht weg weißend war aber dennoch ein bestimmtes Genre gut wieder gibt. Denn die Handlung ist vielleicht nicht die beste, doch bei welchem Erotikfilm kann sie wirklich immer überzeugen. Nein viel mehr transportiert sie auch die Stimmung von Hongkong und den Personen.

Die Stadt wird uns zwar als exotisch vorgestellt und es gibt ein paar Aufnahmen von Hongkong, doch viel mehr ist sie auch nur ein Charakter. Sie ist das Böse, was den europäischen Mädchen das Böse und die Wolllust eintreibt. Denn alle Charaktere im Film, ausgenommen Vanessa, haben nie wirklich gut Absichten, sondern wollen alle nur Sex. Dabei ist es aber Vanessa, welche bei allen die Triebe weckt. Ihre Unschuld ist es aber auch, welche sie in verschiedene Situationen treibt, die immer wieder böse enden könnten. Doch immer gibt es einen Ausweg. Man versucht hier wohl doch mehr leichte Kost anzubieten anstatt auf ein düsteres Drama.

Vanessa ist es, welche die Menschen in den Wahnsinn treibt. Was uns auch der Theme Song des Films immer wieder signalisiert. Denn wenn jemand sie sieht, hören wir Vanessa von Gerhard Heinz. Dieses Lied brennt sich in unseren Hörgang und wir werden es so schnell nicht mehr los. Als Zuschauer signalisiert es uns aber auch, hier ist wieder jemand geil auf Vanessa. Doch verführen tut Vanessa im Film dann nur eine Person, der Rest passiert um sie herum.

Erotik

Olivia Pascal als Vanessa ist der Hauptcharakter und von ihr geht auch die meiste Erotik aus. Selbst wenn sie kaum etwas macht, ihre Ausstrahlung als die Unschuld aus einer Klosterschule, weckt das Interesse des Zuschauers aber auch der Figuren im Film. Denn schnell wird sie in das Leben der Personen geworfen und hier geht es nur um eins: SEX! Doch so schnell bekommt sie keiner, sie spielt mit den Menschen oder spielen sie mit ihr? So ganz klar wird das nicht, denn so unschuldig wie man vermutet ist Vanessa nicht. Dennoch will sie jeder haben.

Es ist diese Art von Unschuld und Erotik, die den Film ausmachen. Hier versucht man wirklich erotische Szenen zu zeigen. Die dann auch noch in einem exotischen Setting spielen. Manche sind dann doch etwas merkwürdig. Wenn eine Dame unter fallenden Reis einen erotischen Tanz aufführt. Ist das nun Filmkunst oder doch etwas rassistisch? Doch auch die Kamera spielt mit dem Zuschauer, sie ist nah den Körpern, es gibt Großaufnahmen von der Schambehaarung und manche Kameraeinstellung wirkt sehr gewagt und so ist der Reiz da für den Zuschauer. Sieht man vielleicht etwas mehr als man denkt oder spielt sich das alles nur im Kopf ab?

Es gibt zwar immer wieder ein paar Sexszenen, doch die spielen sich ohne Vanessa ab. Es gibt nur eine Szene wo sie auch Aktiv wird, doch hier wird sie eher verführt oder verführt sie doch? Das ist die Frage die man sich beim schauen stellt. Denn hier versucht man ganz klar anzudeuten, dass Vanessa nicht so unschuldig ist, wie man als Zuschauer vermutet. Dennoch bietet der Film sehr viele erotische Szenen, was vor allem an Olivia Pascal liegt.

Optik

Man merkt deutlich, dass Vanessa ein Film der 70er Jahre ist. Man versucht hier natürlich sehr viel von Hongkong zu zeigen, eine exotische Stadt wird zum Mittelpunkt eines deutschen Films. Man versuchte wohl auch mal wieder etwas Urlaub zu machen und dabei einen Film zudrehen. So sehen wir die Stadt bei Tag und auch bei Nacht. Es gibt tolle Landschaftsaufnahmen, auch von dem was Rund um Hongkong ist. So bekommt man doch einiges geboten, was wohl nicht unbedingt für den Tourismus bestimmt ist.

Immer wieder gibt es längere Kamerafahrten, wenn Vanessa einen neuen Raum oder Haus betritt, so sehen wir das was sie auch sieht, manchmal sogar mit einer Fischaugenlinse gefilmt. So versucht man hier schon mehr zu erschaffen als einen typischen erotischen Film. Dabei wechselt auch die Stimmung in den Bildern immer wieder, so kommt man sich dann doch manchmal vor wie einen übernatürlichen Thriller. Dann aber wieder in einem erotischen Film, denn man benutzt sehr viel Weichzeichner bei den Bildern. Alles wirkt sanft und ruhig. Die Hitze die man sagt spürt man beim schauen aber kaum.

Fazit:

Vanessa ist einer der besten deutschen Erotik Filmen, was an Olivia Pascal liegt und auch an dem Setting. Dazu versucht man eine Handlung zu erzählen, die zwar durch viele Genres springt aber mancher Charakter ist so mysteriös das es spannend bleibt und auch der Hauptcharakter lässt einem rätseln, ist sie nun so unschuldig oder steckt da mehr dahinter. Was natürlich auch an dem Schauspiel und der Ausstrahlung von Olivia Pascal liegt.

Movie title: Vanessa

Director(s): Hubert Frank

Actor(s): Olivia Pascal, Anton Diffring, Uschi Zech, Günter Clemens, Eva Garden, Henry Heller, Eva Leuze, Astrid Boner, Gisela Kraus, Peter M. Krueger, Tom Garven

  • 6/10
    Handlung - 6/10
  • 7/10
    Schauspiel - 7/10
  • 8/10
    Regie - 8/10
  • 7/10
    Erotik - 7/10
7.0/10

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