Die Orgien der Cleopatra

Die Orgien der Cleopatra oder auch ein weitere Film der Sex im alten Rom zeigt

Italien und sein Exploitaitonskino, schon Mitte der 80er Jahre war der Erfolg fast vorbei und man konzentrierte sich auf andere Filme, das merkt man deutlich an dem Output der folgenden Jahre. Zwar gab es Regisseure die es immer wieder versuchten. Doch die Kurve ging nach unten. Das lag vor allem daran, dass die Menschen durch die VHS zu Hause sehr viel Geboten bekamen und im Wohnzimmer nun Filme sehen konnten wann sie wollten. Diese Freiheit und der Pornomarkt führte zum Untergang von Sexploitationsfilme, wie gesagt es gibt und gab Regisseure die immer wieder Filme drehten. So musste man gewagter werden und in Italien war Softcore schon immer etwas anders als in der restlichen Welt. Das zeigt auch Die Orgien der Cleopatra, jedenfalls wenn man was bei der miesen Qualität der DVD erkennen kann.

Die Handlung von Die Orgien der Cleopatra spielt im alten Rom, Cesar hat seine angebetet zu sich geholt, doch diese langweilt sich. Denn es passiert nicht viel im Palast. Doch scheinbar ist Cleopatra etwas naiv. Denn um sie herum spinnen alle Intrigen und wollen an die Macht. Doch immer wieder kommt etwas dazwischen, wie Sex. Alle haben Geheimnisse und auch immer wieder gibt es Attentate auf die schönste Frau die je gelebt hat.

Es ist der Versuch in einem Erotikfilm eine Handlung zu erzählen, doch hier scheiter Die Orgien der Cleopatra kläglich. Denn man nimmt immer nur Handlungsstücke und klebt sie zusammen. So versucht man ein Bild zu zeichnen von Cleopatra in Rom. Doch daraus wird eine Seifenoper artige Handlung, welche einem fragend zurücklässt. Im Grunde kann es ja bei diesem Genre auch egal sein, wenn der Rest stimmen würde.

Cleopatra tut nichts

Im alten Rom muss es echt langweilig gewesen sein, denn man sieht Cleopatra im Film immer nur beim nichts tun. Sie sitzt rum und erzählt und plant wie man Cesar retten kann. Doch warum das alles? Ihre liebe zu dem Imperator wird nie wirklich erklärt, man geht hier von aus, dass wir die Geschichte kennen und ihre Kommentare ausreichend sind, dass der Zuschauer kapiert das Cleopatra unsterblich verliebt ist. Dabei hat sie aber Sex mit anderen Männern und verführt sie, manchmal darf auch eine Dienerin ran. Sie ist halt die Göttin. Das will uns Die Orgien der Cleopatra weiß machen.

So vergehen die Minuten und immer wieder schmiede jedem eine Intrige und versucht Cleopatra zu stürzen, doch das will alles niemals gelingen. Unsere Heldin bleibt immer am Leben, das nimmt auch sehr viel von der Dramaturgie, falls Die Orgien der Cleopatra so was überhaupt hat. Denn es gibt keine Spannung, der Film plätschert so vor sich hin. Die bekannten Figuren der Geschichte haben auch mal einen Auftritt und das war es dann. Auf einmal ist der Film vorbei und alles macht keinen Sinn.

Neben der schlechten Handlung ist auch die Schauspielerin von Cleopatra sehr schlecht. Sie hat nur einen Gesichtsausdruck und schaut auch immer so, als wär sie jetzt wo anders und nicht in dem Film. Marcella Petrelli sieht zwar gut aus und gibt eine passable Cleopatra ab, doch ihr Schauspieltalent ist in dem Film kaum vorhanden. Wie bei den anderen Darstellern auch, entweder wollte man vielleicht doch einen Porno drehen und entschied sich am Ende um oder man fand niemanden Besseres. Jedenfalls tut dies auch der Handlung von Die Orgien der Cleopatra nicht gut und als Zuschauer ist man schnell gelangweilt.

Erotik

Also erotische Gefühle kommen bei dem Film selten auf, dafür wirkt das alles so unerotisch. Man versucht zwar immer wieder nackte Haut zu zeigen, doch das reicht leider nicht aus. Hier ist es Nichtmal der langweilige Sex den sie uns zeigen, alles an dem Film hat eine kalte künstliche Ausstrahlung. Das Set wirkt lieblos und so auch die Darsteller, sie stellen keine Lust dar, so spulen einfach die Szenen runter. So bekommt der Zuschauer auch keine Gefühle das irgendwas knisternd in dem Film wär.

Die Damen sind zwar hübsch, doch sie strahlen keine Erotik aus. So sieht man halt nackte Frauen dabei zu, dass sie etwas machen. Entweder mit anderen Männern oder auch mal untereinander. Doch der Sex ist immer sehr kurz und sehr kühl gefilmt oder zu dunkel. Dabei versucht man schon mehr zu zeigen, jedenfalls versucht das so manche Kameraeinstellung. Dazu bietet der Film auch zwei sehr fragwürdige Szenen, in der einen haben Cesar und Cleopatra Sex, dabei muss sie einem Pferd einen runter holen, was aber nur angedeutet wird und keine echte Zoophilie darstellt und in der anderen masturbiert Cleopatra und hat dabei eine Schlange zwischen den Beinen.

Optik

Man merkt dem Film deutlich an, dass er zu einer Zeit entstand, wo man versucht hat für den Videomarkt zu produzieren, dabei lief er in Deutschland auch im Kino. Doch vieles in dem Film erinnert aber mehr an eine billige Produktion. Das Set war sicherlich schon vorher da oder man hat es in einem Hotel gefunden. Denn es wirkt zu modern und erinnert nicht an das alte Rom, auch bei den Kostümen und Schuhen der Schauspieler merkt man deutlich, dass es den Machern von Die Orgien der Cleopatra egal war, was sie hier zeigen, ging es wohl nur um Sex.

Einzig ein paar Kameraeinstellung sind gewagt, wo man vielleicht auch unbeabsichtigt mehr zeigt als ein üblicher Softcore Film. Dennoch ist das bei italienischen Filmen auch nichts neues. Es gibt ein paar Szenen die Stechen heraus. Die Szene mit dem Pferd, dort gibt es eine Gewitter und der Schatten zieht das ganze sogar eher ins lächerliche als das man schockiert ist als Zuschauer. Auch die Szene mit der Schlange fängt erotisch an, doch sobald man das Tier sieht ist es vorbei. Scheinbar wollte man nicht das der Zuschauer auch nur ansatzweiße erotisch unterhalten wird.

Fazit:

Die Orgien der Cleopatra ist ein langweilige unerotischer Film. Die Szenen die schockieren sollen wirken lächerlich. Das Schauspiel ist kaum vorhanden und vor allem die Hauptdarstellerin hat nur einen Gesichtsausdruck.

Die Orgien der Cleopatra

Movie title: Die Orgien der Cleopatra

Director(s): Rino Di Silvestro

Actor(s): Marcella Petrelli, Rita Silva, Jacques Stany, Andrea Coppola, Maurizio Faraoni, Paul Branco, Franca Torlone, Jac Perac, Filippo Perrone, Laura Angeli, Flo Astair, Monica Ciprari

  • 3/10
    Handlung - 3/10
  • 4/10
    Schauspiel - 4/10
  • 6/10
    Regie - 6/10
  • 3/10
    Erotik - 3/10
4.0/10

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BastitheEnd

Filmfan, Autor dieser Seite.

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