Teufelstanz der Lust

Teufelstanz der Lust: Ein erotischer Thriller von Sergio Martino

Serio Martino dreht in den 70ern ein paar Gialli (z.B.: Torso) die bei den Fans sehr beliebt sind, danach drehte der italienische Regisseur auch andere Genrefilme, doch sicherlich seine Berühmtheit erlangte er durch die gelben Krimis. Jahre Später im Jahr 1992 drehte er den erotischen Thriller Teufelstanz der Lust. Sicherlich merkt man als Zuschauer das der italienische Film zu der Zeit schon komplett im Wandel war und alles etwas anders ist. Man merkt hier auch deutlich die spuren des US Films. Dafür holte er sich aber Debora Caprioglio, welche ein paar Jahre vorher schon in einem Tinto Brass Film überzeugen konnte. Hier darf sie den Hauptdarsteller mit ihre drallen Figur den Kopf verdrehen und den Teufelstanz der Lust tanzen, was auch immer das ist.

Ex-Cop Mark hat viele Probleme, seine Vergangenheit kommt immer nur noch in Albträumen wieder. Doch eins ist klar, er will Rache, dafür arbeitet er als Auftragskiller. Selbst mit seinen Alkoholproblemen schafft er es immer noch perfekt zu treffen. So landet er in Buenos Aires, hier soll er seine Rache bekommen, doch bis es so weit ist muss er warten. Dabei hört er in seiner neuen Wohnung seine Nachbarin, sie treibt es wild und weint dennoch dabei. Nach und nach verfällt er ihr. Doch Marina hat auch ein Geheimnis und beidet scheint etwas zu verbinden. So beginnt der Tanz um Lust, Liebe und Leidenschaft.

Man merkt Teufelstanz der Lust sehr deutlich an, dass Sergio Martino sein Handwerk versteht und versucht dass erotische mit den Thriller Elementen zu verbinden. Dabei erfahren wir auch erst nach und nach was in Marks Vergangenheit passiert ist. So baut man auch Spannung auf und es knistert gewaltig zwischen den beiden Hauptfiguren.

Spannung und Anziehungskraft

Mark ist am Ende am Anfang des Films, er hat nichts mehr wofür es sich lohnt zu leben, das merken wir deutlich, nur die Rache hält ihn noch am Leben. So ist er in seiner Wohnung alleine und trinkt nur noch und wartet auf ihre Informationen und befehle. Es vergehen Minuten, immer wieder hören wir was in der Nachbarswohnung passiert. Doch wir sehen es nicht. Wir sind wie Mark gefangen in der Einsamkeit der Wohnung. So irrt er auch durch die Stadt und landet bei einer Prostituierten und hier ruft die Zeitschaltuhr einen Flashback aus und er vermasselt auch dies und wird verprügelt. Doch langsam ist die Neugier was seine Nachbarin macht größer. Diese Anspannung merken wir auch immer sehr deutlich als Zuschauer, auch wir wollen die Person sehen und so dauert es fast 30 Minuten bis wir Marina endlich kennenlernen.

Marina ist die Sinnlichkeit in Person, wir lernen sie als freche, naive Frau kennen die aber auch sehr unterwürfig ist. Das alles fasziniert Mark sehr und uns als Zuschauer auch. Wir wollen mehr über sie wissen, was wir auch erfahren, doch es dauert noch etwas bis die Explosion der Gefühle statt findet und Mark und Marina sich etwas entspannen dürfen. Dann es stimmt was nicht, Marina hat einen Liebhaber der sie gekauft hat und Mark kann dagegen nichts tun. Doch im Verlauf wird uns als Zuschauer klar, das vielleicht nicht alles so durch Zufall passiert wie wir und Mark glauben sollen. Das wird zwar erst gegen Ende hin sehr deutlich, da man hier versucht die Erotik mit dem Thriller zuverbinden. Dennoch bleibt man auch bei der Handlung am Ball.

Am Ende ist man Zuschauer erst mal etwas ratlos, denn es läuft alles zu Perfekt ab. Doch dann kommt die Wendung und hier hätte man sich mehr erhofft. Denn es wär cool gewesen, würde man einen großen Plan erzählen und warum das alles so passiert. Doch so ist das es schockierend und was passiert ist eine nette Idee. Doch man kommt als Zuschauer auch so drauf, dass so was passieren könnte. Dennoch ist die Wendung und das Finale dann doch sehr bitterböse für diese Art von Film.

Erotik

Die ganze Erotik im Film kommt von Debora Caprioglio, sie ist das Objekt der Begierde. Damit wird natürlich auch gespielt. Denn auf der einen Seite ist sie eine Frau die genau weiß was sie will. So verführt sie Mark auch das erste Mal, obwohl sie wohl nur meinte das sie ihren Slip gern wieder hätte. Den Mark mit genommen hat, nach dem er genüsslich dran gerochen hat. Doch das Zeigen ihres Intimbereichs ist natürlich auch eine Aufforderung und die kommt Mark nach und ab diesem Moment ist er aber Marina auch verfallen und das spielt Debro Caprioglio wirklich gut.

Auf der anderen Seite ist Marina auch sehr unterwürfig, sie erzählt Mark, dass sie es mag von ihrem Peiniger geschlagen und gefesselt zu werden. Auch Mark nutzt diese Seite aus und überrascht sie in einer Umkleidekabine oder beim Abendessen wo Leute tanzen, verführt er sie in einem Nebenraum wo alle zuschauen können. So ist die Erotik hier im Film nicht nur auf nackte Haut beschränkt, sondern wirklich auch auf den Szenen, wo es nur so knistert. Dazwischen gibt es aber immer wieder die Thriller Handlung, welche mit der Erotik gut gemischt wird.

Ohne Debora Caprioglio würde das alles aber nicht funktionieren. Denn Regisseur Sergio Martino setzt ihre sinnlichen Reize perfekt ein und auch wenn die Figur in die Handlung eingebunden wird. Alles passiert nach und nach, doch das Verlangen von Mark ist schon vorher da. Das alles spielt auch mit dem Zuschauer und zeigt wie ein erotischer Thriller funktionieren kann.

Optik

Man sieht Teufelstanz der Lust etwas an, dass er Anfang der 90er entstand und man wohl nicht mehr das große Geld hatte. Dennoch macht Sergio Martino das Beste aus dem was man hatte. Auch drehte man wirklich in Buenos Aires und nutzt die Umgebung aber auch nie wirklich. Viel spielt sich in der Wohnung von Mark ab. Diese wird aber entweder als düstere beklemmender Ort gezeigt, vor allem am Anfang und hier zeigt sich dann der Wandel, wenn Marina das erste Mal in die Wohnung eindringt, kommt eine Leichtigkeit auf, welche davor fehlte. Es ist die Erlösung, welche wir als Zuschauer auch sehen.

Auch die Hitze der Stadt kommt in den warmen Bildern immer wieder zur Geltung, auch wenn man den Schweiß nicht so sieht und alle so agieren, als wär es ein angenehmes Wetter, doch Mark kommt aus Florida und in diesen Rückblenden gibt es auch etwas Action. Schauspieler Steve Bond darf ein paar Mal über Sachen springen oder sich abrollen. Dennoch wirkt das alles dann doch etwas zu stereotypisch.

Fazit:

Teufelstanz der Lust ist ein gelungener erotischer Thriller, welcher mit viel prickelnder Erotik punkten kann. Das liegt vor allem an der Hauptdarstellerin Debora Caprioglio, welche mit ihren sinnlichen drallen Reizen die Herzen des Publikums erobert. Auch die Handlung kann überzeugen, das bitterböse Finale kommt zwar nicht ganz unerwartet aber funktioniert gut.

Teufelstanz der Lust

Movie title: Teufelstanz der Lust

Director(s): Sergio Martino

Actor(s): Debora Caprioglio, Steve Bond, Sharon Twomey, Leonardo Treviglio, Pedro Loeb, Raffaella Offidani, Raffaele Mottola, Martín Coria, Roberto Ricci

  • 7/10
    Handlung - 7/10
  • 7/10
    Schauspiel - 7/10
  • 8/10
    Regie - 8/10
  • 7/10
    Erotik - 7/10
  • 6/10
    Spannung - 6/10
7.0/10
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Filmfan, Autor dieser Seite.

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