The Riffs II – Flucht aus der Bronx:  Ein Sequel von Enzo G. Castellari

Ein Jahr nach dem Erfolg von The Riffs – Die Gewalt sind wir, drehte Regisseur Enzo G: Castellari die Fortsetzung The Riffs II – Flucht aus der Bronx. Doch einiges hat sich geändert, von der original Besetzung ist nur noch Mark Gregory übrig, der hier wieder Trash spielt. Auch hat man die Handlung angepasst und es gibt kaum einen Bezug zu dem Vorgänger, so funktioniert der Film auch eigenständig. Dies lies sich natürlich auch gut verkaufen. Dabei sind Sequels im Exploitationsbereich schon sehr selten. Dabei zeigt der Film auch was die Menschen beim ersten Teil gemocht haben, denn man setzt hier auf mehr Action und es gibt mehr Szenen, welche man aus dem Finale des Originals kennt.

Die Handlung spielt zwar wieder in der Bronx, doch die soll dem Erdboden gleichgemacht werden. Denn man will dort Bauen und für das Projekt müssen die Menschen weichen. Den Reportern und der Welt erzählt man, dass man die Menschen umsiedelt. Doch in der Wirklichkeit sieht es anders aus. Man tötet die Menschen und verfolgt sie. Doch Trash kämpft für die Bronx und seine Bewohner aber als man auch seine Eltern tötet, will er Rache. Dabei bekommt er auch hilfe von einer Reporterin, welche die Wahrheit aufdecken will.

Die Endzeitstimmung des ersten Teils muss hier etwas weichen. Zwar hat man immer noch Szenen die an eine zerstörte Welt erinnern. Doch die Gefahr kommt von außen und die will man mit allen Mitteln bekämpfen. So setzt man bei The Riffs II – Flucht aus der Bronx auf mehr Action und zeigt Trash mehr als Helden, als er es noch im ersten Teil war.

Von der Endzeit zum Kampf gegen den Kapitalismus

Irgendwas muss in der Bronx passiert sein, denn Trash ist ein andere und auch die Gangs sind verschwunden, zwar Leben jetzt welche im Untergrund. Doch diese sind anders und auch die Dynamik im Film ist eine. Trash ist nun ein Einzelgänger und macht nur noch Besorgungen und fährt durch die Bronx. Er hat auch Eltern bekommen, welche ein Poster von ihrem Sohn in der Wohnung haben. Doch diese sind auch nur dafür da, dass wir eine Motivation für Trash haben um die restliche Handlung voranzubringen.

Der Feind kommt dieses Mal in Form einer Firma, welche den Schandfleck in Form der Bronx abreisen und neu bebauen will. So schickt man einen skrupellosen und verrückten Typen dorthin um den Job zu erledigen. Denn es wird keiner umgesiedelt, sondern einfach getötet. Das geht schneller und man hält die Öffentlichkeit fern und sagt es gäbe eine Epidemie. Doch es gibt natürlich auch eine Reporterin, die hier die Wahrheit ans Licht bringen will und natürlich auch in die Bronx eindringt. Dabei trifft sie auf den Helden und schon ist die Hälfte des Films rum und man hat einen neuen Plan und schon sind wir im Finale.

Die Handlung von The Riffs II – Flucht aus der Bronx ist wirklich nur noch dafür da um Action zu zeigen. So drehte man zwar zwei Wochen in New York, doch diese Aufnahmen sind im Grunde egal, genauso wie der Plan im Film. Denn es gibt immer wieder eine Wendung und am Ende ist das alles auch egal. Der Zuschauer wird zwar durch Spannung bei der Stange gehalten aber am Ende ist alles was passiert ist egal. Dieses hatten wir schon im ersten Teil und irgendwie funktioniert es hier nicht so richtig.

Action und Explosionen

Scheinbar hatte man dieses Mal für die Action mehr Geld zur Verfügung oder man sparte an anderen Stellen. Denn es wurde mehr in Italien gedreht. Denn was man in The Riffs II – Flucht aus der Bronx alles an Action zeigt, ist sehr typisch für die 80er Jahre und kann locker mit einigen Hollywood Filmen mit halten. Denn man hat hier ein Bodycount von 174 toten, alleine 110 Menschen werden erschossen. Das ist enorm für einen Film und das merkt man ihm auch an. Denn es vergehen kaum ein paar Minuten, da wird nicht wieder geballert.

Man sprengt auch sehr viel in die Luft, so fliegen auch dauernd irgendwelche Stuntleute durch die Gegend oder Puppen. Auch einige Autos und Sets werden in die Luft gejagt. Man merkt deutlich, dass Enzo G. Castellari hier mehr davon zeigen wollte, was scheinbar beim ersten Film angekommen ist beim Publikum.

Die Action funktioniert nach all den Jahren immer noch, obwohl man bei vielen Szenen merkt, dass man hier wohl sehr viele Stuntleute hatte, welche früher beim Western waren. Denn viele Shootouts erinnern an einem Western in einem futuristischen Setting. So schieß jemand und der Gegner fällt um. Es gibt zwar auch etwas Gewalt im Film, diese ist aber eher moderat eingesetzt.

Optik

Wie schon beim Vorgänger, merkt man auch bei The Riffs II – Flucht aus der Bronx das Enzo G. Castellari wirklich ein guter Regisseur ist. Denn er schafft es selbst bei dieser Handlung Spannung zu erzeugen. Dazu nutzt er auch wieder verschiedene Stilelemente bei den Actionszenen, so gibt es immer wieder Zeitlupen aufnahmen. Wie bei dem Fotograf der Bilder macht, doch im Hintergrund taucht ein Böser mit einem Flammenwerfer auf. Hier sehen wir als Zuschauer, dass es nicht gut ausgehen wird. Doch es sind quälend lange Sekunden bis es passiert. Dabei entsteht auch die Hoffnung das er diese Situation auch überleben könnte.

Sonst sieht man halt auch, dass der Film in New York gedreht wurde, jedenfalls ein Teil des Films. Je länger er läuft, desto weniger Szenen gibt es. Vor allem im Finale merkt man deutlich, dass es hier ein Set in Italien ist. Das stört natürlich weniger. Die zerfallen Ruinen funktionieren gut und sorgen für eine düstere Stimmung. Denn selbst wenn man viel beim Film geändert hat. Positiv ist hier wenig. Ab und an mal einen Spruch, doch ansonsten zeigt der Film immer noch sehr viel Hoffnungslosigkeit.

Fazit:

The Riffs II – Flucht aus der Bronx ist eine gute Fortsetzung. Auch wenn man den Fokus auf die Action gelegt hat. Dazu funktioniert der Film auch als eigenständiger, denn es gibt kaum Bezüge zum Vorgänger.

The Riffs II - Flucht aus der Bronx

Movie title: The Riffs II - Flucht aus der Bronx

Director(s): Enzo G. Castellari

Actor(s): Mark Gregory, Henry Silva, Valeria D'Obici, Giancarlo Prete, Paolo Malco, Ennio Girolami, Antonio Sabato, Alessandro Prete, Massimo Vanni, Andrea Coppola, Eva Czemerys, Moana PozziMark Gregory

  • 6/10
    Handlung - 6/10
  • 7/10
    Schauspiel - 7/10
  • 8/10
    Regie - 8/10
  • 7/10
    Action - 7/10
  • 6/10
    Spannung - 6/10
6.8/10

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