The Riffs III – Die Ratten von Manhattan ist keine echte Fortsetzung

Bruno Mattei ist einer der Exploitationsreigsseure Italiens, welche nicht den besten Ruf haben. Denn für ihm war ein Film nur arbeit und so drehte er doch sehr viele Filme und alle sind meist recht billig produziert. Einer dieser Film ist The Riffs III – Die Ratten von Manhattan, dieser heißt nur in Deutschland so. Denn der deutsche Verleih hat den Film einfach so benannt, denn die ersten beiden Riffs Filme (The Riffs – Die Gewalt sind wir und The Riffs II – Flucht aus der Bronx) waren sehr erfolgreich und beliebt und so baute man halt eine Fortsetzung aus dem Film Rats – Notte di terrore. Da es hier auch um die Endzeit und New York geht und auch Ratten dabei sind. Doch der Film vom Mattei ist anders.

Die Handlung geht los in dem wir erfahren, dass 2015 die Welt es endlich getan hat und die Atombomben losgeschickt wurden. Das Jahr ist nun 2025 und die letzten Menschen suchen nach Unterschlupf und eine Zukunft. In den Ruinen von New York findet eine Gruppe von Menschen ein geheimes Labor, was dafür genutzt wurden ist um das Überleben zusichern nach dem Atomkrieg. Nur scheinen alle Bewohner tot zu sein und überall sind Ratten. Die Gruppe ignoriert dies erst mal, doch schon bald zeigt sich das die Ratten wohl ein größeres Problem sind als gedacht.

Zugegeben der Film ist besser als sein Ruf, denn selbst wenn es nur ein kleine Produktion ist, so gab man sich bei The Riffs III – Die Ratten von Manhattan dennoch mühe einen Film abzuliefern. Dabei liegt es vielleicht auch an der deutschen Synchro und an der Qualität der Bilder die der Film zeigt. Da verschmerzt man auch einige billige Effekte.

Endzeitstimmung

Wir hatten es schon öfters, postapokalyptische Filme waren der heiße Scheiß in den 80ern. Das lag an Filmen wie Mad Max 2 und Die Klapperschlange. Die Welt war halt etwas anders und der kalte Krieg war noch da. So war die Angst vor Atombomben noch sehr groß, das jemand auf den roten Knopf drücken würde. Hier setzt auch The Riffs III – Die Ratten von Manhattan an, denn man sagt im Jahr 2015 ist es passiert. Zum Glück haben wir schon 2017. Jedenfalls zehn Jahre später die letzten Menschen, welche sich unter der Erde versteckt hatten, suchen nach Hilfe und einem Heilmittel, wofür auch immer. So landen sie halt an diesem Ort, was aussieht wie eine Bar, doch irgendwas stimmt nicht.

Man nutzt diese Endzeitstimmung im Film für einen Horrorfilm, denn die Ratten sind die Bedrohung und alles funktioniert wie ein Tierhorrorfilm und einer nach dem anderen muss dran glauben. Hier liegt es vielleicht auch, warum der Film bei vielen nicht ankommt. Er hat einige schwächen in diesem Punkt, obwohl The Riffs III – Die Ratten von Manhattan versucht alles zu erklären am Ende. Was in einem der legendärsten Twist der Filmgeschichte endet. Es wirkt halt alles so, als ob es nur im Film ist, weil es gerade angesagt war und das kann man den Film auch vorwerfen. Dennoch setzt er es gut um.

Es gelingt dem Film sogar immer wieder Spannung auf zubauen. Denn das entdecken der Lokation ist wirklich interessant. Denn man möchte wissen was passiert. Vielleicht liegt es auch nur an dem Genre und das es bestimmte Zuschauer anspricht. Doch The Riffs III – Die Ratten von Manhattan nutzt es auch immer wieder aber manchmal ist es halt sehr Genre typisch. Dennoch wird man gut unterhalten, obwohl sich der Streifen an manchen Stellen auch etwas zu langsam ist.

Effekte und andere Dinge

Bei den Effekten merkt man sehr deutlich, was für eine billige Produktion The Riffs III – Die Ratten von Manhattan ist. Denn ein paar Spezialeffekte sehen gut aus, vor allem bei den Leichen. Doch alter Falter, es sind nicht mal echte Ratten, sondern Bruno Mattei hat zum größten Teil angemalte Meerschweinchen benutzt. Das sieht man auch sehr deutlich. Dazu gibt es eine Szene, welche wohl auch sehr legendär ist. Die Ratten greifen ein Teil der Gruppe an und bewegen sich auf diese zu. Das sieht wie ein Laufband auf dem die Meerschweinchen sitzen und immer wieder gibt es eine Welle. Das sieht sehr lachhaft aus und erzeugt somit auch keine Spannung oder Gruselstimmung.

Interessant sind aber die Sets des Films, denn das zerfallene New York und auch die Bar sehen wirklich gut aus. Das liegt daran, dass man hier einfach die Sets von Es war einmal in Amerika genutzt hat. Darum dürften diese auch etwas bekannt vorkommen, sollte man diesen Film kennen. Auch sonst wirkt das alles sehr passend für den Film. Auch das sich alles nur an einem kleinen Ort befindet. Dies erzeugt eine gute Atmosphäre und so kann hier The Riffs III – Die Ratten von Manhattan punkten.

Optik

Selbst wenn Bruno Mattei als Regisseur alles nur als einen ganz normalen Job ansah und man nur Sachen gedreht hat, die gerade Angesagt waren. So merkt man dennoch Talent und das sieht man auch bei The Riffs III – Die Ratten von Manhattan. Denn selbst man nicht immer versucht zu vertuschen, dass man billige Effekte benutzt. So schafft man es dennoch einen gute Kameraarbeit abzuliefern. So gibt es ein paar gute Einstellungen und man fängt das zerstörte New York gut ein, jedenfalls diese kleine Stelle wo der Film spielt. Auch baut man Spannung auf und zeigt am Anfang die Ratten nur als Ekelfaktor, bevor sie zur Bedrohung werden.

Auch wenn die Effekte bei den Ratten nicht so gut aussehen, so tun es andere und hier arbeitet man auch mit guten Schnitt. Wenn die Gruppe einen Mitglied findet und man erst nur den Rücken sieht, baut man hier Spannung auf, es gibt keine Kamerafahrt um den Körper, sondern wir müssen wie alle warten was passiert. Hier gibt es dann auch einen kleinen Schockmoment und dann baut der Film die Ratten weiter als Gefahr auf. So was passiert immer wieder im Film. Die Ratten sind überall und werden vor allem am Anfang von The Riffs III – Die Ratten von Manhattan auch gezeigt, dass wir nie vergessen sollen das sie da sind.

Fazit:

The Riffs III – Die Ratten von Manhattan ist zwar billig und schnell produziert wurden. Dafür bietet der Film aber viel Unterhaltung und man sieht es ihm nicht immer an. Dazu hat er wohl einen der besten Twist am Ende, auch wenn der nicht wirklich Sinn macht und viel mehr fragen aufwirft, so wird man ihn nie wieder vergessen.

The Riffs III - Die Ratten von Manhattan

Movie title: The Riffs III - Die Ratten von Manhattan

Director(s): Bruno Mattei, Claudio Fragasso,

Actor(s): Ottaviano Dell'Acqua, Geretta Geretta, Massimo Vanni, Richard Cross, Ann-Gisel Glass, Jean-Christophe Brétigniere, Fausto Lombardi, Henry Luciani, Cindy Leadbetter, Christian Fremont, Moune Duvivier

  • 6/10
    Handlung - 6/10
  • 7/10
    Schauspiel - 7/10
  • 7/10
    Regie - 7/10
  • 6/10
    Spannung - 6/10
  • 6/10
    Effekte - 6/10
6.4/10
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