Sword Art Online the Movie: Ordinal Scale: Kinofilm zur Serie

Animes sind nicht nur ein Trend bei Serien, die japanische Animationsform hat sehr viele Fans auf der ganzen Welt und bietet einen neuen Markt, denn seit Jahren ist der Boom da und viele Serien werden zum Kult und sind extrem beliebt. So auch Sword Art Online, die Serie hat bis jetzt zwei Staffeln bekommen aber weitere sind schon in Planung. Dieses Jahr war für die Fans von SAO etwas Besonderes, denn der erste Kinofilm erschien und bot eine neue Handlung, welche aber viele Verweise auf die Light Novel und den Anime bieten sollte. Dabei hat man sich für Sword Art Online the Movie: Ordinal Scale aber eine neue Geschichte aus gedacht und versucht dem Fan zwei Stunden zu unterhalten.

Die Handlung beginnt damit das Asuna und Kirito friedlich ihr Leben leben und versuchen immer noch die Ereignisse aus Anicard zu überwinden. Dabei steht großes an, eine angedeutet Verlobung im echten Leben und auch das Kennenlernen der Eltern. Doch ein neues Gerät macht sich in Japan breit. Das Arguma, eine Brille mit Agumented Reality. Dabei gibt es verschiedene Spiele, eins davon ist Ordinal Scale, welches Fantasykämpfe in ganz Tokyo bietet, dazu hat es mit Yuma auch ein Idol. Als man auf einmal Spezial Events mit Bossen aus Anicard anbietet sind auch Asuna und Kirito dabei. Doch schnell taucht der Spieler EIji auf mit dem Rang zwei und mehrere Spieler werden verletzt und verlieren ihre Erinnerung an SAO, darunter auch Asuna. So macht sich Kirito auf um herauszufinden was da vorsich geht.

Wenn eine Serie wie Sword Art Online einen Film bekommt, fragt man sich natürlich was passiert und wie man das ganze Universum auf die Leinwand bringt, wo man nur gerade mal zwei Stunden Zeit hat um die Geschichte zu erzählen. Doch schaut man Sword Art Online the Movie: Ordinal Scale wird schnell klar, wie das funktioniert und warum man auch schnell enttäuscht werden kann.

Alte und neue Charakter in einer neuen Handlung

Da Kinofilme zu Animeserien aktuell ein großer Trend sind und es immer mehr werden, neben den Ganzen Live Action Filmen, muss man natürlich etwas neues bieten. Es gibt zwar auch Filme, welche nur die Handlung der Serie zusammenfassen, so was hatte Sword Art Online aber schon mit Sword Art Online: Extra. Bei Sword Art Online the Movie: Ordinal Scale bekommt man aber eine neue Handlung geboten, welche die Geschichte weitere erzählt. Dabei benutzt man aber keine Vorlagen, sondern hat sich selbst eine Geschichte ausgedacht und das merkt man dem Spielfilm auch an. Denn stellenweise bietet er Rückblicke, Dialoge über das was war und zeigt immer wieder kurz bekannte und beliebte Charaktere. Dazwischen gibt es aber auch immer wieder sehr lange und ruhige Passagen wo nicht viel passiert. Hier wollte man wohl vor allem Asuna und Kirito weiterentwickeln, was aber nicht so funktioniert hat wie gedacht.

Die Grundidee der Handlung mit dem Aguma und der dahinter steckende Technologie, bietet zwar im Ansatz Sozialkritik aber die wird nicht weiter ausgeführt. Man zeigt nur die Vorteile und im Finale dann die Nachteile, welche aber auch nur Handlung gehören, kritisch geht man damit nicht um. Man zeigt hier also Charaktere, die immer wieder neue Entwicklung nutzen. Zwar wird Abhängigkeit angedeutet und das man nicht aufpasst, doch das passiert nur am Rande. Man nutzt das Gerät dann auch nur als etwas Böses um wieder den Bogen zur ersten Staffel von SAO zu schlagen.

Die neuen Charaktere werden gut in die Handlung eingebunden, sind aber auch nur Randerscheinungen und die Auflösung, wer Yuma ist und Eiji ist sehr klischeebehaftet und auch nur der einfache Weg. Hier lässt man dann Kirito wieder als Held dastehen, der im Handumdrehen zum Besten wird. Am Ende dürfen dann auch Charaktere aus Sowrd Art Online II kurz auftreten und Sinon darf auch ab und an vorbei schauen. Doch der Fokus liegt hier stark auf Kirito und Asuna.

Action

Neben dem Scifi und Fantasy Aspekt von SAO gibt es auch immer wieder Action in der Serie, natürlich muss der Kinofilm da auch einiges bieten. Da man hier eine neue Technologie hat, muss Kirito natürlich erst mal wieder lernen um der Beste zu werden und hier liegt auch die Schwäche des Films, es passiert immer wieder am Rande und der Motivator kommt auch sehr spät dazu. So bieten die Szenen davor zwar gute Action aber es gibt kaum eine Handlung, es ist halt eine Szene wo etwas passiert, wo man langsam die Handlung mit einbaut aber auch hier lässt man sich an den falschen Stellen zu viel Zeit.

Auch steigert sich die Action kaum in Sword Art Online the Movie: Ordinal Scale, man zeigt immer wieder neue Gegner und Szenen, doch alles gleicht sich und ist auf demselben Level und erst im Finale baut man etwas Spannung auf, als ob man sich wirklich alles für diese Szene aufgehoben hat. Doch auch hier verschenkt man viele Momente des Spannungsaufbau und zeigt einfach nur Action, denn warum das Ganze passiert wird zwar kurz erklärt aber die Auswirkungen erfahren die Figuren und Zuschauer erst hinterher, so ist das etwas dramatisch nimmt aber auch die Wucht der Action und dem Höhepunkt den der Zuschauer vorher hatte.

Animation

Man merkt bei Sword Art Online the Movie: Ordinal Scale das A1-Pictures hier die Produktion wieder übernommen hat. Denn der Stil ist genauso wie bei der Serie und alles sieht gut aus. Nur fehlt dem Regisseur wohl das Talent dafür einen Kinofilm zu machen. Man merkt zwar das er bei einigen Animeserien die Regie übernahm. Doch bei den Bildern und wie eine Szene gezeigt wird, merkt man selten dass es ein Kinofilm ist. So hat man dann doch das Gefühl, dass man einfach gut sechs Episoden von SAO sieht. Es fehlen besondere Kameraeinstellungen oder Fahrten, welche deutlich zeigen, dass es hier ein Kinofilm ist.

Neben dem fehlenden Talent des Regisseur für einen Kinofilm, kann Sword Art Online the Movie: Ordinal Scale aber mit der Animation überzeugen. Denn alles sieht einfach gut aus, die Charaktere bewegen sich sehr flüssig. Einzig ein paar Standbilder tauchen immer wieder auf und manche Szene sind einfach sehr ruhig und es gibt keine Bewegung, hier liegt es wohl eher am Regisseur und dem fehlenden Wissen, wie man eine Szene gestalten kann oder man wollte Geld sparen.

Interessant ist der Fanservice im Film, denn es gibt nicht den üblichen, dass man hier ein paar weibliche Charaktere nackt zeigt. Einzig Asuna darf in einem Bad sein und ihre prallen Brüste werden kurz von der Seite gezeigt, danach sieht man Sekunden lang eine Shampooflasche, was entweder sehr merkwürdige Product Placemenet ist oder einfach ein Gag. Dafür bringt man im Finale aber viele Charaktere zurück und zeigt sie kurz. Asuna bekommt Hilfe von einem Charaktere aus SAO II. Dazu halt Sinon und andere Figuren aus Gun Gale Online. Auch die Outfits werden angepasst an die erste Staffel von Sword Art Online, was eindeutig Fanservice ist.

Fazit:

Sword Art Online the Movie: Ordinal Scale ist etwas für die Fans aber man verschenkt sehr viel bei der Handlung und vor allem bei der Optik, man hat zwar eine wirklich gute Animation aber man zeigt den Film nicht so als wär es ein Kinofilm, sondern es ist auf dem Niveau der Serie und das ist einfach zu wenig. Dazu ist die Handlung auch sehr langsam erzählt, so das man zwei Stunden füllen kann.

Sword Art Online the Movie: Ordinal Scale

Movie title: Sword Art Online the Movie: Ordinal Scale

Director(s): Tomohiko Itô

Actor(s): Haruka Tomatsu, Yoshitsugu Matsuoka, Ayahi Takagaki, Ayana Taketatsu, Hiroaki Hirata, Hiroki Yasumoto, Kanae Itô, Miyuki Sawashiro, Rina Hidaka, Sayaka

  • 6/10
    Handlung - 6/10
  • 9/10
    Animation - 9/10
  • 7/10
    Regie - 7/10
  • 6/10
    Action - 6/10
  • 6/10
    Unterhaltung - 6/10
6.8/10
Sending
User Rating 0 (0 votes)
Comments Rating 0 (0 reviews)