Sexy Battle Girls: Ein weitere Pinku Eiga

Und wieder haben wir ein Pinku Eiga als Thema, das Genre was es nur in Japan gibt, ist ein besonderes. Denn der augenscheinliche Sexfilm bietet dabei immer sehr viel mehr. Als Leser sollte ihr das wissen, wenn nicht, hier wie immer die übliche schnelle Abhandlung über das Genre. Der Pinku ist eigentlich der Erotikfilm aus Japan aber das Genre kann alles sein, von Drama bis hin zu Komödie ist jedes Genre vertreten, früher wurde der Pinku Eiga auch genutzt um seine künstlerische Freiheit ausleben zu können und viele Regisseure nahmen das Genre als Konstrukt für ihre Aussage, dabei bauten sie etwas Sex ein. Bei Sexy Battle Girls hat man wohl eher einen Film der etwas Sex und nackte japanische Mädchen zeigen wollte. Dabei parodiert man aber ein typisches Genre der 80er, denn man hat es mit den Schulmädchen Action zu tun, so was wie Yo-Yo Girl Cop, was in den 80er echt angesagt war in Japan.

Die Handlung dreht sich um Mirai, welche ein Geheimnis hat. Ihre Vulva ist eine gefährliche Waffe, denn seit ihrer Kindheit wurde sie von ihrem Vater trainiert um Rache zu nehmen. Als sie aber mit einem Freund sex hat und dabei ihr Vulva zum Einsatz kommt und der Freund stirbt, schickt der Vater Mirai zu einer Mädchenschule. Doch den Grund erfährt sie nicht, nur das es um Rache geht. Schnell merkt sie das hier etwas nicht stimmt und jemand ihr nach dem Leben trachtet.

Irgendwo zwischen Parodie und normalen Pinku Eiga ist Sexy Battle Girls einzuordnen, obwohl man auch eher eine erotischer Version von Yo-Yo Girl Cop machte. Man zeigt hier deutlicher was in der Vorlage sicherlich unterschwelliger war und am Ende bekommt man einen kurzen Film mit gerade mal 60 Minuten Laufzeit. Dennoch bekommt der Pinku Eiga Fan genau das geboten was man erwartet, doch was ist dies genau?

Genretypische Handlung

Alles bei Sexy Battle Girls fühlt sich an als wär es ein Pilot für eine Serie gewesen, denn man baut eine Handlung auf und führt die Heldin mit Mirai ein, welche dann los gelassen wird. Nur das sie an der neuen Schule nicht gleich weiß warum sie da ist. Auch erfahren wir als Zuschauer vor Mirai worum sich die Rache dreht und hier sind wir dann im typischen Pinku Eiga. Denn es geht um die PenisGröße, so verlässt die Frau von Mirais Vater ihm für einen Leiter einer Schule, weil dieser einen Größer hat und er sie besser befriedigt. Die Größe des Penis ist also auf der ganzen Welt wichtig und führt nun zu einem Racheplan der diabolisch ist. Dabei passiert aber noch viel mehr in Sexy Battle Girl, jedenfalls am Rande.

Denn Mirai stößt auf Dinge in der Schule, welche immer wieder kurz angesprochen werden. Denn die Schule hält viele der Mädchen gefangen und schickt sie Anschaffen. Das Ganze wird aber nur immer erzählt und wir erfahren darüber auch nicht viel mehr. Dafür hält sich der Schulleiter für etwas besseres und hört immer die vier Jahreszeiten von Vivaldi. Dazu kommen anderen Mädchen an der Schule, am Ende bekommt Mirai auch noch hilft. Doch bis es so weit ist, passieren noch andere Dinge. Alles ist aber so typisch für einen Pinku Eiga wie es nur sein kann.

Im japanischen bedeutet Mirai auch Zukunft, so ist der Name wohl gut gewählt für ihre Aufgabe. Doch am Ende des Films ist sie nicht mehr der Zukunft und weiß nicht was sie tun soll, doch wie ein echter Pilot einer Serie endet es damit das man noch mehr zu tun hat. Doch damit endet auch der Film und die Handlung. Selbst für die 60 Minuten Laufzeit, bietet Sexy Battle Girls nicht so viel Story wie man denken könnte, man beugt sich dem Pinku Eiga Genre doch immer wieder.

Action und Erotik

Wenn man schon ein bekannten Manga und TV-Serie parodiert, welche aber auch drei Filme hervor gebracht hat. Zu dem Zeitpunkt wo Sexy Battle Girls entstand gab es gerade mal zwei Filme. Jedenfalls braucht man auch etwas Action, diese ist aber sehr zaghaft eingesetzt und man benutzt sehr einfache Tricks. So hat Mirai ihre Waffe, welche sie aber nur im Finale einsetzt, diese Waffe bringt ihre Gegnerin zum Höhepunkt und schalltet sie somit aus. Davor fliegen immer wieder Stifte als Waffe durch die Luft, was auch sehr einfach gedreht wurde. Man merkt deutlich, dass man hier nicht viel Geld hatte oder man es nicht bessere machen wollte.

Bei der Erotik ist man irgendwo zwischen typischen Pinku Eiga, das man halt nur Brüste zeigen darf und mit dem Rest sehr kreativ umgehen muss und fast schon expliziten Szenen, es gibt einen angedeuteten Blowjob an einen Gummipenis, welcher wohl den echten Penis eines Bösen darstellen soll. Dazu gibt es auch immer wieder Aufnahmen, welche wohl mit dem japanischen Gesetz vereinbar sind aber irgendwie mehr zeigen als man denkt. Jedenfalls ist man wie immer sehr kreativ und filmt viel von der Seite und nutzt auch Sexspielzeug als Folterwerkzeug und Waffen.

Ansonsten bietet Sexy Battle Girls kaum Erotik, es gibt zwar auch ein paar normale Sex Szenen, doch diese sind sehr kurz. Das meiste wird gut in die Handlung eingebunden, dennoch ist es manchmal nicht so erotisch. Dennoch funktioniert das alles für den Film gut aber man merkt auch deutlich, dass die Erotik wohl nur im Hintergrund steht für eine kleine abgefahrene Handlung.

Optik

Man sieht Sexy Battle Girls sehr stark an, dass er in den 80er Jahren entstand. Die Frisuren der Mädels sind da sehr eindeutig. Auch sonst schreit alles nach Japan der 1980er. Obwohl der Film auch zum Teil wirkt, als wolle man die 70er Jahre wieder aufleben lassen. Man nutzt nicht die Moderne, welche die Seifenblase in diesem Jahrzehnt eigentlich hatte. So gibt es wenig Technik zu sehen, man bemüht sich alles doch etwas Zeitloser zu halten. Dabei bekommt man aber auch sehr deutlich zu sehen, dass der Film noch auf 35 mm gedreht wurde.

Ansonsten biet der Spielfilm nicht viel was irgendwie als Highlight bezeichnet werden kann. Zwar ist man bei einigen Szenen sehr kreativ wenn es darum geht kein Schamhaar zu zeigen oder Geschlechtsteile, dabei ist man wirklich aber auch sehr grenzwertig. Bei den Actionszenen hält man sich zurück, eine Szene erinnert aber dann an einem Kampf aus einem typischen Yakuza Film, nur das eine der Mädels am Ende zuck, weil sie einen Orgasmus bekommt. Sonst ist die Kamera auch sehr zweckhaft eingesetzt. Hin und wieder gibt es aber ein paar abgedrehte Einstellungen, doch alles ist dann doch zu wenig das es besser aussehen würde.

Fazit:

Sexy Battle Girl ist der Versuch aus einer beliebten Format einen Pinku Eiga zu machen. Dabei gibt man sich aber auch mühe aber es ist nicht so gelungen. Man wird zwar unterhalten und manche Ideen sind ganz nett aber am Ende bietet der Film nicht so viel.

Sexy Battle Girls

Movie title: Sexy Battle Girls

Director(s): Mototsugu Watanabe

Actor(s): Kyôko Hashimoto, Ayumi Taguchi, Reika Kazami, Yukijirô Hotaru, Ayu Kiyokawa, Saeko Fuji, Yutaka Ikejima

  • 5/10
    Handlung - 5/10
  • 6/10
    Schauspiel - 6/10
  • 7/10
    Regie - 7/10
  • 5/10
    Erotik - 5/10
  • 4/10
    Action - 4/10
5.4/10
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