Eis am Stiel, 4. Teil – Hasenjagd: Dieses mal beim Militär

Stellen wir uns vor, wir sind Jung und Anfang der 80er Jahre, nach der Sexfilmwelle der 70er Jahre folgte eine Anzahl an Komödien, die auch noch etwas nackte Haut zeigten. Eine dieser Filmreihen war Eis am Stiel, jedenfalls hat man davon gehört, vielleicht sah man die Filme auch nur auf RTL, Sat.1 oder VOX oder später auch auf RTL2. Doch am Anfang war alles noch anders und hatte etwas Anspruch, den war man aber beim dritten Teil von Board und baute mehr Humor ein. Nun sind wir bei Eis am Stiel, 4. Teil – Hasenjagd und die drei Helden müssen zum Militär, mehr Humor und mehr Sex wird es wohl geben. Doch kann das noch überzeugen?

Die Handlung dreht sich mal wieder um Benny, Momo und Bobby welche dieses Mal zum Militär müssen. So wurden eingezogen und sollen nun ihren Wehrdienst ableisten. Doch auch beim Bund oder wie man es in Israel auch nennen mag haben die Drei nichts anderes im Kopf als Frauen. Während sich Benny in die schöne Rina verliebt und ihr vorspielt er wär ein Offizier aber kein Gentleman. Johnny und Momo schlagen sich so durch. Ihr Ausbilder will zwar nur das Beste aber der Drill ist hart und so gibt es wieder allerlei Abenteuer welche die drei Freunde erleben.

Es wird nicht besser und Eis am Stiel, 4. Teil – Hasenjagd hat sogar eine Fortsetzung bekommen, das muss man sich durch den Kopf gehen lassen. Der Film war so erfolgreich, dass man ein Sequel drehte. Jedenfalls ist das Konzept dasselbe wie bei den Filmen davor. Benny verliebt sich, benimmt sich wie ein riesen Arschloch, seine beiden Freunde haben etwas Spaß und der Film ist vorbei. Neu ist dieses Mal nur das Setting beim Militär. Aber sonst gibt es das Gewohnte.

Alte Handlung maschiert ein

Viele Filmreihen funktionieren immer wieder nach demselben Konzept und versetzt die Charaktere nur in eine andere Lage, damit das alles etwas neu wirkt. Auch bei Eis am Stiel, 4. Teil – Hasenjagd ist das so. Denn hier sind die drei Jungs nun beim Militär. Hier baut man aber dieselben Handlungselemente der Vorgänger wieder ein. So sieht der Zuschauer vieles was er schon kennt. Natürlich gibt es auch etwas neues aber hier war man weniger kreativ. Doch fangen wir am Anfang an. Wie schon gewohnt, gibt es eine Szene wo die Drei sich über eine Frau her machen. Natürlich passiert meist etwas Lustiges und Bobby kommt gar nicht zum Schuss. Denn Momo passiert etwas. Dieses Mal schleppen sie Eva ab und füllen vorher ihren älteren Ehemann ab. Das füllt natürlich am Anfang erst mal ein paar Minuten Handlung. Eva wird von der deutschen Bea Fiedler gespielt.

Auch Benny hat nichts dazu gelernt, er schleppt dieses mal Rina ab, in die er sich wieder auf den ersten Blick verliebt. Der Charakter hat in drei Filmen nichts dazu gelernt und glaubt man den Trivas, so basiert die Figur von Benny auf den Erfahrungen von Regisseur Boaz Davidson. Darum müssen wir so einen unsympathischen Charakter immer wieder ertragen, der auch noch die meiste Handlung abbekommt. Bei den Fans und Zuschauer war Momo immer am beliebtesten, weil Zachi Noy ihn sehr sympathisch verkörpert. Jedenfalls Benny macht das Übliche mit Rina und am Ende bekommt er sie dennoch. Dabei ist aber nicht so manipulativ wie zu vor und auch ausgesprochen treu. Wahrscheinlich aber auch nur, weil es beim Militär kaum alternativen gibt.

Auch die anderen neuen Figuren bleiben im Hintergrund. Die Ausbilder sind nur für den Humor da und etwas für die Nebenhandlung, das zwei eine Beziehung haben. Ansonsten weicht Eis am Stiel, 4. Teil – Hasenjagd nicht von dem üblichen Muster ab und als Zuschauer freut man sich entweder oder ist schon davon übersättigt.

Humor, Erotik und anderes

Der Humor nimmt mehr Einzug bei Eis am Stiel, war es in den ersten Teilen nur in vereinzelten Szenen etwas Humor dabei. So ist bei Eis am Stiel, 4. Teil – Hasenjagd der Humor doch im Vordergrund. Das liegt natürlich auch daran, das man bei einer Militärausbildung mehr Humor einbauen kann. Vielleicht dachten sich das die Macher, jedenfalls funktioniert nicht jeder Gag, dennoch ist der Film etwas unterhaltsam. Hier überzeugt der Ausbilder und vor allem Momo. Ansonsten ist es aber auch immer das aufgewärmtes Essen von vorgestern. Bennys Eltern dürfen natürlich nicht fehlen. Es gibt auch einen Witz mit Homosexuellen, der am Anfang sogar eher progressiv wirkt, wie man mit dem Thema umgeht aber am Ende gibt es dann den stereotypischen schwulen Vergewaltiger, der sich an Momo vergehen will.

Die Erotik kommt von den kurzen nackt Szenen, welche es auch nicht wirklich wert sind. Bea Filder zeigt was sie hat. Ein paar Damen in der Dusche werden beobachte und dann noch Sonja Martin als Rina darf ihre Brüste zeigen. Das war es auch schon. Man merkt also das die bösen Filme von damals doch sehr harmlos sind und man nicht wirklich was zeigt. Denn die Dialoge sind immer dieselben und auch sonst baut man noch einen Witz bei der Musterung ein. Doch alles ist sehr dürftig für den Ruf der Filme.

Optik

Man merkt auch sehr deutlich, dass sich eine gewisse Routine bei den Filmen eingeschlichen hat. Regisseur Boaz Davidson ist auch noch dabei und zeigt sein Talent und fängt natürlich die Welt wieder ein. Man hat auch nicht mehr wirklich das Gefühl in Israel zu sein. Jedenfalls kaum noch. Auch ist man nicht mehr wirklich bedacht, darauf zu achten, dass es sich wohl um die 60er handelt. Zwar sehen die Jungs immer noch danach aus aber wie progressiv muss Israel gewesen sein, wenn es schon Damen gab die eine Grundausbildung hatten. Jedenfalls zeigt man das Militär von seiner lustigen Seite und macht seinen Spaß. Die Ausbildung wirkt dabei aber sehr als wär man in den USA.

Ansonsten ist Eis am Stiel, 4. Teil – Hasenjagd sehr zweckhaft. Man arbeitet mal mit Zooms oder längeren Einstellungen am Anfang gibt es auch eine Kamera die gut gemacht ist und die drei Hauptcharakter zeigt wie sie auf Beutezug sind. Man merkt beim Bildformat aber, dass die Filme Geld einspielen man aber wohl einiges sparen will. Denn die Sets sind dürftig und man verzichtet auf viel. In ein paar Szenen erkennt man das Jahrzehnt noch, ansonsten ist es das eigene filmische Universum, wo auch Szene immer wieder vorkommen und gezeigt werden. Wie das beobachten der Mädels beim duschen.

Fazit:

Eis am Stiel, 4. Teil – Hasenjagd zeigt wie typisch die Filmreihe ist. Man baut mehr Humor ein, der aber selten funktioniert und ansonsten gibt es nicht viel neues. Hier flacht die Reihe immer weiter ab und Benny ist ein echt nerviger Charakter.

Movie title: Eis am Stiel, 4. Teil - Hasenjagd

Director(s): Boaz Davidson

Actor(s): Meira Arazi, Noam Aviram, Devora Bakon, Anatol Constantin, Shmuel Eiser, Bea Fiedler, Savich Goldreich, Pesach Gotmark, Moshe Ish-Kassit, Yftach Katzur, Dvora Kedar, Gili Klein

  • 5/10
    Handlung - 5/10
  • 6/10
    Schauspiel - 6/10
  • 7/10
    Regie - 7/10
  • 5/10
    Unterhaltung - 5/10
5.8/10
Sending
User Rating 0 (0 votes)
Comments Rating 0 (0 reviews)