Go Go Power Rangers

In den 90ern gab es viel was Kinder und Jugendliche erfreute und schnell zum Kult wurde. Eins davon waren die Power Rangers, eine TV-Serie um fünf High School Schüler die auf einmal die Welt retten mussten. Dabei war die Serie nichts anders als eine wiederverwendung von der japanischen Serie Super Sentai, man drehte nur die Szenen mit den Schülern neu, die Action Szenen waren alle aus der japanischen Version. Das wurde schnell zum Kult und es gab immer wieder eine neue Serie. 2017 war es aber soweit, nach über 20 Jahren kam ein neuer Power Rangers Film in die Kinos. Ein Reboot für eine neue Generation an Fans. Dabei wollte man wohl aber auch die jetzt erwachsenen Fans von Früher abholen. Dabei kam aber ein Film raus der etwas kontrovers aufgenommen wurde. Doch schnell zeigt sich er ist besser als sein Ruf.

Die Handlung beginnt mit fünf High School Schülern, alle haben nichts mit einander zu tun. Doch sie treffen wie zufällig immer wieder aufeinander. Jason, Billy und Kimberly treffen sich am Samstag beim Nachsitzen. Da Jason eine Fußfessel hat kann er nicht wirklich wohin. Da bietet ihn Billy seine Hilfe an, denn er half ihm zuvor bei einem Problem mit einem Schul-Bully. Gemeinsam machen sie sich auf in ein altes Bergwerk. Hier treffen sie wieder auf Kimberly. Dazu stoßen sie auf Trini und Zack. Sie finden merkwürdige Münzen. Als sie bei der Flucht aus dem Bergwerk von einem Zug erfasst werden, erwachen sie einfach so am nächsten Morgen. Schnell wird ihnen klar irgendwas stimmt nicht. Auf der Suche nach der Ursache treffen sie auf Alpha-5 und Zordon. Denn die fünf wurden auserwählt die Erde zu beschützen vor Rita Repulsa.

Da wir 2017 haben ist natürlich einiges anders bei den Power Rangers, die Charaktere haben mehr Tiefe und man baut auch alles langsam auf. Was natürlich den neuen Mythos um die Rangers verstärkt. Dabei wirken sie auch menschlicher und realistischer in ihren Rollen.

Etwas düsterer und mehr Edgy als seine Vorlage

Das einzige was der Power Rangers Film von 2017 und die TV-Serie von 1993 gemeinsam haben ist der Name der Charaktere, der Ort und natürlich das es um das Beschützen der Erde vor Rita Repulsa geht. Doch ansonsten hat man alles erneuert und diese Frischzellen Kur tut dem Mythos um die Power Rangers wirklich gut. So ist Zordon nicht nur ein mysteriöses Alien, welches die Rangers zusammenruft, sondern er hat eine Hintergrundgeschichte bekommen und sein Vorhaben ist auch nicht so Edel. So wirkt alles etwas düsterer als man es aus der Serie kennt. Auch die fünf Hauptcharaktere sind anders. Obwohl sie noch die typischen Stereotypen sind, haben sie alle mehr tiefe bekommen und wirken dadurch auch menschlicher. Denn jeder muss seine Katharsis durchleben um am Ende ein Ranger zu werden.

Da man hier die augenscheinlichen Stereotypen hat baut man diese auch so etwas auf. Dabei bedient man sich aber auch immer wieder beim Frühstücksklub von John Huges. Denn alle fünf haben Geheimnisse und diese kommen auch nach und nach ans Licht. Jeder hat Probleme und diese erfahren wir auch. Da ist von Teenager Wut auf alles, bis hin zur Homosexualität alles dabei. Man spricht also ein breites Publikum an und zeigt das man nicht mehr in den 90ern ist. Eine lesbische Rangerin wär damals noch unmöglich gewesen, genauso wie ein Jugendlicher der Angst hat dass seine Mutter sterben könnte. Durch diese Charakterzeichnungen werden aus den eins perfekten Jugendliche, menschlichere Versionen, die näher an der Realität sind.

Durch diesen Hauch Düsternis wirkt Power Rangers auch etwas erwachsener und richtet sich nicht mehr an Kinder. Auch hat man den Merchandisefaktor weit zurückgeschraubt. Der Film ist nicht mehr da um irgendwelches Spielzeug zu verkaufen. Dafür ist man zu ernst, zwar gibt es etwas Humor und popkulturelle Anspielungen.

Power Rangers Action

Sollte jemand erwarten, dass der Film ein typischer moderner Actionfilm ist, der wird leider enttäuscht. Denn alles konzentriert sich auf das Finale von Power Rangers. Vorher baut man die Charaktere auf. So kann man den Film auch nicht vorwerfen, es wär der typische Michael Bay Transformers Actionfilm. Zwar wirkt die Acton im Finale dann etwas ähnlich aber das liegt nunmal an der Vorlage. Hier kämpfen fünf Teenager in Zods gegen einen Bösen. Vorher verzichtet man auf diese Aciton.

Am Anfang müssen die Rangers erst mal klar kommen mit ihrer neuen Aufgabe. Sie müssen trainieren und mit ihren kräften klar kommen. Es gibt eine längere Trainingsmontage im Spielfilm, wo wir sehen das sie Fortschritte machen und sich auf aden Kampf mit Rita vorbereiten. Dabei finden sie auch langsam zu einander und werden Freunde. Dabei lernen sie unterschiedliche Kampfkünste, darunter auch Wrestling und alle müssen den German Suplex lernen, welcher im Finale noch mal wichtig wird. Man baut sehr deutlich alles auf um e sim Finale frei zu lassen. Denn hier geht es los und man wird für das Warten belohnt. Denn die Power Rangers sind wieder in Aktion und man merkt sehr deutlich den Unterschied. Hier geht es Rund und die Gegner werden erledigt.

Das Finale von Power Rangers verkommt auch nicht zu einer Zerstörungsorgie, obwohl natürlich einiges Kaputt geht. Man konzentriert sich hier auch die Charaktere und das sie als Team zusammenhalten müssen, denn für sie ist auch alles neu und auch das Bedien der Zods fällt schwer. Alles ist nicht so einfach und das merkt man im Kampf auch immer wieder. Man baut auch Spannung auf, natürlich ist jedem Klar wie es am Ende ausgeht, dennoch ist die Spannung da und funktioniert so gut, dass man mitfiebert.

Optik

Auch bei der Optik von Power Rangers merkt man den Unterschied zur alten TV-Serie sehr deutlich. Es fehlt zwar etwas der Charm von Menschen in Gummianzügen die gegeneinander kämpfen. Dafür sieht der Film auch sehr gut aus und bei der Kameraarbeit hat man sich einige Sachen einfallen lassen. Schon direkt am Anfang gibt es eine kurze Verfolgungsjagd, gefilmt las ein One Take und das nur aus dem Auto heraus. Als Zuschauer sind wir Beifahrer und beobachten so alles was um uns herum passiert. Das zieht einen gleich in den Film. Bei einigen anderen Szenen arbeitet man auch mit ausgefallen Kameraeinstellungen, vor allem wenn die Fünf das Bergwerk erkunden und hier einiges entdecken.

Man sieht Power Rangers auch an, dass er düsterer und Edgy sein will. Denn selbst am hellsten Tag wirkt Angel Grove sehr düster, vor allem in den Szenen wenn den Fünf klar wird, dass sie zusammenhalten müssen und über ihr Leben und Gefühle sprechen müssen. Hier setzt man auf ruhige Bilder und auf Nahaufnahmen der Gesichter. Im Finale gibt es dann alles was moderne Actionfilme bieten, schnell Schnitte, ruhige Einstellungen und auch Zooms sind dabei. So wird man in die Action hineingezogen, die auch bei de Bildern die Handlung von Power Rangers weiter erzählt.

Fazit:

Power Rangers ist unterhaltsam, düster und für eine neue Genration. Dabei vergisst man seine Wurzeln nicht und setzt die Geschichte neu um. Es gibt neue Wendungen und Ideen. Dazu baut man die Handlung und Charaktere langsam auf und gibt so dem Zuschauer zeit die Figuren kennenzulernen. Das Finale bietet dann typische moderne Action eines Hollywood Blockbusters und kann auch hier überzeugen. Es bleibt nur zu sagen: “GO GO POWER RANGERS”.

Power Rangers

Movie title: Power Rangers

Director(s): Dean Israelite

Actor(s): Dacre Montgomery, Naomi Scott, RJ Cyler, Becky G., Ludi Lin, Bill Hader, Bryan Cranston, Elizabeth Banks, David Denman, Sarah Grey, Emily Maddison, Fiona Vroom

  • 7/10
    Handlung - 7/10
  • 8/10
    Schauspiel - 8/10
  • 8/10
    Regie - 8/10
  • 7/10
    Action - 7/10
  • 8/10
    Unterhaltung - 8/10
7.6/10